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Wer ist Shinsuke Nakamura? - Teil 2

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Kolumne
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"Wer ist Shinsuke Nakamura? - Teil 2" von Prophecy
RISE to the Occasion

Zum ersten Mal nach drei aufeinanderfolgenden Main Events musste Shinsuke Nakamura 2007 wieder in der Midcard ran und das bekam ihm offensichtlich gar nicht. Denn er musste sich Toshiaki Kawada geschlagen geben. Dies war Nakamuras erstes Aufeinandertreffen mit einem der Mitglieder der Vier Säulen des Himmels. Ein Jahr später sollte er sich im G1 Climax revanchieren und Kawada pinnen können. 2008 sollte Nakamura dann in einem Tag Team Match gegen Mitsuharu Misawa kämpfen. Gegen Kobashi und Taue stand er hingegen nie im Ring.

Die erste Hälfte des Jahres 2007 bis hin zum G1 Climax war von den Fehden von BLACK gegen die von Hiroshi Tanahashi und Yuji Nagata angeführten Truppen von New Japan sowie Togi Makabes Great Bash Heel geprägt. Makabe konnte Nakamura zum Ende der Japanism Tour erfolgreich besiegen. Im New Japan Cup setzte sich Nakamura zudem gegen Toru Yano durch, bevor sich sein Körper zu Wort meldete. Der Aufbau der zusätzlichen Muskelmasse sowie die Umstellung seines Stils hin zu einem mehr als Strong Style fokussierten Stil machten sich bemerkbar. So konnte er zur zweiten Runde nicht mehr antreten. Glücklicherweise konnte er die Anfangsprobleme mit seinem neuen Stil überwinden und war später nicht mehr so verletzungsanfällig wie zu dieser Zeit. Ungewöhnlich viele Singles Matches standen in diesen Monaten auf dem Programm und egal ob die Gegner nur Tomoaki Honma, Tomohiro Ishii, Naofumi Yamamoto oder Hiroyoshi Tenzan hießen, sie alle mussten sich geschlagen geben. Nur einer trieb Nakamura vor sich her: Togi Makabe. Der Unchained Gorilla hatte nach der ursprünglichen Niederlage im Februar zwei Siege über Nakamura einfahren können, bevor es für beide in den Climax ging.

Dieser begann für Nakamura mit einem Wiedersehen mit Hiroshi Tanahashi und es sollte kein schnelles Wiedersehen sein. 30 Minuten, dann erklang der Gong und die beiden trennten sich Unentschieden. Für beide reichte es trotzdem für die Qualifikation fürs Halbfinale. Dort setzte sich Tanahashi gegen Togi Makabe durch, während es Shinsuke Nakamura mit Yuji Nagata zu tun bekam. Heute ist bekannt, dass Nakamura sich hier eigentlich hätte durchsetzen und auch das Turnier gewinnen sollen. Stattdessen kugelte er sich die Schulter aus und musste Nagata ins Finale einziehen lassen. Die Verletzung kostete ihn drei Monate, bevor er zurückkehren konnte. BLACK war mittlerweile Geschichte. Doch sein Ziel, den IWGP Heavyweight Title, hatte Nakamura natürlich nicht aus den Augen verloren und so sammelte er seine alten Verbündeten um sich und gründete mit Giant Bernard, Hirooki Goto, Prince Devitt und einigen anderen RISE!

Als unumstrittener Leader der Gruppierung forderte er für den Dezember ein #1-Contender Match und das gegen den Mann, der ihn im Frühjahr noch 2:1 in ihrer Matchserie besiegen konnte – Togi Makabe. Das Ziel hieß Tokyo Dome und natürlich ging es um den Main Event und Nakamura schaffte es tatsächlich. Er besiegte Makabe und sicherte sich damit seinen vierten Dome Main Event in fünf Jahren. Sein Gegner war natürlich sein Career Rival Hiroshi Tanahashi. Die ersten Duelle der beiden konnte Nakamura noch für sich entscheiden, bevor Tanahashi dann einen Lauf hatte und Nakamura mehrfach besiegen konnte. Im Climax hatte Nakamura immerhin schon einen Draw herausgeholt und am 4. Januar drehte er den Spieß dann endlich wieder um und sicherte sich damit zum zweiten Mal den IWGP Heavyweight Title!

Champion – Schein und sein

Dem aufmerksamen Leser wird bereits aufgefallen sein, wie sich die Wege von Hiroshi Tanahashi und Shinsuke Nakamura immer wieder kreuzen. Nicht umsonst wird hier immer wieder von den Career Rivals gesprochen, einem Begriff, für den es leider keine schöne Übersetzung gibt. Die Phase, beginnend mit dem Time Limit Draw beim Climax, sollte der Höhepunkt dieser Rivalität werden. Heute, mit Nakamuras Wechsel zu WWE können wir es sicher sagen, sonst wäre da sicherlich nochmal etwas gekommen. Bevor die beiden ein weiteres Mal aufeinandertrafen stand für Nakamura jedoch erst einmal eine ungewöhnliche Titelvereinigung auf dem Programm. Denn es wartete Kurt Angle, der zuvor Brock Lesnar den Gürtel der zweiten Generation abgenommen hatte. So kam es zum Match der Beiden, in dem die Gürtel der zweiten und dritten Generation wieder zusammengeführt werden sollten. Nakamura gewann und war damit bereit für das nächste Match gegen Tanahashi, das der Anführer von RISE erneut für sich entscheiden konnte.

Im April passierte dann wiederum etwas, was damals keiner so wirklich verstand und auch heute eigentlich nur als Verzweiflungsakt zu rechtfertigen ist. Keiji Muto ist heute und war auch schon im Jahr 2008 eigentlich ein Sportinvalide. Daher waren seine Kämpfe eigentlich kaum noch zu ertragen. Allerdings werden in Japan Helden abgöttisch verehrt, auch wenn sie schon lange über ihren Zenit hinaus sind. Daher genoss Muto auch im Jahr 2008 noch eine enorme Popularität, während Shinsuke Nakamura als Champion in Sachen Drawingpower nicht das hielt, was sich die Offiziellen scheinbar von ihm versprochen hatten. Statt an Shinsuke weiterhin festzuhalten, gab es eine Kurzschlussreaktion und plötzlich war Keiji Muto wieder IWGP Heavyweight Champion.

Bis zum G1 Climax beschränkte sich Nakamura anschließend auf Tags und Six Man Tags. Im Turnier selbst reichte es für Nakamura beinahe zur Finalteilnahme. 2008 gab es keine Halbfinals, sodass nur der Gruppensieger sich für die KO-Runde qualifizierte. Nakamura kam auf acht Punkte, genau wie Hirooki Goto. Nur leider Hatte Goto das direkte Duell mit Nakamura gewonnen, sodass dieser nicht nur ins Finale einzog, sondern sich dort mit einem Sieg über Togi Makabe auch den Turniersieg holte. Der G1 Climax bringt Nakamura einfach kein Glück. Wenig später versuchte er sich dann an Gotos Seite an einem erneuten Gewinn der IWGP Tag Team Titles. Zusammen scheiterten sie jedoch an Makabe und Toru Yano. Die beiden waren es später im Jahr auch, die Nakamura und Goto im Halbfinale der G1 Tag League stoppten. Es waren schwierige Zeiten für Nakamura. Denn nicht nur seinen Rückkampf gegen Keiji Muto musste er verloren geben, sondern auch verschiedene Mitglieder von RISE, die sich von ihm abwendeten.

CHAOS bricht über New Japan herein

Es war an der Zeit für Veränderungen. Doch bevor diese sichtbar wurden, zogen Nakamura und Hirooki Goto im Tokyo Dome für New Japan in die Schlacht gegen NOAH. Gemeinsam besiegten sie Takashi Sugiura und den legendären Mitsuharu Misawa. Im Main Event konnte Hiroshi Tanahashi wenig später Keiji Muto den IWGP Heavyweight Title abnehmen. Für den großen Sieg im Duell gegen NOAH hatte sich Nakamura auch gleich einen weiteren Shot auf das große Gold verdient und nur einen Monat später sollte er diesen tatsächlich auch bekommen. Abermals zog er gegen das Ace of New Japan den Kürzeren und es kochte merklich in ihm. Dass er einige Wochen später im New Japan Cup in der zweiten Runde ausgerechnet an seinem Partner Hirooki Goto scheiterte, machte die Sache auch nicht gerade besser.

Am 5. April bei einer Show namens Resolution traf Shinsuke einmal mehr auf Togi Makabe. Doch das Ergebnis des Kampfes sollte zweitrangig sein. Denn das wichtige Ereignis war der Turn von Toru Yano gegen Makabe. In den folgenden Wochen turnte ein Mitglied von Makabes GHB nach dem anderen gegen ihren Boss und schlossen sich Nakamura an. Auch die ehemaligen Mitglieder von RISE fanden sich so plötzlich wieder unter der Führerschaft ihres alten Anführers wieder. Wenig später bekam die Gruppe einen Namen: Chaos! Im Zuge des Turns und der Gründung von Chaos erfand sich Shinsuke Nakamura neu. Er hatte in den Jahren zuvor immer wieder die ein oder andere Weiterentwicklung seines Looks und seines Stils präsentiert, aber nun wandelte er sich endgültig zu dem Shinsuke Nakamura, wie wir ihn heute kennen. Zudem passte er seinen Wrestlingstil erneut an. Ein viel härterer Stil, mehr fokussiert auf Schläge und Tritte, wurde nun zu Nakamuras Markenzeichen – gekrönt von seinem neuen Finisher, dem Boma Ye! In diesem Zusammenhang legte er sich auch mit Antonio Inoki an, der mittlerweile bei New Japan nichts mehr zu sagen hatte. So wollte Nakamura Inokis Gürtel der ersten Generation gewinnen, um Strong Style wieder zu dem zu machen, was es einmal war. Die Herausforderung blieb unbeantwortet.

Die nächsten Monate nutzte Chaos dazu, um die Liga zu terrorisieren. Allen voran Togi Makabe und sein letzter Verbündeter Tomoaki Honma mussten darunter leiden. Ein Ausrufezeichen wollte Nakamura beim G1 Climax setzen. Das tat er auch. Ungeschlagen zog er ins Halbfinale ein, wo kein geringerer als der amtierende IWGP Heavyweight Champion Hiroshi Tanahashi auf ihn wartete. Auch hier konnte Nakamura ein Zeichen setzen, wenn auch nicht ganz gewollt. Denn seinem Gegner mit dem Boma Ye die Augenhöhle zu brechen, war wohl kaum geplant. So oder so zog er ins Finale ein, wo sich dann allerdings Togi Makabe für Nakamuras Spielchen der letzten Monate rächen konnte. Nakamura hatte damit ein weiteres Mal den Sieg im G1 Climax verpasst.
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