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Prophecy's Puro Praxis #27 - Shinsuke Love~

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Kolumne
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"Prophecy's Puro Praxis #27 - Shinsuke Love~" von Prophecy
Wenn man reihenweise sensationelle Shows abliefert, dann muss auch mal eine Show drin sein, die im Verhältnis dazu abfällt. Da wir uns sonst aber auf einem so verdammt hohem Level bewegen, ist Wrestling Dontaku immer noch eine gute Show. Aber ich will ja nicht alles gut reden, was New Japan Pro Wrestling zu bieten hat, daher gibt es heute dann wohl mal eine etwas kritischere Auseinandersetzung mit der Show! Insgesamt muss man wohl eingestehen, dass die erste Hälfte der Show eigentlich niemandem zu empfehlen ist, die zweite Hälfte dafür aber wieder sehr gut war. Das jedoch ohne den absoluten Kracher, den die vergangenen Shows jeweils zu bieten hatten.

Wrestling Dontaku 2013
Ich stelle meine allgemeinen Beobachtungen mal voran. So ist der 3. Mai in Japan ein Feiertag und schon seit Jahren der traditionelle Tag für diesen Pay-Per-View. Den internationalen Markt kann man allerdings nicht gewinnen, wenn man mitten in der Woche irgendwann am Morgen (Europa) oder mitten in der Nacht (Nordamerika) Shows ins Internet streamt. Vor Ort ist das aber natürlich egal und so konnte man das Fukuoka International Center einmal mehr bis auf den letzten Platz füllen. Im Vorfeld herrschte bei mir große Vorfreude auf die Show, hatte sie doch einige sehr interessante Paarungen zu bieten. Doch genau das sollte das große Problem dieser Show werden. Denn 4 ½ Stunden sind für eine Wrestlingshow einfach viel zu viel. Doch nicht nur war die Show insgesamt zu lang, sondern hatte auch einfach zu viele Kämpfe zu bieten. Der Qualität wäre es definitiv zuträglich gewesen, wenn man zwei oder drei Kämpfe von der Card gestrichen und diese Zeit an die restlichen Kämpfe verteilt hätte.

Eigentlich hatte man bei jedem Kampf, außer den beiden Main Events, das Gefühl, dass hier doch einige Minuten fehlen, um den Kampf auf ein höheres Level zu heben. Während ich den Main Event dahingegen zu lang fand, hatte lediglich der Co-Mainer für meinen Geschmack die optimale Länge, litt dafür allerdings unter den Upfucks an der denkbar schlechtesten Stelle im Kampf. Wie schon gesagt, war die Show alles andere als schlecht und für Fans von New Japan ist sie sowieso ein Muss. Doch Dontaku gehört nicht zu den Shows, die jeder Wrestlingfan gesehen haben sollte.

Der Rainmaker thront weiter an der Spitze
Mit Minoru Suzuki wartete im Main Event ein besonders gefährlicher Gegner auf den amtierenden IWGP Champion Kazuchika Okada. Schließlich hatte dieser Okada erst vor einigen Wochen klar pinnen können und war seitdem auf einem Zerstörungspfad durch die Liga. Allerdings hatten die beiden einige Probleme mit sich und auch mit dem Publikum. Denn die Fans waren nicht wirklich mit dabei und kauften den Aufbau zu Suzukis Choke nicht. In Suzukis großen Kämpfen ist der Aufbau des Chokes eigentlich immer der rote Faden, der sich durch den gesamten Kampf zieht. Doch was passiert, wenn dieser Aufbau nicht ankommt, musste man hier leider sehen. Gelitten hat der Kampf auch unter der Länge. Mit mehr als 30 Minuten Kampfzeit hat man sich hier keinen Gefallen getan. Denn besonders in der Mitte des Kampfes hatte dieser doch erhebliche Längen und beide schafften es auch nicht das Publikum in Richtung Finish wieder vollständig zu gewinnen.

So waren die Reaktionen auf die Endphase wieder in Ordnung, aber der letzte Funke wollte trotz des starken Finishes einfach nicht überspringen. So packte Okada nicht etwa nur seinen normalen Tombstone aus, sondern in Anlehnung an den Gotch-style Piledriver seines Gegners, den er zuvo r erfolgreich blocken konnte, zeigte er einen Gotch-style Tombstone! Mit dem Rainmaker machte er dann den Sack zu und das Publikum feierte ihn. Das Match hatte viel Potential und war definitiv gut, aber leider hat es für meinen Geschmack einfach nicht Klick gemacht. Die nächste Chance dazu hat Okada beim nächsten Pay-Per-View, wenn er gegen einen weiteren Wrestler ran muss, der sich durch einen klaren Sieg bei dieser Show diesen Spot verdient hat. Togi Makabe ist immer als Gefahr für den Titel zu sehen, aber so wirklich wird keiner daran glauben, dass er Okada den Titel abnehmen kann. Makabe schlug sich das bisherige Jahr vor allem mit Yujiro Takahashi herum und konnte bei Dontaku in einem soliden Kampf diesen endgültig in seine Schranken verweisen.

Am Beispiel von Makabe und Yujiro lässt sich sehr schön aufzeigen, was das traditionelle Booking von New Japan, das früher auch in den USA Gang und Gebe war, so stark macht. Anfang des Jahres liefen sich diese beiden Männer über den Weg. Makabe war zuvor in Kämpfe mit den Shootern involviert und Yujiro schwamm so ein bisschen auf den Cards mit. Also lieferten sich die beiden für einige Monate eine Fehde, an deren Ende ein Wrestler in der imaginären Rangliste wieder aufsteigt und der andere wieder zurück in die Undercard geht. Genau so lief das früher immer ab. Bei WWE hat man heute ja lieber, dass man zwei, drei absolute Top Stars hat und dann gefühlte 30 Wrestler auf einem Level. Was funktioniert wohl besser bzw. was macht für Fans mehr Spaß? Klare Siege mit Bedeutung oder wildes Austauschen von Siegen und Niederlagen ohne Sinn und Verstand?

Auf jeden Fall war der Kampf zwischen Makabe und Yujiro hier absolut nichts spezielles, aber er erfüllte seinen Zweck. Makabe kommt gestärkt aus dem Kampf, hat diesen ebenso wie die Fehde klar für sich entscheiden können und fordert mit diesem Hintergrund den IWGP Champion zu einem Titelkampf heraus. Perfekt!

Bullet Club formiert sich
Über das Tag Team Match mit Prince Devitt möchte ich eigentlich gar nicht zu viele Worte verlieren, denn es war einfach ein schlechtes Match. Dabei muss man allerdings einige entschuldigende Faktoren berücksichtigen. Fokus in diesem Aufeinandertreffen war natürlich das Duell der beiden ehemaligen Tag Team Partner Prince Devitt und Ryusuke Taguchi. Doch da haben wir auch schon das erste Problem, nämlich die Verletzung von Prince Devitt, die ihn offensichtlich ziemlich einschränkt. Das Problem an der Sache ist nun, dass weder Bad Luck Fale noch Captain New Japan auch nur ansatzweise in der Lage dazu sind, um das aufzufangen. Daher sollte man das ganze eher als klaren Sieg zum Aufbau des neuen Duos abhaken, egal wie die Qualität des Kampfes auch immer gewesen sein mag. Erwähnenswert ist dafür aber die „Jericho-Blink-Jacke“ des Real Rock 'n' Rollers, die auch bei Devitt ziemlich cool rüber kommt.

Während dieser Kampf also einfach nur ein Aufbaukampf für Devitt und Fale war, passierte nach dem Kampf zwischen Hiroshi Tanahashi und Karl Anderson dafür umso mehr! Erst einmal zum Match an sich. Das Duell fand sich auf dieser Card in der Midcard wieder, sodass nicht davon auszugehen war, dass sie an ihren Match of the Year Candidate heran kommen würden. Das lässt sich rückblickend auch so bestätigen, aber dennoch war es wieder einmal ein sehr gutes Match. Zwischen den beiden stimmt einfach die Chemie und mit ein paar Minuten mehr hätte auch dieses Aufeinandertreffen wieder herausragend sein können. Doch das wichtigste passierte hier eh nach dem Finish. Denn da tauchten Devitt und Fale auf, um Tanahashi zu attackieren. Anderson und sein Cornerman Tama Tonga schauten sich das ganze erst an, bevor Devitt sie offensichtlich davon zu überzeugen versuchte sich ihnen anzuschließen. Anderson zögerte und kämpfte mit sich. Schließlich zeigte er das Pistolenzeichen, das sich der BULLET CLUB an diesem Abend als Markenzeichen gesichert hat, und zeigte aus dem Nichts eine Gun Stun gegen Tanahashi. Zu viert attackierte man Tanahashi weiter bis man genug hatte und triumphierend von Dannen zog.

Der Bullet Club hat definitiv Potential, um ein ziemlich cooles Stable zu sein. Anderson und Tonga beispielsweise als Team, Devitt als Singles Wrestler und Fale als Enforcer wäre schon klasse. Doch an dieser Stelle möchte ich mich vor allem dem großartigen Booking von New Japan widmen. Denn dieses verdient einmal mehr großen Applaus. Es musste schon vor dieser Show klar sein, dass die Gefahr besteht, dass Tanahashi selbst in der Midcard den neuen Champion überstrahlt. Dem hat man durch die Einbindung Tanahashis in ein Programm mit dem Bullet Club ein bisschen vorgebeugt und vor allem hat man so auch einen Rückkampf erst einmal vermieden. Für ein fünftes Aufeinandertreffen wäre es jetzt nämlich definitiv zu früh. Doch Tanahashi hat jetzt ja erst einmal mit dem Bullet Club zu tun, sodass kaum jemand an einen Rückkampf gegen Okada denken wird. Anders wäre es gewesen, wenn man Tanahashi einfach ohne Storyline von einem Kampf zum andere geschickt hätte. So hat man ihn jetzt erst einmal aus dem Titelgeschehen hinaus rotiert, sodass Okada sich als Champion entwickeln kann.

Auf die Fresse bis nichts mehr geht
Zwei High School Freunde, zwei Ringer, zwei Männer, die nahezu gleichzeitig im New Japan Dojo mit dem Wrestlingtraining angefangen haben. Einer verbrachte seine gesamte Karriere bei New Japan und einer versuchte sich zwischendurch mal im Mixed-Martial-Arts-Bereich. Hirooki Goto gegen Katsuyori Shibata versprach viele Emotionen und ein hart geführtes Match. Bei Shibatas Einzug merkte man einmal mehr, warum die Entscheidung Sakuraba und ihn zu New Japan zu holen genau richtig war. Die beiden ziehen einfach unglaubliche Publikumsreaktionen für jedes Match, das sie bestreiten. Das Match hielt dann, so lange es dauerte, durchaus, was es versprach. Doch das überraschende und unkonventionelle Finish riss einen dann ein wenig aus der Faszination. Als Fan des nordamerikanischen Wrestlings ist man so ein Ende ja überhaupt nicht gewohnt, sondern erlebt dauernd irgendwelche Disqualifikationen oder Count Outs außerhalb des Rings.

Im Vergleich dazu war dieses Finish stark, auch wenn es den Kampf dann doch runter gezogen hat, weil es ihn so zu einem einfachen Aufbau für das nächste Match der beiden machte. Es spricht nichts gegen einen Aufbaukampf, doch wirklich zufrieden ist man ja auch nicht. Wenn man sich dann allerdings in Erinnerung ruft, dass das Match ja nur irgendwo in der Mitte der Card stattfand und vor allem auch das einzige Match ohne klaren Pinfall war, dann kann man das nun wirklich verschmerzen. Bei Dominion am 22. Juni werden die beiden ein weiteres Mal aufeinandertreffen und dann ist nicht damit zu rechnen, dass wir so etwas noch einmal erleben werden.
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