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11 Gründe, warum ihr unbedingt Lucha Underground gucken müsst

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Kolumne
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"11 Gründe, warum ihr unbedingt Lucha Underground gucken müsst" von Prophecy
38 Stunden Lucha Underground sind seit dem Oktober 2014 bereits über die Fernseher hunderttausender Amerikaner geflimmert und zusätzlich über die Computerbildschirme von etlichen Fans weltweit, die sich die Shows über die verschiedensten Wege besorgten. Für eine neue Wrestlingpromotion ist es ziemlich schwer von Null an alles aufzubauen. Aber Lucha Underground hat besonders eine Sache sehr richtig gemacht: Es sieht komplett anders aus als das, was wir sonst gewohnt sind.

Die Shows wurden in East Los Angeles in einem umgebauten Lagerhaus aufgezeichnet, das in den Shows den Namen The Temple trägt. Die Halle fasst bei weitem nicht so viele Zuschauer wie eine Arena von World Wrestling Entertainment und auch die Impact Zone dürfte größer sein. Doch trotzdem wirken die Shows einfach groß. Das Publikum ist immer voll und ganz mit dabei und die Kameraführung lässt den Temple einfach Big Time wirken.

Am vergangenen Mittwoch lief bereits die erste Hälfte des Season Finales namens Ultima Lucha, doch die Hauptkämpfe folgen in wenigen Tagen und ihr solltet euch diese Show einfach nicht entgehen lassen. Nicht umsonst hat die erste Staffel auf IMDB eine Wertung von 9,2/10 Sternen. Doch eigentlich solltet ihr viel mehr alles dafür tun, um euch die vorherigen 38 Shows noch zu besorgen und zu gucken. Warum? Darum!

11. Der Stil: High Flying
Man muss den Stil von Lucha Underground nun wirklich nicht lieben. Für meinen Geschmack ist es zu oft viel mehr eine Stuntshow als eine Wrestlingshow, wenn wieder einmal wild durch die Gegend geflogen wird. No Selling ist an der Tagesordnung. Lance Storm tätigte einmal die Aussage, dass Lucha Libre wie ein Porno sei – viel Action, die keinen Sinn machen muss. Jetzt werden die Fans aus der Mexiko-Sektion des Boardhells vermutlich Sturm laufen und ich muss auch sagen, dass das grundsätzlich nicht zwingend so sein muss, aber eben doch oft genau so wirkt.

So, und selbst ich als jemand, der mit diesem Stil eigentlich nicht so viel anfangen kann, finde es passend und erfrischend. Die Show ist nun einmal in erster Linie auf Lucha Fans ausgerichtet, wohlgemerkt mit dem Ziel neue Fans genau dafür zu gewinnen. Und erfrischend ist es sowieso, erst recht für Fans, die nur den Einheitsbrei von WWE gewohnt sind. Abgesehen von Brock Lesnar wrestlet im WWE Universe doch nun wirklich jeder Wrestler die gleichen Kämpfe. Klar, jeder hat seine typischen Moves und Sequenzen, aber der Kampfaufbau ist trotzdem identisch.

Wer sowieso schon immer mal den Blick über den Tellerrand, beispielsweise zu New Japan Pro Wrestling oder zu Ring of Honor, wagt, der kommt dort ebenso in den Genuss von anderen Stilen. Da sucht sich dann jeder Fan den Stil heraus, der ihm am meisten gefällt. Doch eigentlich sind wir uns doch einig, dass es die Mischung macht. Und den Stil von Lucha Underground bekommt ihr sonst nirgends außerhalb des spanischsprachigen Bereichs.

10. Alte Besen, neue Kleider #1: Chavo Guerrero Jr.
Eddie Guerreros Neffen will doch eigentlich niemand mehr sehen. Doch wie sieht es mit Chavo Guerrero aus, wenn sein Onkel überhaupt keine Rolle mehr spielt? Dann wird aus dem nervigen Typen, der gefühlt nur noch vom Namen eines Toten lebt, plötzlich ein interessanter Charakter. Chavo debütierte gleich in der ersten Ausgabe von Lucha Underground und es sah so aus als müssten wir ihn in seiner alten Rolle ertragen. Doch schon nach der zweiten Episode war er zum Heel geturnt. Ganz bewusst wurde damit gespielt, dass er in den vergangenen Jahren all das nur gespielt hatte, um den Fans zu gefallen und vom Namen Guerrero zu profitieren. Davon habe er nun allerdings genug gehabt und wollte seinen eigenen Weg gehen.

Mit einem kleinen Schritt, der gefühlt allerdings ein großer war, war Chavo Guerrero nach langer Zeit endlich mal wieder interessant. Chavo ist keine der zentralen Figuren von Lucha Underground und stand bei Ultima Lucha sogar überhaupt nicht auf der Card. Seine Fehde mit Blue Demon Jr., die diesen fast ein halbes Jahr aus den Shows schrieb, war allerdings ein elementarer Bestandteil der ersten Wochen und führte schlussendlich zum Match zwischen Blue Demon und El Texano bei Ultima Lucha. Zusätzlich arbeitet Chavo als Producer hinter den Kulissen der Show und hilft dabei die Kämpfe zu planen. In dieser Rolle ist er wahrscheinlich sogar noch wichtiger für Lucha Underground, aber auch in seiner Rolle als Wrestler macht er plötzlich wieder sehr viel Spaß.

9. Der Boss: Dario Cueto
Das Gimmick des bösen Bosses wurde von Vince McMahon in der Attitude Era nahezu perfekt verkörpert. Seitdem wurde dieses Gimmick in nahezu jeder Promotion der Welt eingesetzt und mittlerweile kann es eigentlich niemand mehr sehen. Demnach dürfte es also kein Grund sein, warum ihr euch Lucha Underground unbedingt ansehen müsst. Zwei Gründe sorgen jedoch dafür, dass es das eben doch ist. Der erste Grund ist die tolle schauspielerische Leistung von Luis Fernandez-Gil, den deutsche Fans vielleicht aus seiner Nebenrolle in Jack & Jill kennen. Er verkörpert die Rolle von Dario Cueto mit einer Glaubwürdigkeit, die seines gleichen sucht. Zudem merkt man ihm einfach an, dass er ein professioneller Schauspieler ist und eben nicht nur ein professioneller Wrestler, der schauspielert... oder eben nur versucht zu schauspielern.

Der zweite Grund, der Dario Cueto auch von allen mir bekannten bösen Bossen der Wrestlingwelt unterscheidet, ist die Tatsache, dass er nur auf seinen persönlichen Vorteil bedacht ist und zu all seinen Wrestlern gleich böse ist. Er ist einfach ein bösartiger Promoter, der alles dafür tut, damit seine Show spektakulär ist. Dafür knüpft er immer wieder kurzlebige Allianzen, meist durch den Einsatz von Geld oder anderen Schmiermitteln, die er aber sofort wieder aufkündigen kann, wenn sich eine bessere Option für ihn auftut. Das führt wiederum dazu, dass es eben nicht diese ständigen Eingriffe zu Gunsten der Lieblinge des bösen Bosses kommt. Disqualifikationen waren in den ersten Monaten der Show eine absolute Seltenheit. Erst auf der Zielgeraden in Richtung Ultima Lucha kamen sie öfter vor. Da sie zuvor aber sehr selten waren, bekamen sie eine entsprechende Bedeutung.

8. Alte Besen, neue Kleider #2: John Morrison
John Morrison aka. Johnny Mundo war dafür bestimmt bei World Wrestling Entertainment ein Superstar zu werden. Schließlich ging er den Weg über die dritte Staffel von Tough Enough, die er sogar für sich entscheiden konnte. Es ließ sich nach seiner Vorbereitungszeit bei Ohio Valley Wrestling auch ziemlich gut an. Sowohl mit Joey Mercury als auch mit The Miz mischte er die Tag Team Division auf. Als Singles Wrestler sollte es zwar zum ECW Title reichen, doch außerhalb des kleinsten Brands reichte es nie zum großen Durchbruch. Woran auch immer es gelegen haben mag, vielleicht an seinen Promo Skills, WWE hat ihn auf jeden Fall nicht vom Hof gejagt. Wenn die Gerüchte stimmen, hat man ihm 2011 sogar einen Fünf-Jahres-Vertrag angeboten, den er jedoch ablehnte, um eine Karriere im Filmbereich zu verfolgen.

Nebenher wrestlete er jedoch weiter und so kam er dann auch zu Lucha Underground. Die Promotion ist für ihn nahezu optimal. Schließlich werden die Shows in seinem Wohnort Los Angeles aufgezeichnet und näher kommt er der Filmindustrie in Sachen Wrestling sicherlich nicht als mit Lucha Underground. Zudem steht er in den Shows absolut im Fokus. So ist er ohne Frage der us-amerikanische Top Star der Promotion. Direkt von der ersten Episode an wurde er als Superstar aufgebaut und nicht umsonst stand er im Main Event der ersten Episode und konnte hier unter Beweis stellen, was für ein großartiger Wrestler er ist. Wie groß das Vertrauen der Macher hinter Lucha Underground in ihn ist, zeigt auch die Tatsache, dass er im Iron Man Match stand, das eine ganze Show lang dauerte.

Was viele ehemalige Wrestler bei New Japan erleben und sie auf neue Level hebt, scheint Johnny Mundo auch bei Lucha Underground widerfahren zu sein. So haben die Offiziellen einfach Vertrauen in ihn und er zahlt es mit starken Leistungen und einem offensichtlichen Selbstbewusstsein hundertprozentig zurück.
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