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Wer ist Shinsuke Nakamura? - Teil 3

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Kolumne
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"Wer ist Shinsuke Nakamura? - Teil 3" von Prophecy
Der Intercontinental Champion

2011 führte New Japan mit dem IWGP Intercontinental Title einen weiteren Titel ein, der zuerst in der Midcard verteidigt wurde. Wrestler wie MVP, Masato Tanaka, Toru Yano oder Hirooki Goto kämpften um den Titel. Es gibt zwei Varianten, wie die Bedeutung eines Titels gemessen werden kann. Entweder der Titel hat einen so großen Wert, dass er seinen Träger aufwertet, oder aber der Champion hat ein so hohes Standing, dass er den Titel aufwertet. Das Booking des Titelruns und die Leistungen den Champions spielen natürlich auch noch eine große Rolle. Nachdem Nakamura im New Japan Cup abermals in einem Turnier gescheitert war, sich aber wenig später an Karl Anderson für die Niederlage rächen konnte, rutschte Nakamura in eine Rivalität mit dem amtierenden Champion Hirooki Goto. Mehrfach konnte er diesen in Tag Team Matches pinnen, sodass für den letzten Tag der Kizuna Road Tour ein Titelkampf zwischen den Beiden angesetzt wurde, in dem sich Shinsuke Nakamura zwei Jahre nach dem Verlust des IWGP Heavyweight Titles wieder Gold sichern konnte.

Wie zuvor angesprochen, hatte der Intercontinental Title damals noch keinen großartigen Wert, aber innerhalb der nächsten ein, zwei Jahre sollte es Shinsuke Nakamura gelingen diesen Titel so weit aufwerten, dass er nahezu auf einer Ebene mit dem IWGP Heavyweight Title stand und große Pay-Per-Views mit dem IC Title im Main Event bestritten werden konnten. Wie es dazu kam? In erster Linie muss hier ganz klar die Klasse von Shinsuke Nakamura genannt werden. Der Gewinn des Intercontinental Titles fiel in die Zeit, in der er endgültig zu seiner Persönlichkeit im Ring gefunden hatte, die ihm den Beinamen Swagsuke einbrachte. Diese Mischung aus Coolness, Desinteresse und Gefährlichkeit, die er ausstrahlte faszinierte die Fans wie kaum etwas anderes. Dazu kamen seine Kämpfe, die bei einem halbwegs brauchbaren Gegner eigentlich nie unter vier Sterne fallen. Schließlich muss aber auch das Booking von Jado und Gedo erwähnt werden, das eine nicht unbedeutende Rolle gespielt hat. Und damit geht es jetzt weiter.

Als frischgebackener IWGP Intercontinental Champion und Titelverteidiger zog Nakamura in den G1 Climax ein. Doch der verlief im Jahr 2012 alles andere als glücklich für Nakamura. Einer erneuten Niederlage gegen Tetsuya Naito zum Auftakt folgten eine Niederlage gegen Ex-IC Champion Hirooki Goto und später noch Niederlagen gegen Togi Makabe und Hiroyoshi Tenzan. Dem gegenüber standen nur drei Siege, was gleichbedeutend mit dem Ausscheiden in der Vorrunde war. Ein erneuter Angriff auf den IWGP Heavyweight Title war also erst einmal gestoppt. Stattdessen musste er sich erneut mit Hirooki Goto herum schlagen. Nachdem dieser Nakamura im G1 pinnen konnte, hatte er natürlich ein sehr gutes Argument, um einen Rückkampf um den Intercontinental Title zu fordern. Zu diesem Match kam es dann auch bei King of Pro-Wrestling. Für viele Fans ist diese Show ligenübergreifend die beste Wrestlingshow der letzten Jahre. Im Main Event lieferten sich Hiroshi Tanahashi und Minoru Suzuki einen modernen Klassiker und auch Goto/Nakamura, Kazuchika Okada/Karl Anderson oder Low-Ki gegen Kota Ibushi waren sensationelle Kämpfe.

Nakamura konnte seinen Titel auf jeden Fall gegen Goto verteidigen, ebenso einige Zeit später gegen Karl Anderson, der Nakamura im New Japan Cup noch aus dem Turnier geworfen hatte. Für Wrestle Kingdom VII bekam Nakamura dann einen ganz besonderen Gegner vorgesetzt. Kazushi Sakuraba war ein Jahr zuvor an der Seite des zurückkehrenden Musketiers Katsuyori Shibata vom MMA zum Wrestling gewechselt und hielt seitdem New Japan mit seinem unkooperativen Stil in Atem. Sakuraba war um die Jahrtausendwende und danach der größte Star des japanischen Mixed-Martial-Arts und war dementsprechend populär. Seine Hochzeit war mittlerweile allerdings längst vorbei und so war der Wechsel zum Wrestling die Möglichkeit, um seine Karriere noch etwas zu verlängern. Shibata und Sakuraba traten nicht so häufig an wie die anderen Wrestler, sondern immer nur zu besonderen Gelegenheiten. Das führte dazu, dass ihre Auftritte auch ein Jahr nach ihrem Debüt noch etwas besonderes waren.

Das Match im Tokyo Dome zwischen Nakamura und Sakuraba wurde nun zu einem ganz besonderen Spektakel, das in diversen Abstimmungen zum Match of the Year ziemlich weit oben landete. Es war eine nahezu perfekte Mischung aus Wrestling und MMA, ein geworkter Shoot der Spitzenklasse. Als Nakamura seinen Kontrahenten mit dem Boma Ye niederstreckte und den Intercontinental Title gegen den Outsider erfolgreich verteidigt hatte, war das Publikum vollkommen aus dem Häuschen und wir hatten ein Meisterwerk gesehen. Im Rahmen der FantasticaMania Shows, bei der New Japans Partnerpromotion CMLL jedes Jahr eine ganze Ladung an Wrestlern nach Japan karrt, konnte Nakamura seinen Titel zudem gegen La Sombra verteidigen. Wie es das Schicksal so will, werden sich die beiden demnächst bei WWE wiedersehen.

Swagsuke im Krieg gegen Suzuki-gun

Die nächste Titelverteidigung stand gegen Kengo Mashimo an. Dieser war ein Schüler von TAKA Michinoku und zusammen gehörten die Beiden zum Stable Suzuki-gun. Angeführt von Minoru Suzuki hatte sich seit einiger Zeit eine neue Heel-Fraktion bei New Japan breit gemacht. Zusammen mit der Killer Elite Squad (Davey Boy Smith Jr. und Lance Archer) und TAKAs Partner Taichi mischte Suzuki New Japan gehörig auf. Die klare Positionierung Suzuki-guns als Heels hatte zur Folge, dass Chaos immer mehr in die Rolle von Tweenern schlüpfte. Shinsuke Nakamura hatte auf Grund seines unglaublichen Charismas und seines Könnens im Ring sowieso schon immer ein Teil des Publikums auf seiner Seite, aber die Veränderungen auf Seiten der Heels trieben Chaos nun als Ganzes weiter in diese Richtung. Mashimo war allerdings keine ernsthafte Prüfung und wurde von Nakamura aus dem Weg geräumt. Als nächster Herausforderer aus den Reihen von Suzuki-gun wartete Lance Archer, aber auch der musste sich nach etwas mehr Gegenwehr als sein Vorgänger geschlagen geben.

Eine Woche später stand erneut der New Japan Cup auf dem Programm und Shinsuke Nakamura musste in der ersten Runde erneut gegen einen Vertreter von Suzuki-gun ran. Dieses Mal traf es Davey Boy Smith Jr. und der Sohn des British Bulldog schaffte es tatsächlich Nakamura direkt in der ersten Runde aus dem Turnier zu werfen. Turniere insgesamt und der New Japan Cup insbesondere sind nicht gerade Nakamuras Paradedisziplin. Wobei sich das zumindest im Bezug auf den New Japan Cup leicht erklären lässt. Dieses Turnier dient dazu, um einen Herausforderer für den IWGP Heayvweight Champion aufzubauen. Shinsuke Nakamura braucht den Aufbau über dieses Turnier allerdings nicht. Er hat einfach das Standing um von einem auf den anderen Moment in das Titelrennen geworfen werden zu können. Daher wäre der Turniersieg an Nakamura ziemlich verschwendet.

Auf jeden Fall führte die Niederlage zu zwei Titelkämpfen innerhalb von zwei Tagen. In einem Match um die IWGP Tag Team Titles, in dem Nakamura von Tomohiro Ishii unterstützt wurde, konnte die Killer Elite Squad die Oberhand und die Titel behalten. Keinen Titelwechsel gab es auch im Match um den Intercontinental Title zwischen Nakamura und Smith Jr. Im Mai folgte eine weitere erfolgreiche Titelverteidigung und zwar gegen Shelton Benjamin, der sich mittlerweile ebenfalls Suzuki-gun angeschlossen hatte. Anschließend ging es für Shinsuke Nakamura nach 2005 und 2011 zum dritten Mal nach Mexiko. Dort legte er sich schnell wieder mit La Sombra an, den er bei FantasticaMania besiegen konnte. In Mexiko wurde er in Trios Matches jedoch zweimal von Sombra gepinnt, was zur Ansetzung eines Rückkampfes zwischen den beiden führte. Tatsächlich sollte es Sombra gelingen Nakamura nach 313 Tagen und acht erfolgreichen Titelverteidigungen den Titel abzunehmen.

Shinsuke kehrte nach Japan zurück und wurde prompt in seinem ersten Match zurück von Shelton Benjamin in einem Tag Team Match gepinnt. Der ehemalige Protégé von Kurt Angle sollte ihm auch im G1 Climax die Suppe versalzen. Denn mit einem Sieg am letzten Tag der Vorrunde hätte sich Nakamura für das Finale qualifiziert. Hätte... ja hätte er nicht gegen Shelton Benjamin verloren. Vor dem G1 hatte sich Nakamura noch den Intercontinental Title zurückgeholt und nach den Ereignissen rund um Benjamin war klar, wer sein erster Herausforderer sein würde. Nakamura verteidigte den Titel erfolgreich und nachdem er auch NOAH-Gastwrestler Naomichi Marufuji besiegen konnte, wartete bei Power Struggle endlich der Kopf von Suzuki-gun: Minoru Suzuki. Hätte Nakamura den Kampf verloren, hätte er Chaos verlassen und sich Suzuki anschließen müssen, aber dazu kam es nicht, denn Nakamura verteidigte seinen Titel erfolgreich.
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