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Prophecy's Puro Praxis #28 - Devitt is Running Wild!

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Kolumne
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"Prophecy's Puro Praxis #28 - Devitt is Running Wild!" von Prophecy
It's time! Zeit dafür, dass sich die Sprechstunde eures Puro Docs endlich mal wieder öffnet. Der ein oder andere wird sich vermutlich gewundert haben, warum es nach Dominion keine neue Ausgabe gegeben hat. Die Leser meiner facebook-Seite haben die Erklärung dafür bereits bekommen, aber für die anderen auch hier noch kurz. Auch wenn ich keine Ahnung habe, warum ihr auf meiner Seite noch nicht auf gefällt mir geklickt habt...

Es kamen einfach zwei Gründe zusammen. Einerseits hat mich das Wetter einfach davon abgehalten mich mal drei, vier Stunden hinzusetzen und eine Kolumne zu schreiben. Mal ehrlich, wer will es mir denn verübeln, dass ich bei 30 Grad lieber am See sitze als im völlig überhitzten Zimmer. Doch der noch wichtigere Grund ist einfach eine akute Unlust in Sachen Wrestling. Abgesehen von vier New-Japan-Shows habe ich in den letzten zwei Monaten keine einzige Show mehr durchgehalten, weil es mich einfach nur noch langweilt. Aktuell versuche ich mich mit dem guten, alten Kram aus den 90ern davon zu kurieren, aber selbst Ausnahmewrestler wie Chris Benoit und Chris Jericho haben es aktuell nicht all zu leicht. So, und da ich euch nur die beste Qualität bieten will, gab es dann ausnahmsweise mal keine neue Ausgabe. Doch wollen wir mal nicht so negativ sein und das positive sehen. Denn immerhin kann New Japan mich begeistern, obwohl Wrestling mich ansonsten ziemlich nervt. Und wenn das mal kein Qualitätsbeweis ist!

Da ich mit dem Best of Super Jr., Dominion und Kizuna Road ja praktisch drei Shows bzw. Touren bisher unkommentiert stehen gelassen habe, würde eine komplette Betrachtung ziemlich lang werden. Ich beschränke mich also bei der Bewertung der einzelnen Shows gleich darauf Dominion kurz in den Himmel zu loben und werde mich dann auf die wichtigsten Entwicklungen stürzen und diese themen- und nicht showbezogen zusammenfassen und wie gewohnt kommentieren.

Warum war Dominion 6.22 so gut?
Der erste Grund ist natürlich, dass das gebotene Wrestling wirklich richtig gut war. Doch da gibt es noch einen wichtiger Faktor, der zumindest meine Wahrnehmung der Show maßgeblich beeinflusst hat – und auch die anderer Zuschauer, wenn man dem Internet glauben darf. Die Show war deutlich besser als es die Card versprochen hat. New Japan hat in diesem Jahr so viele Shows präsentiert, die schon im Vorfeld viel versprochen haben. Meistens haben sie die hohen Erwartungen dann auch bestätigt. Aber diese Card war hält relativ unspektakulär und das Ergebnis hat die Erwartungen deutlich übertroffen. Dass so eine Show dann gleich nochmal besser wirkt, dürfte logisch klingen. Es ging schon beim Opener los. Man hatte ich keine Lust auf das gefühlt zwanzigste Aufeinandertreffen von Forever Hooligan und den Time Splitters. Doch dabei heraus kam ein ausgezeichnetes Match, das beste dieser beiden Teams gegeneinander. Vom 3-Way um die IWGP Tag Team Titles sowie dem Match um den NWA World Heavyweight Title habe ich überhaupt nichts erwartet, da ich einerseits Yano und Iizuka und TenKoji in einem Match zusammen absolut uninteressant finde und andererseits Manabu Nakanishi einfach nur noch schlecht ist. Doch der 3-Way bot wenigstens eine ordentliche Intensität und im Match um den NWA-Gold tat Rob Conway alles, um Nakanishi wenigstens zu einem Match zu ziehen, das noch irgendwie in Ordnung geht. Okay, es war eher schlecht, aber nicht WWE-schlecht – wo Diven ja teilweise nicht mal wissen, wie man richtig in die Seile läuft. Beide wussten, was sie da tun. Nakanishi kann halt nur nicht mehr so richtig. Das folgende Match zwischen Suzuki-gun und CHAOS war dann wieder großartig und bot vor allem im Duell Suzuki gegen Ishii intensive Momente. Anschließend gab es ein gutes Comeback von Tetsuya Naito, der zwar noch nicht auf dem Level von vor seiner Auszeit war, aber es macht auf jeden Fall Hoffnung.

Und dann! Heilige Scheiße! So ein Match bestreitet man nicht und wenn dann nur einmal in seinem Leben bei WrestleMania oder meinetwegen am 4. Januar im Tokyo Dome, wo es sich auch lohnt. Katsuyori Shibata und Hirooki Goto haben sich hier verprügelt, anders kann man das schon gar nicht mehr ausdrücken. Immer auf die Fresse in einem wahnsinnig intensiven Shootstyle Match, das meiner Meinung nach nicht zu toppen sein wird. WOW! Tanahashi gegen Devitt war dann der komplette Kontrast, bot es doch zum einen traditionelles Wrestling und zum anderen durch die Eingriffe des Bullet Clubs auch Sports-Entertainment-Elemente. Puristen mögen sich drüber aufregen, aber dann sollen sie halt MMA gucken. Der Main Event dann abermals einfach viel besser als erwartet. Makabe und Okada hätte ich so ein gutes Match zusammen nicht zugetraut und bäm, schon wieder die Erwartungen deutlich übertroffen. Ach ja, zudem fand die Show noch in Osaka statt, wo das Publikum traditionell sehr gut dabei ist. Das macht die Show natürlich auch gleich nochmal ein Stück besser. Also, absolute Empfehlung sich die Show anzugucken und zwar für jeden, nicht nur für Puro-Fans.

So, kommen wir dann jetzt zu den wichtigsten Storylines und Entwicklungen bei New Japan seit der Best of the Super Jr. Tour.

Prince Devitt rockt Japan
Da ja nicht jeder meiner Leser auf dem Boardhell mit liest, möchte ich auch hier kurz ein Statement dazu abgeben, warum ich persönlich mit den für New Japan untypischen Eingriffen des Bullet Clubs in jedes Match von Prince Devitt perfekt klar komme. Eigentlich habe ich mit diesem einleitenden Satz schon alles gesagt. Denn es ist einfach total untypisch für New Japan und wirkt deswegen so unglaublich gut! Es ist nicht zu übersehen, dass das Publikum absolut fantastisch auf den Real Rock 'n' Roller reagiert. Innerhalb kürzester Zeit haben sein Auftreten und diese Eingriffe dazu geführt, dass Devitt der meist gehasste Wrestler bei New Japan ist. Das ist für ein Junior Heavyweight nun wirklich eine Seltenheit. Also, es funktioniert perfekt, so wie es ist. Bei WWE hat man pro Show mindestens drei Eingriffe in Kämpfe. Dass das dann kaum Reaktionen hervor ruft, sollte klar sein. Wenn es aber hier einmal pro Show passiert und das immer zu Gunsten der gleichen Person, dann sorgt das logischerweise für die gewünschten Reaktionen. Der eine Fan mag diese Eingriffe nicht, ich mag TenKoji gegen Yano und Iizuka nicht, der nächste mag die Shootstyle-Matches nicht und ein anderer mag Tanahashis Art Kämpfe zu führen nicht. Aber hey, das passiert alles jeweils nur einmal auf der Card.

Damit zurück zu den Entwicklungen rund um Prince Devitt, der beim diesjährigen Best of the Super Jr. Geschichte geschrieben hat und das ausgerechnet auch noch bei der Jubiläumsausgabe, der zwanzigsten Auflage des Turniers. Denn der Ire ist zwar nicht der erste Wrestler, der das Turnier ungeschlagen gewinnt – das war Jushin Thunder Liger vor einigen Jahren auch gelungen. Doch damals hatte Liger vier Kämpfe weniger zu bestreiten, sodass Devitts Erfolg höher einzuschätzen ist. Hinzu kommt noch, dass Liger damals nicht als IWGP Junior Heavyweight Champion ins Turnier ging, Devitt hingegen schon. Leider verletzte sich sein ehemaliger Tag Team Partner Ryusuke Taguchi im letzten Vorrundenkampf und musste so im Halbfinale ersetzt werden, sodass es nicht zum Finale Devitt gegen Taguchi kommen konnte. So oder so hat Devitt damit seine Vormachtstellung in der Division eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Als Belohnung dafür hatten die Offiziellen von New Japan eine besondere Überraschung für ihn. Sein Match gegen Hiroshi Tanahashi bei Dominion sollte nicht nur irgendein Match in der Fehde Tanahashis mit dem Bullet Club werden, sondern wurde zu einem #1-Contender Match auf dem IWGP Title gemacht. Erneut mischten sich hier die anderen Mitglieder des Bullet Clubs ein und sorgten für die Entscheidung. Doch bevor er sein Match gegen Okada bekommen sollte, stellte sich ihm dessen Manager Gedo in den Weg. Dieser forderte nämlich einen Kampf um den Junior Title. Der Champion nahm die Herausforderung an und so kam es in der Korakuen Hall zum Kampf. Es war abermals ein sehr gutes Match, das auch auf jeder PPV-Card einer der besten Kämpfe gewesen wäre. Okada sorgte in diesem Match dafür, dass der Bullet Club keinen Einfluss nehmen konnte, dennoch setzte sich Devitt durch und traf nun am vergangenen Samstag zum ersten Mal in seiner Karriere um den IWGP Heavyweight Title an.

Hier sollte Devitts rasanter Aufstieg dann allerdings einen ersten Dämpfer bekommen. Denn weder die Eingriffe des Bullet Clubs, noch der Bloody Sunday oder ein Double Foot Stomp mit einem Stuhl auf der Brust Okadas konnten den Champion niederringen. Nach einem Dive auf alle Mitglieder der Bullet Clubs hatte Okada sich die nötige Freiheit verschafft und Anderson & Co. mussten mit ansehen wie Okada und Devitt mehrfach ihre Finisher konterten bis Okada dann schlussendlich doch mit dem Rainmaker durch kam und seine dritte Titelverteidigung perfekt machen konnte. Für Okada bedeutet dies übrigens, dass seine zweite Regentschaft nun schon eine Titelverteidigung länger dauert als seine erste. Beide Männer werden sich schon bald wieder sehen. Am 1. August werden die beiden den Main Event des ersten Tages des diesjährigen G1 Climax bestreiten. Doch dazu später mehr.

Holy Shit Shibata
Haltet von Katsuyori Shibata und Kazushi Sakuraba, was ihr wollt. Aber meine persönliche Liste für das Match of the Year wird ganz klar von diesen beiden Männern dominiert. Ich kann mich noch fast Move für Move an das absolut fantastische Match zwischen Sakuraba und Shisnuke Nakamura erinnern. Bei Dominion packte Shibata nun mit Hirooki Goto unter völliger Missachtung ihrer eigenen Gesundheit einen Klassiker aus. An dieses Match wird man sich noch jahrelang erinnern und dabei eine Gänsehaut bekommen. Ganz ehrlich, solche Kämpfe will ich eigentlich nicht sehen, weil ich dabei immer daran denken muss, dass die Wrestler sich dabei ihre Körper noch mehr kaputt machen als es bei unserem schönen Sport eh schon der Fall ist. Doch diese Kämpfe haben einfach eine unglaubliche Faszination und es war einfach One for the Ages! Die beiden Ringerkollegen und Freunde aus Unizeiten bekriegen sich nun schon seit Anfang des Jahres. Im Januar verlor Goto an der Seite Wataru Inoues gegen die beiden Shooter und zwei Monate später fuhr er zusammen mit Yuji Nagata einen Sieg ein, als der Referee das Match auf Grund einer Verletzung Sakurabas stoppte. Während Sakuraba erst am vergangenen Samstag wieder zurückkehrte, führte Sakuraba diese Rivalität dann alleine weiter. Einem Double Count Out bei Dontaku folgte dieses wahnsinnige Match bei Dominion, in dem sich Sakuraba durchsetzen konnte. In Akita gab es nun das dritte Singles Match und erneut gab es eine unmenschliche Schlacht zwischen den beiden, die abermals in einem Double Count Out endete. Ihr habt noch immer nicht genug davon? Kein Problem, beide stehen im Climax in einer Gruppe!

Wie erwähnt ist auch Kazushi Sakuraba nach seiner Ellenbogenverletzung wieder zurück und traf am Samstag in einem langerwarteten Kampf direkt auf Yuji Nagata. Der NJPW-Veteran konzentrierte sich in diesem ebenfalls sehr starken Shootstyle Match auf den gerade erst verheilten Ellenbogen seines Gegners, war dann allerdings für einen Moment unaufmerksam und musste dafür bezahlen. Als Nagata nämlich seinen Backdrop Hold zeigen wollte, konterte Sakuraba diesen geschickt in einen Cross Armbreaker und sicherte sich damit den Sieg. Aber auch dieses Duell werden wir nicht zum letzten Mal gesehen haben. Im Gegensatz zu Shibata wird Sakuraba zwar nicht am G1 Climax teilnehmen, aber Sakuraba und Nagata machten nach dem Match am Samstag klar, dass beide noch einmal miteinander in den Ring wollen.
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