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CHIKARAnism~~ #8: King of Trios 2015

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"CHIKARAnism~~ #8: King of Trios 2015" von Prophecy
48 Wrestler, 16 Trios, 15 Kämpfe... King of Trios! Eines der Highlights in jeder Season von CHIKARA ist das mittlerweile zum achten Mal ausgetragene King of Trios. In der Siegerliste finden sich so prominente Namen wie Mike Quackenbush, Icarus, Chuck Taylor oder auch der mittlerweile bei WWE beschäftigte Cesaro. Im Jahr 2015 reihten sich drei weitere prominente Namen ein, die aktuell auf einer Erfolgswelle schwimmen und im Jahr 2016 sicherlich wieder Woche für Woche auf dem Bildschirm vieler Wrestlingfans zu sehen sein werden.

Im King of Trios geht es weniger um die Storylines von CHIKARA. Diese werden natürlich nicht vergessen und spielen in einzelnen Kämpfen durchaus eine entscheidende Rolle. Doch für diese drei Tage steht der Spaß und das Wrestling im Vordergrund. Allerdings soll das ganze hier natürlich nicht zu einer Orgie von Sternen werden, denn zum einen setzt jeder diese Sterne anders ein und zum anderen war ich noch nie der Typ, der damit um sich geworfen hat. Stattdessen werde ich die einzelnen Runden und die Non-Tournament Action durchgehen und mich jeweils mit den Highlights beschäftigen, die ihr unbedingt gesehen haben solltet. Logischerweise wird es ab der zweiten Runde Spoiler geben. Daher habt ihr an dieser Stelle nun zwei Möglichkeiten. Entweder ihr akzeptiert das einfach oder aber ihr geht nach dem Teil übers Achtelfinale auf chikarapro.com und nutzt dort die Video-on-Demand-Möglichkeit. Die Shows kosten jeweils 11,99 US-Dollar oder aber ihr bestellt euch nur die Kämpfe, die ich euch hier empfehle. Einzelne Kämpfe kosten 1,99 US-Dollar. Bei der Umrechnung in Euro könnt ihr aktuell von ca. 90% ausgehen, also ca. 11 bzw. 1,80 Euro.

Das Achtelfinale

Am ersten Tag des Turniers gab es nur die acht Kämpfe der ersten Runde und es waren einige sehr schöne Kämpfe dabei. Neben den Regulars gab es auch in diesem Jahr wieder einige Gäste. So waren gleich zwei Teams aus England angereist und die blue World order (bWo) gab sich ebenso die Ehre wie das Team AAA aus Mexiko. Den Showstealer gab es dann auch gleich im Opener. Hier trafen Mark Andrews, Pete Dunne und Morgan Webster von ATTACK! Pro Wrestling auf die CHIKARA-Regulars Juan Francisco de Coronado, Mr. Azerbaijan und The Proletariat Boar of Moldova. Das Gimmick der letzten beiden ist, dass sie zusammen mit Prakash Sabar die eurasische Version von D-Generation X sind. Am deutlichsten wird dies bei Sabar, der ganz klar X-Pac imitiert. Doch auch bei den anderen ist dies klar. Als Co-Kommentator für dieses Match stand übrigens Sean Waltman parat... Aber egal, während die Ostblock-DX normalerweise zwar nett anzusehen ist, aber keine überragenden Matches bestreitet, war das Zusammenspiel mit den Briten hier großartig. Team Attack! präsentierte hier eine wirklich schön anzusehende Offensive, die sehr gut in die Story des Matches passte.

Das Match zwischen der blue World Order und der The Devastation Corporation (Max Smashmaster, Blaster McMassive & Flex Rumblecrunch) war in Sachen Wrestling zwar nicht so stark wie der Opener, aber es ist einfach großartig zu sehen wie viel Spaß Stevie Richards, The Blue Meanie und Hollywood Nova noch immer an diesem Gimmick haben. Mit der Corporation hatten sie Gegner, die mehr auf Kraft als auf Geschwindigkeit setzen. Das ist bei CHIKARA ja nun nicht gerade der Regelfall und so bewiesen die Verantwortlichen gutes Geschick bei der Zusammensetzung dieser Paarung. Dass Hollywood Nova sich die ein oder andere Anspielung auf die Rassismus-Affäre des Hulksters nicht verkneifen konnte, versteht sich von selbst. Bei der bWo war es natürlich Steve Richards, der die meiste Arbeit machte. Angesichts der Tatsache, dass er noch regelmäßig gute Matches in den Indies workt, sicherlich eine weitere gute Entscheidung. Sehr spaßiges Match!

Für alle Workrate-Marks bot das Aufeinandertreffen zwischen Battle Hive (Amasis, Fire Ant & Worker Ant) und dem BULLET CLUB (AJ Styles, Matt Jackson & Nick Jackson) dann wieder mehr. Stevie Richards hatte sich früher am Abend darüber beschwert, dass der Bullet Club ihm seinen Stevie Kick gestohlen habe. Die perfekte Vorlage für einige Superkicks der Young Bucks, die es in diesem Match natürlich auch wieder gab. Genauer gesagt gab es zwei Double Superkicks, zwei weitere Superkicks sowie schließlich auch noch eine Double Superkick/Pele Kick Combo. Wie bei diesen sechs Wrestler nicht anders zu erwarten, lieferten sie sich ein actionsreiches, schnelles Match, in dem es immer wieder hin und her ging. Überraschenderweise waren es aber nicht die Bucks und Styles, die mehr vom Match hatten, sondern die Heimmannschaft. Mehrfach hatten sie ihre aus Japan re-importierten Gegner am Rande einer Niederlage. Insgesamt wahrscheinlich sogar stärker als der Opener, aber hier war es zu erwarten, im Opener war ich mehr überrascht.

Im Main Event trafen schließlich die AAA-Vertreter Fénix, Aero Star und Drago auf den The Gentleman's Club (Chuck Taylor, Drew Gulak & Swamp Monster). Ja, beim Swamp Monster handelt es sich tatsächlich um ein Monster aus den Sümpfen, das komplett mit Moos und solchem Zeug überwuchert ist. Und soll ich euch noch was sagen? Genau mit diesem Team lieferten die AAAler ein wirklich gutes Match ab. Besonders Fenix konnte in diesem Match einmal mehr das zeigen, was man schon von Lucha Underground von ihm gewohnt ist. Es sollte mich nicht überraschen, wenn Fenix in der zweiten Staffel von LU die Rolle des Top Babyfaces einnehmen und mit Mil Muertes fehden wird. Hier beeindruckten er und seine beiden Kumpanen, wie nicht anders zu erwarten war, in erster Linie vor allem mit ihren Dives, aber auch sonst war es ein sehr schön anzusehendes Match, das sich vom Rest des Abends abhob. Das Match zeigte im Vergleich zum Co-Mainer (Eddie Kingston, Shynron & Ophidian vs. Hallowicked, Frightmare & Silver Ant), der enttäuschte, dass es nichts schlechtes sein muss sich vom traditionellen Matchaufbau zu lösen... wenn man einen anderen Plan hat. Letzteres fehlte beim Co-Mainer leider, in dem eigentlich nur Moves abgespult wurden.

Vier empfehlenswerte Kämpfe, ein Totalausfall und dazu drei Kämpfe, auf die ich nicht näher eingegangen bin, da sie nicht wirklich erwähnenswert waren.

Das Viertelfinale

An dieser Stelle vorsichtshalber nochmal der Hinweis, dass es ab jetzt logischerweise Spoiler gibt, da ich nicht über die zweite Runde schreiben kann ohne die Ergebnisse der ersten Runde zu verraten. Neben den vier Kämpfen der zweiten Runde bot der zweite Turniertag auch noch das Halbfinale im Rey de Voladores und weitere Non-Tournament Action. Doch dazu später mehr.

Das Team von Juan Francisco de Coronado und seine beiden Ostblock-DXler hatten es auch in der zweiten Runde wieder mit Briten zu tun. Dieses Mal waren es die Vertreter von Fight Club: PRO. Trent Seven, Tyler Bate und Daniel Moloney hatten am Vortag noch eine sehr durchschnittliche Leistung gegen die Die Bruderschaft des Kreuzes abgeliefert. Doch wie schon ihre Landsmänner am Tag zuvor harmonierten sie mit ihren Gegnern hier sehr gut. Allerdings muss man einfach sagen, dass ein Mann den anderen fünf ganz klar die Show gestohlen hat, nämlich der ecuadorianische Aristokrat. JFdC tritt zwar erst seit vergangenem Jahr bei CHIKARA auf, hat aber schon mehr Erfahrung vorzuweisen und so ist es nicht ganz richtig von einem Rookie zu sprechen. Bei CHIKARAs Tochterliga Wrestling is Fun! stand er seit vielen Jahren im Mittelpunkt und prägte die Liga wie kaum ein anderer. Seit seiner "Beförderung" zu CHIKARA beeindruckt er mit tollen Leistungen und wird immer noch besser. Seine Qualität stellte er in diesem Kampf einmal mehr unter Beweis. Wenn er im Ring steht, steht er einfach immer im Mittelpunkt. An JFdC werden wir hoffentlich noch viele Jahre großen Spaß haben und wenn die Verantwortlichen von World Wrestling Entertainment nicht ganz blind sind, dann wird er früher oder später auch dort landen.

Ein echter Rookie ist dahingegen Kevin Condron, der seit seinem Debüt im vergangenen Jahr direkt im Mittelpunkt der Storylines von CHIKARA steht. Im King of Trios trat er an der Seite von Lucas Calhoun und dem Missile Assault Man an. Gemeinsam trafen sie auf den Bullet Club. Dabei bewies Condron einmal mehr, dass er etwas neben der Spur ist... denn seiner Meinung nach seien Calhoun und AJ Styles auf einem Level – schließlich sei es für beide die erste Teilnahme am King of Trios. Logisch, oder? Die drei CHIKARA-Regulars haben nicht die Qualität ihrer Gegner. Doch wie man das gekonnt überspielt, das war in diesem Kampf eindrucksvoll zu sehen. Die drei versuchten nichts, was sie nicht können, sondern wrestleten ihren Stiefel herunter und setzten auch immer wieder Akzente, überließen die absoluten Highlights aber ihren Gegnern, weil sie es einfach können. Dazu war es ein relativ kurzes Match, aber angesichts der Konstellation war es genau die richtige Länge und so gut anzusehen.

Der Main Event des zweiten Tages war bereits einmal Thema in einem meiner Artikel, nämlich in der Karrierebetrachtung von UltraMantis Black. Denn dies war das Match, mit dem er aus den Shows geschrieben wurde. Das Duell war dabei das seiner Mannen Kodama, Obariyon und Oleg the Usurper gegen die Devastation Corporation. Dieser Kampf war mit den ganzen verschiedenen Konstellationen, die hier geboten waren, der Kampf mit der größten Storylineverwicklung. Während das manchmal ein Nachteil sein kann, war es hier ein großer Vorteil. Die Corporation sind einfach fantastische Bullies und diese Rolle spielten sie in diesem Match einmal mehr perfekt. Die meiste Zeit wrestleten sie ein Handicap Match gegen die Batiri, weil Oleg auf Grund der vertraglichen Bindung an Sidney Bakabella nicht ins Match eingreifen durfte. Dann doch der große Befreiungsschlag und der emotionale Moment als Mantis versuchte Oleg zu Hilfe zu eilen, dafür jedoch bitterlich bezahlen musste. Vielleicht war dieses Match rein wrestlerisch nicht das beste Viertelfinale, aber sicherlich für jeden emotional involvierten CHIKARA-Fan das Match, bei dem er am meisten mitgefiebert hat.

Der vierte Kampf, das Duell zwischen Team AAA und den Nightmare Warriors, war nun wirklich nicht schlecht, aber wenn ihr euch Zeit sparen wollt, dann spult vor und guckt euch die letzten Minuten des Kampfes an.
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