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Wer ist Shinsuke Nakamura? - Teil 1

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"Wer ist Shinsuke Nakamura? - Teil 1" von Prophecy
Wer ist eigentlich der Kerl, dem die Fans von New Japan Pro Wrestling bereits hinterher getrauert haben, als er noch gar nicht offiziell weg war? Der Typ, den viele Fans als den besten Wrestler der Welt bezeichnen. Das möchte ich in diesem Artikel versuchen zu erklären. Allerdings werde ich daran insofern sowieso scheitern, als dass man den King of Strong Style einfach gesehen haben muss, um den Hype zu verstehen. Ich kann mir hier einen Wolf schreiben und werde Shinsuke Nakamura sowieso nicht gerecht, da sich sein Swag einfach nicht in Buchstaben und Wörter übertragen lässt. Eingangs möchte ich mal aus einigen Kommentaren aus den beiden großen deutschen Wrestlingdatenbanken zitieren:

GB: „Tatsache ist: Über diesen Mann wird man noch in Jahrzehnten reden, wenn man über Ringpsychologie, Selling und Ring-Raffinesse spricht.“

GB: „Virtuoses Storytelling, überborderndes Charisma, Unnachgiebigkeit, Härte, Kuriosität, Fighting Spirit und Strong Style - all das vereint Nakamura in einem perfekten Komplettpaket. Was für ein verdammtes Genie!“

GB: „Sein unvergleichlicher Kampfstil, seine extreme Ausstrahlung und die unnachahmlichen Bewegungsabläufe machen ihn zu einer Besonderheit. “

CM: „He had something inside of him that he just realesed and when he mixed it with his great in ring skills he turned into the best in the world“

CM: „Perhaps the most charismatic performer in all of wrestling. The first time I saw this eccentric character walk down to the ring, part of me thought 'Is this guy for real? ', and the other had this nagging feeling that he would inevitably be one of my favourites. Thankfully with his in-ring skills, it only took a few minutes before I knew. I'm seeing something special here. Possessing a unique style based around his long legs and knees.“

CM: „Er vereint Elemente des ursprünglichen Strong Style und des aktuellen japanischen Heavyweight Wrestling auf eine Art, wie es nicht möglich schien. Dazu kommt seine unnachahmliche Art, sich im Ring zu bewegen.“

Vom Ringer zum Wrestler (und MMA-Fighter)

Der 1980 geborene Shinsuke Nakamura war bereits in der High School als Ringer aktiv und wurde später in der Universität sogar zum Kapitän seiner Mannschaft ernannt. 1998 holte er sich den Sieg in seiner Gewichtsklasse bei den nationalen Junior Olympics im Freistilringen. Bei der Qualifikation für die Weltmeisterschaft der Studenten landete im Jahr 2000 er auf dem dritten Platz, bevor er ein Jahr später Platz vier bei den nationalen Meisterschaften einfahren konnte. Weiter trieb er seine Ambitionen im Ringen jedoch nicht und stattdessen nahm er im September 2001 an der Aufnahmeprüfung des New Japan Dojos teil. Er bestand und wurde im März 2002 offiziell in das Dojo aufgenommen.

Bereits sechs Monate später debütierte Nakamura gegen Tadao Yasuda und beeindruckte vom ersten Moment an. Die als eher zurückhaltend bekannten japanischen Fans, deren Respekt sich Rookies erst einmal erkämpfen müssen, reagierten ungewöhnlich positiv. Spätestens hier erkannten die Verantwortlichen, dass sie ein großes Talent in ihren Reihen hatten, der nicht nur wrestlen, sondern auch direkt eine Verbindung zu den Fans aufbauen konnte. Bevor seine Wrestlingkarriere jedoch Fahrt aufnehmen konnte, trainierte Nakamura Vale Tudo und debütierte bei Antonio Inokis New Year Festival gegen Daniel Gracie. Nakamura verlor den Kampf. Inoki war besessen davon, dass seine Wrestler gleichzeitig auch großartige Kampfsportler sein sollten, damit sie von den Fans besser angenommen werden. So trat Nakamura weiterhin im MMA-Bereich an. Im Gegensatz zu vielen anderen Wrestlern schlug er sich auch ganz gut und kann so Siege über Jan Nortje und Alexey Ignashov vorweisen.

Doch seine Wrestlingkarriere sollte einen noch viel steileren Aufstieg erleben, als es im MMA jemals möglich gewesen wäre. Während Rookies in Japan normalerweise erst einmal einige Jahre in der Undercard untereinander wrestlen oder gegen Wrestler, die einen Level weiter oben stehen, verlieren, übersprang Nakamura diesen Schritt. Sei zweites Wrestlingmatch fand direkt bei der traditionellen Show am 4. Januar im Tokyo Dome statt. Anschließend nahm er an der Seite von Hiro Saito und Tatsutoshi Goto an einem [url=http://genickbruch.com/index.php?befehl=turniere&turnier=108Six Man Tag Team Turnier[/url] teil und konnte dies auch prompt gewinnen. Was für ein Start! So etwas waren die Fans in Japan nicht gewohnt. „Super Rookie“ schallte es desöfteren durch die Hallen und sofort standen die Fans hinter dem jungen Ringer.

Jüngster IWGP Heavweight Champion der Geschichte

Drei Jahre vor ihm waren die Rookies Hiroshi Tanahashi und Katsuyori Shibata debütiert und hatten anders als Nakamura sich erst einmal nach oben kämpfen müssen. Auch bei ihnen hatten die Verantwortlichen großes Talent erkannt und so ging es bei ihnen auch etwas schneller, aber Nakamuras Aufstieg stellte alles bisher dagewesene in den Schatten. New Japan war damals wirtschaftlich schwer getroffen und die Zuschauer strömten nicht mehr so wie in der Zeit zuvor. In den glorreichen 90ern prägte mit Masahiro Chono, Keiji Muto und Shin'ya Hashimoto drei Wrestler das Bild von New Japan. Zusammen wurden sie immer wieder als die Drei Musketiere von New Japan bezeichnet. Als nun Anfang der 2000er Jahre drei verheißungsvolle Rookies auf der Bildfläche auftauchten, waren die Hoffnungen, die in sie gesetzt wurden, spürbar und fasst schon erdrückend. Die neuen Drei Musketiere von New Japan, so wurden sie getauft. Zumindest zwei von ihnen sollten dem Druck standhalten. Einer der beiden war Shinsuke Nakamura.

Bereits im Juni, also gerade einmal sechs Monate nach seinem Full-Time-Debüt, wrestlete er seinen ersten großen Main Event für New Japan und das in der prestigeträchtigen Nippon Budokan, in der unter anderem auch der berühmte Kampf zwischen Antonio Inoki und Muhammad Ali stattfand. Er verlor zwar den Kampf gegen Yoshihiro Takayama, aber die Zuschauerzahl war absolut auf dem Level der vorherigen Shows von New Japan in der Halle, was jedoch gerade einmal eine halb volle Halle bedeutete. Die Konkurrenz von NOAH und All Japan Pro Wrestling hingegen verkaufte die Halle regelmäßig aus. Das war aber nicht Nakamura geschuldet, sondern der schlechten Situation von New Japan insgesamt. Als nächstes wartete auf den Super Rookie der G1 Climax, das große Sommerturnier von New Japan. Normalerweise treten hier die größten Namen von New Japan und Gastwrestler an. Nach nicht einmal einem Jahr im Geschäft schon teilzunehmen war eigentlich nicht möglich, Shinsuke Nakamura schaffte es trotzdem. Mit einer Bilanz von 2:4 scheiterte Nakamura zwar in der Vorrunde, aber die Teilnahme am G1 konnte ihm niemand mehr nehmen.

Dann wurde es plötzlich ganz verrückt. Ohne einen einziges großen Sieg in einem Singles Match bekam Shinsuke Nakamura für den 9. Dezember 2003 plötzlich einen Shot auf den IWGP Heavyweight Title zugesprochen. Im Osaka Prefectural Gymnasium, der Hochburg New Japans außerhalb von Tokio, stand er der japanischen Legende Hiroyoshi Tenzan gegenüber. Und was soll ich euch sagen? Nach nur einem Jahr und vier Monaten sicherte sich Shinsuke Nakamura im Alter von 23 Jahren als jüngster Wrestler überhaupt den IWGP Heavyweight Title. Es war eine der größten Überraschungen in der Geschichte des japanischen Wrestlings und sie katapultierte Nakamura direkt an die Spitze. Der Titelgewinn war gleichbedeutend mit der nächsten großen Ehre, nämlich das Bestreiten des Main Events im Tokyo Dome.

Hier revanchierte sich Nakamura für die Niederlage gegen Yoshihiro Takayama ein halbes Jahr zuvor, musste den IWGP Heavyweight Title allerdings trotzdem abgeben. Denn ein weiterer MMA-Kampf und eine daraus resultierende Verletzung zwang ihn dazu den Titel kampflos abzugeben. Nach seiner Verletzung bekam er direkt einen Shot auf den Titel, musste sich jedoch dem Champion Bob Sapp geschlagen geben. Bevor er sich seiner Wrestlingkarriere vollkommen zuwenden konnte, bestritt er im Mai einen letzten MMA-Kampf. Auf dem Weg zum G1 Climax 2004 konnte Nakamura einige Singles Matches für sich entscheiden. Im Turnier selber schlug er sich auch ziemlich gut und mit seinen erreichten acht Punkten beendete er die Gruppenphase zusammen mit fünf anderen Wrestlern auf dem geteilten ersten Platz. Im Entscheidungskampf gewann er gegen Masahiro Chono, scheiterte jedoch daraufhin an Hiroyoshi Tenzan, der sich damit für den Titelverlust aus dem Vorjahr rächen konnte.
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