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The Prophecy of Nashville #63: The Comeback!

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Kolumne
Ausgabe

"The Prophecy of Nashville #63: The Comeback!" von Prophecy
Prophecy of Nashville war der Name der Kolumne mit der ich im Jahr 2003 als Kolumnenschreiber bei Genickbruch.com startete und bis Januar 2005 gab es nahezu jede Woche eine Ausgabe, die sich mit den aktuellen Shows von NWA-TNA befasste. Ich weiß gar nicht mehr so genau, warum ich damals aufhörte zu schreiben, aber der Zeitpunkt lässt vermuten, dass mein Abitur in diesem Jahr der Grund gewesen sein könnte. Als ich dann später in dem Jahr wieder anfing, war mein neues Thema die Independent-Szene. Die Zeit der wöchentliche Pay-Per-Views, in denen ich damals anfing zu schreiben, war vorbei und die Liga nicht mehr so interessant wie zuvor. Daher die Umorientierung, wenn ich mich recht erinnere. Natürlich hörte ich damals nicht auf TNAW zu verfolgen und so gab es immer wieder einzelne Kolumnen zur Liga. Seit einigen Monaten oder wahrscheinlich schon mehr als einem Jahr habe ich keine Show der Liga mehr geguckt, nur noch einzelne Segmente. Meine einstige Lieblingsliga, die ich in ihrer Anfangszeit mit eduscho alias Robert Kaiser bei Genickbruch beackert hatte, interessierte mich nicht einmal mehr ansatzweise.

Jetzt sind neue/alte Verantwortliche am Drücker und es war im Vorfeld einiges zu hören, wie das neue Produkt aussehen könnte. Die neuen Besitzer von Anthem Sports sollen wohl eher auf billigere Talente setzen wollen und mit prominenten Namen wie Drew Galloway, Mike Bennett und besonders den Hardy Boyz konnten sie sich nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen. Kein wirklich guter Start, aber ich habe für mich beschlossen der Liga eine neue Chance zu geben. Dabei werde ich die Liga nicht anhand einer einzelnen Show bewerten, sondern ihr mindestens mal zwei Monate geben, um mich wieder zu überzeugen. Daran möchte ich euch teilhaben lassen und daher habe ich mich entschlossen die Prophecy of Nashville zurück zu bringen! Und damit herzlich Willkommen zu Ausgabe 63!

Die Ausgangslage
Dixie Carter ist raus und nicht etwa Billy Corgan, sondern Anthem Sports hat die Liga übernommen. Mit Jeff Jarrett ist der Gründer der Liga wieder zurück am Ruder und an seiner Seite arbeiten mit Dutch Mantell und demnächst wohl auch Scott D'Amore zwei alte Bekannte im kreativen Bereich. Im Vergleich zu den letzten Tapings sind Matt Hardy und Jeff Hardy, Drew Galloway, Mike Bennett, Maria und ein paar andere nicht mehr dabei, dafür hat die neue Leitung einige neue/alte Gesichter verpflichtet, mit denen es wieder bergauf gehen soll. Das Logo der Show wurde auch angepasst. Aus einem Grund, der sich mir nicht wirklich erschließt, findet sich dort jetzt eine Eule. Wobei das Logo für die TV-Ausstrahlung dann doch wieder ein anderes zu sein scheint und die Eule nur noch im Trailer der Show auftaucht. Na gut, die viel wichtigere Änderung ist allerdings, dass die Liga sich nun endgültig von den drei Buchstaben verabschiedet haben, die am Anfang eigentlich nur ein Scherz sein sollten. Denn TNA steht bekanntlich nicht nur für Total Nonstop Action, sondern auch für Tits and Asses.

Der Name Total Nonstop Action Wrestling ist im Jahr 2017 so verbrannt, dass eine Umbenennung absolut die richtige Entscheidung war. Allerdings gehen die Verantwortlichen meiner Meinung nach nicht weit genug. Denn auch Impact Wrestling ist nicht weniger verbrannt. Das gilt übrigens auch für die Impact Zone. Denn egal wie die Liga jetzt auch heißt, der Look ist noch immer genau der gleiche, wie ich ihn noch von vor meiner Auszeit kannte. Natürlich wäre es ein Risiko gewesen, sich eine neue Heimat zu suchen, aber das ganze Unterfangen ist auch so schon ein großes Risiko für Anthem Sports und die Chancen wären meiner Meinung nach bedeutend größer gewesen als die Risiken.

Der erste Eindruck
Ich würde ja wirklich gerne mit etwas Positiven anfangen, aber ich fange einfach mal mit dem an, was sich Impact Wrestling als ersten Eindruck für uns ausgedacht hat. Da flimmert ein eigentlich sehr schönes Video zur Eröffnung über den Bildschirm, das viele großartige Momente aus der Vergangenheit präsentiert, einen Star nach dem anderen, der heute nicht mehr bei Impact Wrestling, sondern bei Ring of Honor oder World Wrestling Entertainment unter Vertrag steht. Kein einziger Wrestler, der aktuell noch bei Impact Wrestling zu sehen ist, taucht in diesem Video auf. Selbst aus den Zeiten, die die Verantwortlichen scheinbar als die glorreichen Zeiten von Impact Wrestling sehen, gäbe es Bildmaterial mit Personal, das noch heute in der Liga aktiv ist, wie dem Pope oder Gail Kim. Hätte das Video nicht die Stars in den Vordergrund rücken sollen, die heute die Liga tragen sollen? Aber das Thema zog sich leider durch die gesamte erste Show. So hinterlässt Impact Wrestling bei mir den Eindruck als wäre es ein schizophrenes Programm.

Auf der einen Seite lassen die Verantwortlichen eigentlich jeden betonen wie scheiße Impact Wrestling zuletzt doch war und es nun wieder großartig werden solle. Die Wrestler, die in den letzten Monaten aktiv waren und jetzt immer noch dabei sind, werden sich sicherlich bedanken. Aber davon mal abgesehen, hätten dann doch erst recht die Stars von heute in den Mittelpunkt gerückt werden müssen. Warum sollte ich denn ein Produkt verfolgen, das wieder gut werden will? Warum sollte ich dann nicht warten bis es wieder gut ist und mich in der Zwischenzeit von den unendlich vielen Alternativen da draußen gut unterhalten lassen? Redet nicht davon es besser machen zu wollen, macht es einfach! Das ist genau so ein Bullshit wie über Ratings in den Shows zu reden. Das interessiert mich nicht, wenn ich die Show gucke.

Der zweite Eindruck
Ich habe die erste Ausgabe erst ein paar Tage nach der Veröffentlichung gesehen und daher natürlich schon im Vorfeld den Shitstorm mitbekommen, der auf Grund der Fehde zwischen den Kommentatoren über die Liga hereingebrochen ist. Gefühlt war das das einzige Thema, über das sich alle ausgelassen haben. Ich muss sagen, dass mir die Sticheleien zwischen Josh Mathews und Jeremy Borash zu Beginn der Show durchaus noch gefallen haben. Da waren einige echt gute Sprüche dabei. Dass das Ganze aber einfach nicht enden wollte und sich durch die ganze Show und, wie wir mittlerweile wissen, auch die zweite Show zog, machte das Ganze doch extrem anstrengend. Das wird wohl auch noch mindestens zwei Wochen weitergehen, bevor dann endlich mal etwas passiert. Wenn dann Mike Tenay zurückkehrt und Josh Mathews als Heel-Manager eines Wrestlers eingesetzt wird, dann passt wenigstens das Ergebnis. Der Weg dahin ist aber extrem anstrengend.

Gute Kommentatoren sollten vor allem die Geschichten den Fans näherbringen, die die Wrestler im Ring erzählen und Kontext vermitteln, der nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Wenn sie einen sehr guten Job machen, dann stellen sie noch die Fragen, die auch wir als Fans haben. Davon war bisher aber nichts zu spüren. Ich habe immer wieder gehört, dass der Pope so ein schrecklicher Kommentator sein soll. Davon habe ich bisher aber auch noch nichts gemerkt. Er ist zwar irgendwie ziemlich blass, aber fällt sonst nicht negativ auf. Wobei das natürlich auch daran liegen könnte, dass die anderen beiden so extrem nerven. Ich hätte absolut nichts dagegen, wenn JB und Mathews einzelne Schüsse feuern, um damit was auch immer zu erreichen, aber doch bitte nicht so penetrant. Das einzige, was sie damit erreicht haben, ist alles andere runter zu ziehen.

Wenn wir schon bei den Kommentatoren sind, die der Show schaden, dann muss ich noch einen weiteren Punkt nennen, der dem Produkt extrem schadet. Josh Mathews nannte sowohl den Sieg von Reno Scum in Woche eins als auch den Sieg von Garza Jr. und Laredo Kid in Woche zwei einen Fluke – also einen Ausrutscher. Geht’s noch? So bringt man doch keine debütierenden Teams over. Ja, sie haben zwar gewonnen, aber das war nur ein dummer Zufall. Dann soll ich mich für die Wrestler interessieren? Nennt es meinetwegen eine Überraschung, denn das ist es ja auch, wenn Neulinge etablierte Wrestler besiegen. Aber nennt es auf keinen Fall einen Ausrutscher.

Und was kommt dabei heraus, wenn wir nun den ersten und den zweiten Eindruck zusammenfassen? Josh Mathews, der darüber spricht wie großartig doch die Konkurrenz ist und wie klein doch Impact Wrestling. Hat der Kerl tatsächlich davon erzählt, wie er vor 80.000 zahlenden Fans im Georgia Dome kommentiert hat, während hier alle umsonst hereingelassen werden? Und warum zum Teufel soll ich dann bitte Impact Wrestling gucken, wenn das alles so billig und klein ist? Fassen wir zusammen: Impact Wrestling ist nicht nur schlecht, sondern hat auch so gut wie keine Fans und schon gar keine zahlenden. Und damit wollen die Verantwortlichen mich vor den Bildschirm locken? WOW! Was ich von dem Mist von Bruce Prichard und Dutch Mantell halte, muss ich jetzt wohl nicht mehr schreiben, oder? Oh Moment, doch muss ich...

Ernsthaft?
Nachdem die Hardy Boyz TNAW verlassen hatten, verschickten die Anwälte der Promotion Schreiben an World Wrestling Entertainment, Ring of Honor, diverse Fernsehsender und Pay-Per-View-Anbieter und an wen nicht noch alles. Dies genau einen Tag vor einem Pay-Per-View von Ring of Honor, bei dem die Hardy Boys auftraten. Inhalt dieses Schreibens war, dass TNAW der Meinung ist, dass das ganze Broken-Gimmick ihnen gehört, da Matt Hardy dies in seiner Funktion als Angestellter von TNAW erfunden habe. Das ist schon allein deshalb ziemlich lustig, weil Wrestler in den USA auf dem Papier ja grundsätzlich Selbstständige sind. Ich muss das natürlich insoweit einschränken, dass ich den Vertrag von Matt Hardy nicht kenne. Allerdings hatte dies für Ring of Honor direkt böse Folgen. Denn alle bis auf einen Pay-Per-View-Anbieter nahmen daraufhin den PPV von Ring of Honor aus dem Programm – und das obwohl Matt und Jeff dort nicht einmal ansatzweise mit dem Broken-Gimmick auftraten. Doch die ganze Geschichte wird noch richtig lächerlich. Könnt ihr euch noch alle an das Gimmick von Dutch Mantell bei WWE erinnern? Würdet ihr mir dann bitte mal nur einen einzigen Unterschied zu seinem Gimmick bei Impact Wrestling nennen? Fuck Off, Impact Wrestling!

Und das besonders paradoxe an der ganzen Geschichte? Ring of Honor läuft in Kanada auf dem Fight Network und das Fight Network gehört wem? Richtig! Anthem Sports, dem neuen Besitzer von Impact Wrestling.
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