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Ist Seth Rollins noch zu retten?

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"Ist Seth Rollins noch zu retten?" von Prophecy
Am 2. Juni 2014 turnte Seth Rollins gegen seine Weggefährten von The Shield und schloss sich The Authority [3] an. An der Seite von Roman Reigns und Dean Ambrose arbeitete er famos und danach wurde er sogar noch besser. Er hat mittlerweile eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er im Jahr 2015 einer der besten Wrestler überhaupt ist. Im März diesen Jahres schrieb er schließlich Geschichte, als er als erster Wrestler den „Money in the Bank“-Koffer bei WrestleMania einlöste, als er den Kampf zwischen Brock Lesnar und Roman Reigns unterbrach.

Seit Anfang September steht Seth Rollins Rekord in ausgestrahlten Kämpfen nun allerdings bei 2:9 und auch auf Singles Matches bezogen sind 2:6 nun wirklich auch kein Rekord für einen Champion. Gefühlt wird Rollins aktuell sogar noch schlechter dargestellt als Jack Swagger und Rey Mysterio während ihrer Runs als Champions. John Cena hingegen kann eine Bilanz von 5:0 in Singles Matches aufweisen. Wenn wir das ganze also logisch angehen, müsste eigentlich Cena Champion sein – zumal zwei seiner Singles Matches klare Siege über Rollins beinhalten.

Der steile Aufstieg von Rollins wurde jäh gestoppt. Seine Leistungen als Champion sind nach wie vor herausragend, aber das Booking ist grauenhaft. Durch dieses Bookings kann er sein volles Potential einfach nicht ausschöpfen. Ob die sinkenden RAW-Ratings nun wirklich auf seine schlechte Darstellung als Champion zurückzuführen sind, lasse ich mal dahingestellt, aber einen positiven Effekt wird es sicherlich nicht haben. Nichtsdestotrotz ist es für Rollins natürlich noch nicht zu spät, um das Ruder herum zu reißen. Doch dafür müssen die Verantwortlichen bei WWE die Augen auf machen und die richtigen Schlüsse ziehen.

Larger than Life!

Ein wichtiger Faktor auf diesem Weg, den der Champion selber beeinflussen kann, ist ganz einfach die Tatsache, dass Rollins im Ring weiter diese großartigen Leistungen zeigen muss. Seine Mischung aus gutem technischen Wrestling und High Flying kann in der Main-Event-Region bei WWE aktuell eigentlich niemand sonst gehen. Nicht zuletzt sein Kampf gegen Sting hat gezeigt, dass er nicht nur gegen andere Wrestler in absoluter Topform großartige Kämpfe zeigen kann. Sting präsentierte sich zwar in einer körperlich sensationellen Verfassung und ist einfach ein sehr guter Wrestler, aber für gute Kämpfe braucht er mittlerweile einen starken Gegenüber. Und trotz der Verletzung, die sich der Stinger in diesem Kampf zuzog, war es ein starker Kampf.

Genau diese Fähigkeiten im Ring sind es, die Seth Rollins von der breiten Masse abheben. Bei WWE wird gerne von „Larger than Life“ gesprochen. Viele reduzieren dies immer nur auf die Körpergröße oder vielleicht noch die Körpermasse. Doch dabei übersehen sie die wirkliche Bedeutung dieses Begriffs. Denn auch ein Daniel Bryan war ohne Frage Larger than Life. Bei diesem Begriff geht es schlicht und ergreifend darum, wen die Fans als Star wahrnehmen. Und das tun sie eben nicht nur bei einem André the Giant oder Yokozuna. Larger than Life sind all diejenigen, die in einer oder optimaler Weise mehreren Kategorien so weit allen anderen voraus sind, dass sie positiv herausstechen. Und Seth Rollins ist im Ring meiner Meinung nach absolut Larger than Life!

Was allerdings einer Veränderung bedarf, sind seine Promos! Was vor seinem Run als Mitglied von The Shield wohl nur die wenigsten geahnt hatten, ist die Tatsache, dass er selbst im direkten Vergleich mit dem extrem talentierten Dean Ambrose in Sachen Promos mithalten kann. Davon kann er in letzter Zeit allerdings nicht mehr viel zeigen. Er bringt seine Promos weiterhin stark rüber, aber das Material, das er von den Schreibern bekommt, ist schlecht bis grauenhaft. Diese 25-minütigen Eröffnungssegmente, in denen er als heulendes kleines Mädchen rüberkommt, und nebenher die Standardsprüche, die schon seit Jahren niemanden mehr hinterm Ofen hervorlocken, abspult, sind für ihn absolut kontraproduktiv.

Auch sein Finisher sollte mal überdacht werden. Zugegeben, beim aktuellen Booking sehen wir diesen eh so gut wie nie. Aber grundsätzlich sollte er den Pedigree dringend los werden. Wenn der Curb Stomp nicht mehr gezeigt werden soll, dann hat er noch einen anderen Move in der Hinterhand, den er in den Indies lange Zeit als seinen Finisher hatte, nämlich den Phoenix Splash. Als Heel ist so ein spektakulärer Finisher zwar eigentlich nicht das Wahre, aber wenn in absehbarer Zeit sowieso ein Turn zum Babyface ansteht, dann könnte dieser auf diese Weise schon einmal vorbereitet werden. Meinetwegen könnte es auch ein anderer Move sein. Nur der Pedigree sollte es eben nicht mehr sein. Das wirkt einfach so als würde Rollins sich in der zweiten Reihe hinter Triple H einordnen.

Finish The Game!

Apropos Triple H, das Match gegen diesen und der damit verbundene Turn zum Babyface ist unvermeidlich. Es wiederholt sich das Szenario, das wir damals zwischen Triple H und Randy Orton gesehen haben. Beim Legend Killer hat es gewirkt und er wurde zu einem der größten Stars der Promotion. Hunter missfällt Rollins Verhalten oft und anders herum versucht sich Rollins immer wieder seine Hörner abzustoßen, indem er gegen Hunter und Stephanie McMahon stichelt. Allerdings muss hier nun bald der Blow-Off folgen. Denn in der Konstellation spielt Rollins, obwohl er der Champion ist, nur die zweite Geige. Und völlig außer Frage steht, dass Rollins dieses unausweichliche Match klar und deutlich gewinnen muss. Weder darf es irgendwie in Frage stehen, dass Rollins verdient gewonnen hat, noch darf das eine Geschichte sein, die 1:1 ausgeht. Das ist eine dieser typischen Fehden, die nach einem einzigen Kampf beendet sein müssen, weil sonst der Wrestler auf dem Weg nach oben Schaden nimmt.

So wenig er das Match gegen Triple H verlieren darf, so wenig darf er in nächster Zeit überhaupt verlieren! Wie eingangs geschrieben, wird er als Champion noch schlechter dargestellt als Rey Mysterio. Es ist die eine Sache, dass er außerhalb seiner Kämpfe wie ein Feigling wirkt, aber wenn er dann auch noch Match um Match verliert, geht das ganz schnell nach hinten los. Eigentlich hatte er den Kampf und damit den Titel gegen Brock Lesnar bereits verloren und wurde lediglich von The Undertaker gerettet. Wenig später setzte es eine Reihe von Niederlagen gegen John Cena und auch sonst wird er gerne mal besiegt. Effektiv ist Rollins eine Lachnummer, der unwürdigste Champion seit langer Zeit, vielleicht aller Zeiten – zumindest so wie er dargestellt wird. Damit muss es ein Ende haben! Da muss jetzt eine Siegesserie gestartet werden und im Optimalfall wehrt er auch den Cash-In-Versuch von Sheamus erfolgreich ab.

Der Turn zum Babyface ist übrigens auch keine zwingende Notwendigkeit. Es besteht schließlich auch die Möglichkeit, dass Triple H in einer Fehde zwischen den beiden als Babyface durchgeht. Hunter und Stephanie turnen mittlerweile ja sowieso jede Woche und verkörpern je nachdem wie es gerade gebraucht wird mal die Guten und mal die Bösen.

Conquer the Streak

Bei Battleground wurde Seth Rollins von Brock Lesnar zerstört und hätte eigentlich den Titel abgeben müssen. The Beast hat in den vergangenen drei Jahren eine einzige klare Niederlage vorzuweisen, nämlich die äußerst kontroverse gegen den Undertaker vor kurzem. Die logische Konsequenz müsste also sein, dass Lesnar mittelfristig einen weiteren Titelkampf bekommen muss. Das einfachste Szenario wäre hier, dass er durch das Rumble Match pflügt und sich damit einen Shot auf den Title bei WrestleMania sichert. Wer wird dann sein Gegner? Wie wäre es denn mit Rollins? Kane wird ihm den Titel jetzt nicht abnehmen und auch direkt danach sehe ich angesichts der Auszeit von John Cena keinen gefährlichen Herausforderer. Beim Rumble könnte Rollins seinen Titel dann endlich mal erfolgreich gegen Cena verteidigen, sich dann auf The Beast konzentrieren und…

Brock besiegen! Das wäre ein großer Erfolg und würde ihn noch einmal auf ein neues Level hieven. Brock Lesnar ist aktuell ohne Frage der größte Superstar, den World Wrestling Entertainment zu bieten hat. Er braucht den Sieg gegen Rollins nicht und kann ruhig auch mal wieder verlieren. Damit würde Seth Rollins praktisch in die Rolle von Roman Reigns schlüpfen, der durch den Sieg über Brock bei der diesjährigen Mania eigentlich den ultimativen Push bekommen sollte. Und genau dafür hat man Brock die Streak vom Undertaker brechen lassen – damit er jemand anderen auf das höchste Level katapultieren kann. Wenn WWE die Eier hat, um das durchzuziehen, dann wäre an dieser Stelle der Grundstein gelegt, um John Cena als Top Babyface der Liga abzulösen… auch wenn Rollins zu diesem Zeitpunkt noch Heel wäre.

Als solcher stünde dann nur wenig später bereits der nächste Meilenstein an. Denn nur ein, zwei Monate nach WrestleMania hätte Seth Rollins dann die Chance CM Punk als am längsten amtierender Champion der Modern Era abzulösen. Das würde sicherlich auch Vince gefallen. Gerade erst wurde AJ Lees Rekord gebrochen und damit wäre auch Punk weg vom Fenster. Natürlich sollte das ganze in den Shows ausgeschlachtet werden. Auch wenn Punk nicht auftreten wird, so sollte der Bruch des Rekords in die Köpfe der Fans gehämmert werden. Und die Fans würden darüber reden, sie würden sich in Punk-Hater und Punk-Fans splitten und damit Rollins Entwicklung weiter vorantreiben.

Während andere Wrestler am Vergleich mit CM Punk scheitern würde, hätte Rollins alle Vorteile auf seiner Seite. Beide haben gute Promos und auch wenn Punk hier vielleicht etwas die Nase vorn hat, so ist Rollins der etwas bessere (vielleicht sogar viel bessere, je nachdem wen man fragt) Wrestler. Vor allem aber stand Punk damals trotz des Titelruns immer wieder nur in der zweiten Reihe. Seth Rollins hingegen kann von sich behaupten wirklich Main Event um Main Event gewrestlet zu haben und damit dem Titel auch gleich nochmal aufwerten.

The Pay-Off

Und dann kommt die ultimative Belohnung! Denn genau diese Entwicklung könnte zum ultimativen Face Turn von Seth Rollins führen. Er hätte sich als Fighting Champion etabliert und im Hintergrund lauert ein eifersüchtiger alter Weggefährte… Roman Reigns! Zeit für einen Double Turn! Während Rollins bereit ist, um durch den Turn den Platz von John Cena einzunehmen, kann Reigns durch den Heel Turn vielleicht genau das mitnehmen, was ihm aktuell noch fehlt. Ein späterer Turn zurück nach einem erfolgreichen Run als Heel würde dann natürlich kommen.

Damit hätte WWE schlussendlich nicht nur Seth Rollins gerettet und ihn zum Top Babyface der Liga aufgebaut, sondern gleichzeitig auch noch Roman Reigns wieder an die Spitze katapultiert. Optimal, oder?
 
 
 
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