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Extreme Rules - Die Nacht der Bullshit Finishes

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Kolumne
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"Extreme Rules - Die Nacht der Bullshit Finishes" von Prophecy
Am Sonntag konnte man mal wieder sehen, was dabei heraus kommt, wenn wrestlingunerfahrene Schreiberlinge Wrestlingkämpfe bzw. -storylines unnötig verkomplizieren. Wenn man sich das reine Wrestling anguckt, dann war Extreme Rules ein durchaus ansehnlicher Pay-Per-View. Doch bei drei Kämpfen sollten bei jedem Wrestlingfan die Alarmglocken schrillen. Und als wäre das nicht genug, gab es dann bei RAW auch noch eine Zugabe. Aber gehen wir das ganze doch einfach mal chronologisch durch.

Strap Match: Sheamus vs. Mark Henry
Jede Ringecke mit einem roten und einem grünen Licht versehen, sodass man auch das seit einigen Jahren so beliebte ich klatsch mal direkt hinter dir ab und überhole dich dann vor der vierten Ringecke optisch hervorhebt. Schon das entspricht nicht mehr dem ursprünglichen Gedanken dieses Kampfes, aber damit muss man sich heute wohl abfinden. Früher war es so, dass man die Ringecken nacheinander und wirklich durchgängig berühren musste. Wenn der Gegner dazwischen kam und selber eine Ringecke berührte, dann musste der andere wieder von vorne anfangen. Dass heute theoretisch auch ein 3:3 möglich ist, damit habe ich mich ja abgefunden. Allerdings leistet das nur Vorschub für den Mist, den wir in diesem Match vorgesetzt bekommen haben. Denn wer entscheidet denn nun, ob eine Serie an Eckenberührungen abgebrochen wird oder nicht? Richtig, der Ringrichter und der muss hier bestochen worden oder besoffen gewesen sein. Denn im Kampfverlauf handhabte er es meistens so, dass die Lichter wieder ausgingen, wenn zwischendurch eine Wrestlingaktion ausgeführt wurde. Wenn wir uns nun aber das Finish angucken, dann sehen wir, dass Sheamus drei Ecken schafft und dann von Henry aufgehalten wird. Doch dann versucht Henry nicht nur den World's Strongest Slam, sondern Sheamus kontert und packt auch noch den Brogue Kick aus. Gehen Sie zurück auf Los, ziehen Sie nicht 4.000 Mark ein! Möööp, falsch! Der Referee ignoriert seine früheren Entscheidungen und lässt Sheamus den Sieg einfahren.

Buuuhhhh Schiebung! Doch das war ja noch lange nicht alles!

I Quit Match: Alberto del Ró vs. Jack Swagger
Es gibt da den einen oder anderen kleinen aber feinen Unterschied – auch bei WWE – zwischen einen I Quit Match und einem Submission Match. So gibt es bei einem I Quit Match keine Disqualifikation, bei einem Submission Match schon. Denn bei dieser Matchart wird einfach nur der Pinfall als Entscheidungsmöglichkeit ausgeschlossen, deswegen heißt es teilweise ja auch Submission only Match. Disqualifiziert oder ausgezählt werden kann man hier trotzdem. Doch es gibt noch eine Sache mehr, noch einen feineren Unterschied. Ich hatte mich am Sonntag schon gefragt, was dieser Schwachsinn mit dem Handtuchwurf soll. Als ich dann vorhin die Bryan & Vinny Show hörte, erinnerte mich der Host Bryan Alvarez auch daran, was mich von Anfang an an diesem Finish störte. Denn Alvarez erwähnte ein I Quit Match, in dem ein Wrestler in einem Submission Hold gefangen war und abklopfte. Doch der Referee erinnerte diesen Wrestler damals daran, dass es ein I Quit Match sei und er dementsprechend das Match nur durch Ausruf dieser zwei Worte beenden könne. Ich hatte das schon wieder vergessen, aber jetzt kann ich mich wieder dran erinnern – auch wenn ich die beteiligten Wrestler nicht vor Augen habe.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wieso wird das Match denn bitte nach dem Handtuchwurf von Ricardo beendet, obwohl Alberto del Río gar nicht die zwei magischen Worte gesagt hat? Möööp Bullshit-Alarm. Über die Sache mit dem Instant Replay, das man für die nächsten Jahre eh wieder vergessen hat, damit die Heels munter weiter cheaten können, werde ich mich gar nicht weiter äußern. Das ist viel zu einfach. Vor allem hab ich da noch etwas viel besseres!

Last Man Standing Match: John Cena vs. Ryback
Die ultimative Schlacht, aus der nur ein Mann lebend zurückkehren wird. Na gut, ganz so martialisch geht es in einem WWE-Ring dann glücklicherweise noch nicht zu. Aber das Last Man Standing Match ist auf jeden Fall die Matchart, die dieser Prämisse am nächsten kommt. Eigentlich kann dieses Match nur zwei oder notfalls auch noch einen dritten Ausgang haben. Entweder steht Wrestler A nicht rechtzeitig auf, dann hat Wrestler B gewonnen, oder Wrestler B kommt bis zehn nicht wieder auf die Füße, dann hat Wrestler A gewonnen. In der Easy-Way-Out-Variante bleiben beide bis zehn liegen und wir haben halt einen Double Count Out. Doch was kommt dabei heraus, wenn sich die Schreiberlinge in ein Match booken, in dem sie niemanden verlieren lassen wollen? Richtig, die WWE-Schreiberlinge kriegen es sogar hin die eigentlich totsichere Matchart Last Man Standing in eine Non-Decisision zu booken. Alle Achtung, das ist eine Leistung!

Wir haben ja vermutlich, ob nun legal oder nicht, das Finish des Kampfes gesehen. Ryback hämmert Cena durch die Lämpchen auf der Rampe und beide kommen augenscheinlich ein paar Meter tiefer zum Liegen. Schön und gut, doch dann kommt Charles Robinson und kriegt es trotz zwei Jahrzehnten an Erfahrung in seinem Job nicht gebacken eben diesen anständig auszuüben. Lieber Herr Robinson, wenn Sie da Backstage ankommen und beide Männer am Boden sehen, dann ist es ihr verdammter Job in einem Last Man Standing Match anzufangen zu zählen! Denn zwei Mann stehen nicht, sondern liegen. Also zählen Sie als Referee! Aber nein, es passiert nichts. Doch es wird noch besser. Während der Champion John Cena auf einer Trage liegend abtransportiert werden muss, kommt Ryback – wenn auch gestützt – wieder auf die Beine. Wenn es bis dahin noch nicht offensichtlich war, dann doch spätestens jetzt! Da STEHT nur EINER! Offensichtlich ist der dann der LAST Man STANDING! Wer sollte also Champion sein? Richtig, Ryback!

Schiebung, schon wieder! Und der Hammer bei der Geschichte ist ja noch, dass die "Kreativen" sich dabei offensichtlich noch nicht mal etwas gedacht haben, sondern einfach nur dumm, kompliziert vor sich her gebookt haben! Die logische Konsequenz für RAW wäre doch gewesen, dass Ryback raus kommt und erklärt, dass er der verdammte Champion ist, weil er als einziger stand, und deswegen Anspruch auf den Titel hat. Stattdessen taucht er auf, erzählt irgendwas von einer Non-Decision und gut ist. Hallo? Ach ja, die Tatsache Leute töten zu wollen, wenn ein paar Stunden vorher ein Tornado in Oklahoma diverse Menschen getötet hat, ist extrem geschmacklos.

Die Zugabe – Triple H vs. Curt Larry "The Axel" Hennig
Also mal abgesehen davon, dass Triple H es doch tatsächlich geschafft hat innerhalb von zwei Tagen den Engel und den Teufel zu geben, war der Main Event von RAW auch wieder eine Farce! Kurz zu Hunter: Ich war begeistert, dass sich einer meiner Lieblingswrestler clean für einen meiner anderen Lieblingswrestler hin legt und nicht so einen „Ich zerstöre dich und dann rutsche ich auf einer Bananenschale aus“-Job ala Hogan oder Nash hingelegt hat. Doch bei RAW behandelt er den Jobber, für den sich keine Sau interessiert, obwohl Paul Heyman alles versucht, um ihn over zu bringen, wie einen kleinen Schuljungen, der gefälligst ruhig zu sein hat, wenn Erwachsene sich unterhalten. Und schließlich squasht er ihn auch noch fast im Main Event. Lieber Hunter, nur mit dir in einem Ring zu stehen macht aus einem Jobber keinen Main Eventer. Man muss ihn auch so behandeln, damit die Fans ihn ernst nehmen.

Gut, jetzt aber zum Logik-Problem, der meinen Bullshit-Detektor wieder ausschlagen lässt. Okay, Hunter ist so mitgenommen und hat offensichtlich eine Gehirnerschütterung, sodass er den Kampf nicht fortsetzen kann. In dieser Situation habe ich als Referee zwei Möglichkeiten. Entweder ich fange an zu zählen und zähle Hunter aus. Aber nein, der Referee hat noch nicht mal angefangen zu zählen. Die zweite Möglichkeit ist, dass ich das Match abbreche und als Sieg für King Curtis Iaukea werte...

… zur kleinen Ehrenrettung von WWE sei erwähnt, dass auf der Homepage Axel als Sieger dieses Kampfes gewertet wird. Doch leider hat man bei RAW verpasst dies im Fernsehen zu kommunizieren., sodass es keine Sau mitgekriegt hat. Es mag eine Feinheit sein, aber geschadet hätte es Curtis Axel Rose auch nicht.

Und hey, ich konnte mich immerhin drei Tage zurückhalten, bevor ich mich nicht mehr beherrschen konnte und einfach ranten musste. Sorry, aber ich bin halt Old School und manchmal kann Logik durchaus helfen, damit Fans das ernst nehmen, was sie sehen.

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