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Die Wyatt Family - Ein düsterer Südstaaten Kult

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Kolumne
Ausgabe

"Die Wyatt Family - Ein düsterer Südstaaten Kult" von Prophecy
Während sich der ein oder andere fragte, was das denn für komische Typen sind, die da mit Hasenmasken irgendwo im Wald komische Sachen sagen, sind wir, die so besessen sind und sogar die Entwicklungsabteilung von WWE verfolgen, mindestens ein bisschen ausgemarkt. Da der Einspieler bei dem "normalen" RAW-Gucker aber offensichtlich nur Kopfschütteln oder Desinteresse auslöste – immerhin schaffte er es nicht einmal in den Bericht von Genickbruch.com – ist es wohl dringend notwendig, dass ich hier mal ein bisschen Licht ins Dunkel bringe.

Was wollen die eigentlich?
Der Leader Bray Wyatt debütierte vor etwas mehr als einem Jahr bei NXT und hielt Promos, wie wir sie am Montag sehen konnten. Man konnte ihn nicht wirklich greifen, aber schnell wurde er dann doch mit Max Cady aus Kap der Angst oder auch Waylon Mercy verglichen. Anfänglich schien er Züge eines religiösen Fanatikers zu zeigen, doch das entwickelte sich immer mehr hin zu einem Charakter eines dunklen Kult-Führers aus den Südstaaten.

Nach einigen Erfolgen in Singles Matches zog er sich (verletzungsbedingt) wieder darauf zurück düstere Promos zu halten. Zusätzlich begann er damit Anhänger zu rekrutieren. Sein ursprünglicher Gefolgsmann Eli Cottonwood wurde jedoch entlassen. Mit Luke Harper und Erick Rowan fand er jedoch zwei neue Anhänger, die während seiner Auszeit als Tag Team auf den Zerstörungspfad gingen. Während ihrer Kämpfe thront Wyatt selbst meistens auf einem Stuhl auf der Rampe und verfolgt von da das Geschehen. Natürlich mischt er sich trotzdem immer wieder ein und hat seinen Anhängern so schon zu einigen Siegen verholfen. Anfang diesen Jahres stieg Wyatt dann auch wieder selbst in den Ring und mit Hilfe der Family konnte er diverse Hochkaräter des Rosters besiegen.

Ihr Verhalten sagt sehr viel über die drei aus, vor allem über Rowan und Harper. Denn während ihrer Kämpfe suchen die beiden immer wieder Rat bei ihrem Führer. Auch eine sadistische Ader kann man nicht leugnen. Die Tatsache, dass sie immer wieder anderen Tag Teams einen Platz in der Family anbieten, nur um sie dann zurückzuweisen und zu zerstören. Das zeugt sowohl von dieser sadistischen Ader als auch davon, dass sie versuchen bei Wyatt Eindruck zu schinden.

Was steckt dahinter?
Wie ich ja bereits erwähnte, hat das Gimmick von Bray Wyatt starke Anleihen bei Max Cady, einer Figur, die dem Buch The Executioners entstammt und dann in Kap der Angst auch auf die Kinoleinwand kam. Cady war ein inhaftierter Vergewaltiger, der sich im Gefängnis bildete und nach seiner Entlassung sein Leben nur einem Ziel widmete – seinem Anwalt das Leben zur Hölle machen. Die religiösen Aspekte des Max-Cady-Charakters spielten in den ersten Veröffentlichungen keine große Rolle. Erst in der 1991er Neuverfilmung mit Robert DeNiro in der Rolle des Max Cady kamen diese hinzu. Tätowierte Bibelzitate zierten seinen Körper und er wähnte sich auf einem Feldzug.

Hinzu kommt noch der Einfluss von Waylon Mercy. Auch der von Dan Spivey verkörperte Charakter aus den 1990er Jahren war von Max Cady beeinflusst. Er zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass er über gute Dinge sprach und böse Dinge tat. So war er außerhalb des Ring lieb und nett, wurde im Ring jedoch zu einem totalen Psychopathen.

Wer sind die drei?
An dieser Stelle verlassen wir dann den faszinierenden Teil dieses Artikels und kommen zu den schnöden Fakten. Wer sich das Feeling erhalten möchte, der hört an dieser Stelle auf. All die anderen Nerds lesen weiter

Trotz des Vollbarts und der verlorenen Kilos dürfte den meisten aufgefallen sein, dass Bray Wyatt kein anderer als der Panzer mit dem Ferrari-Motor alias Husky Harris alias der Sohn von IRS ist. Nach dem Ende von The Nexus wurde er zurück nach Florida geschickt, um abzuspecken. Einige Zeit wrestlete er als Publikumsliebling Husky Harris, doch das änderte sich vor einem Jahr. Wyatt hatte schon vor dem Gimmickwechsel einen eigenen Look, jetzt umso mehr. Dazu ist er im Ring wirklich gut, also können wir uns auf viel Spaß mit ihm freuen.

Luke Harper ist vor allem den Independent Fans ein Begriff. Als Brodie Lee machte er sich in den verschiedenen Ligen einen Namen und beeindruckte als Big Man mit seiner ausgeprägten Agilität. Das Highlight seiner Zeit in den Indies war wohl ohne Frage seine Fehde mit Antonio Cesaro bei CHIKARA, die 2008 in einem Cage Match gipfelte. Ansonsten waren es vor allem die Miss-Matches gegen deutlich kleinere und leichtere Gegner, die ihn over brachten.

Erick Rowan hat eine Vergangenheit in kleines Indies im Mittleren Westen und durfte 2007 auch mal für eine Tour bei Pro Wrestling NOAH vorbei schauen. Seit 2010 steht er bei WWE unter Vertrag und verkörperte erst eine Art Wikinger, dann einen durchgedrehten Psycho Doc und schließlich wurde er zum zweiten Jünger der Wyatt Family.

Was können wir von der Wyatt Family erwarten?
Ich bin skeptisch. Klingt nach dem, was ich bisher geschrieben habe, komisch? Ich liebe das Gimmick und würde mich freuen, wenn es Erfolg hat. Aber es gibt den ein oder anderen Grund, warum ich zweifle. Bei Bray Wyatt mache ich mir persönlich keinerlei Sorgen. Ich bin schon immer ein Fan von ihm gewesen und hätte ihn nie so lange bei FCW bzw. NXT versauern lassen. Doch seine beiden Jünger machen wir Sorgen. Besonders Rowan ist einfach kein guter Wrestler. Im Tag Team wird man das hoffentlich gut verstecken können, aber eine lange und große Zukunft hat der bei WWE nicht. Man kann nur hoffen, dass er sich wenigstens so gut anstellt, dass er das Stable nicht runter zieht.

Doch auch Luke Harper macht mir Sorgen. In den Indies war ich ein Fan von ihm, weil ich richtig gut gemachte Matches zwischen Riesen und kleinen Wrestlern liebe. Das Problem an der Sache ist nur, dass Harper bei WWE eben kein Riese ist, sondern nur ein normal großer Wrestler. Da nützt ihm sein Moveset, mit dem er in den Indies beeindrucken konnte herzlich wenig. So ist er ein Brawler, nicht mehr und nicht weniger. Wie es einem gefeierten Big Man im Land der Riesen ergeht, haben wir erst im vergangenen Jahr bei Tensai erlebt, wo er plötzlich kein Big Man mehr war.

Warum könnte es aber vielleicht doch funktionieren? Der Hauptgrund ist Bray Wyatt. Doch es gibt noch mehr Anhaltspunkte. Auch wenn WWE mit dem Aufbau von Curtis Axel mal wieder ziemlich viel falsch macht und man einen Antonio Cesaro mittlerweile beerdigt hat ohne ihm eine richtige Chance zu geben, so hat man mit The Shield doch ein Beispiel dafür, dass man doch weiß, wie es geht. Wenn man die Wyatt Family so schützt, dann ist das eigentlich ein Selbstläufer … zumindest vom Gimmick her. Wrestlerisch sind die drei definitiv nicht auf dem Level von zumindest zwei der Mitglieder von The Shield.

Doch es gibt noch einen weiteren Grund, warum die Wyatt Family funktionieren kann, WENN man denn den Mut dazu hat. Das Gimmick unterscheidet sich radikal von all den anderen, meistens 08/15, Gimmicks, die wir sonst aktuell bei WWE geboten bekommen. Dadurch, dass man das Gimmick praktisch 1:1 übernommen hat, zeigt WWE den Mut zu etwas neuem. Bray Wyatt wird Kindern Angst machen. Bray Wyatt wird bei Kindern für Albträume sorgen, WENN man das Gimmick nicht verwässert. Das Gimmick der Wyatt Family ist edgy, es passt eigentlich nicht in die PG Era. Doch genau das könnte der Vorteil sein, WENN man keine Angst hat und es durchzieht.
 
 
 
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