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Die Meinungsmacher

Seit Anfang April 2008 haben die User von Genickbruch die Möglichkeit, ihre Meinungen zu Wrestlern und Veranstaltungen im Biografie- und Veranstaltungsarchiv mitzuteilen und Noten zu vergeben. Seitdem wurden 36.294 Kommentare abgegeben und 471.686 Zensuren verteilt. Hier findet ihr eine umfangreiche Übersicht über alles, was Genickbruchs Meinungsmacher verzapft haben.
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anniecook
Meinungsbilanzanniecook schrieb 8 Wortkommentare.
Tippspieleanniecook nahm bisher an 15 Tippspielen teil. Dabei gelang es anniecook, insgesamt 379 Punkte einzuheimsen.
Boardhellanniecook schrieb 29 Beiträge in Genickbruchs Diskussionsforum, dem Boardhell.

Notenspiegel Note 1 Note 2 Note 3 Note 4 Note 5 Note 6 Schnitt
Wrestler6401001.64
Shows1010002.00

Meinungen
Wrestler
Shows

Meinungsliste
anniecook
20.11.2012 17:33 Uhr
vergab Note 4
The Big Guy
Anscheinend bin ich ja nicht alleine mit meinem kleinen Gimmickproblem. Wobei ich mich auch noch frage, was will uns die WWE mit diesem Gimmick sagen. Wenn die angestrebte und umworbene Zielgruppe Kinder und Jugendliche sind, welches Bild vermittelt die WWE dann mir Ryback??.

Bei Cena ist es relativ einfach: "Niemals aufgeben, immer wieder aufstehen und vor allen Dingen, immer 'nen coolen Spruch parat haben!" Und bei Ryback?!? "Du kannst aussehen wie'n eingeölter Guglhupf und 'nen IQ knapp unter der Raumtemperatur haben - Hauptsache, du brüllst laut genug und schlägst schnell genug zu!"

Womöglich tue ich Ryan Reeves bitteres Unrecht, aber das erste, was mir immer einfällt,wenn ich ihn beschreiben sollte, ist "überfordert". Er schafft es einfach nicht, den Rybackcharakter locker und entspannt rüber zu bringen. Und dementsprechend sieht jede Aktion bei ihm unnatürlich und sehr, sehr angestrengt aus.
Nicht daß Ryback jetzt auch noch einen Tanzkurs belegen sollte, aber bei Brodus Clay kam mit dem Funkusaurus auch eine Lässigkeit und Überzeugungskraft, die vorher nicht da war.

Womöglich braucht Ryback nur ein Gimmick, vor dem er nicht selber Angst kriegt ( und höchstwahrscheinlich ein anderes Ring-Outfit, was nicht so sehr kneift! ).
anniecook
19.11.2012 14:23 Uhr
vergab Note 2
Dean Ambrose
Endlich ist der "Straßenköter" im Hauptrooster angekommen und alle freuen sich 'nen Keks. Mich übrigens eingeschlossen, da ich ein Herz für psychopatische Underdogs habe, die der große Boss immer in Florida ankettet.

Ich bin wie viele der Meinung, daß die WWE schon so manches Mal einen Indie-Wrestler und Internet-Liebling kurz und schmerzlos verheizt hat, weil sie mit dem Stil nicht klarkam oder der Wrestler nicht dem "Bigger is Better"-Image entsprach.

Aber anscheinend ist Ambrose ja bereit, daran etwas zu ändern, wenn man sich die neuen ProfilPhotos ansieht. Durchtrainierter denn je ( sogar mit Sixpack! ) kommt er dem angestrebtem Bodybuilderideal eigentlich schon recht nahe.

Ob und wie er sich jetzt im Mainevent schlägt, muß die Fangemeinde abwarten. Aber ich freu mich wenigstens, daß er nicht Funkusaurusmäßig tanzen mußte. °_°'
anniecook
08.01.2011 13:49 Uhr
Vickie Guerrero
Ein Heel zum Haareraufen und/oder Tinnituskriegen - sowas hat auch nur die WWE. Es ist schon erstaunlich, wie sehr ich diese Frau hassen kann, die doch nur ihre Rolle spielt - und wie ich mir jedesmal 'nen Keks freue, wenn sie entweder den Tombstone kassiert, eine Torte ins Gesicht bekommt oder zum AA hochgenommen wird. Also darf ich ohne Übertreibung sagen, dass sie ihren Job - wenigstens was mich betrifft - sehr gut macht. Allerdings würde ich mir ( und auch Vickie Guerrero ) wünschen, daß man diese Rolle nicht zu sehr verheizt oder zu lange laufen läßt. Klitzekleine Ansätze waren ja schon im November in Großbritannien zu sehen, als sie Edge und Otunga zum Händeschütteln zwang und den drohenden Nexus-Beatdown durch die Lumberjack-Stipulation mal kurz aushebelte. Ich träum jetzt einfach mal von der uralten Slapstickkonstante "Stein-auf-die-Rübe=Gedächtnis-weg" und wir haben eine ganz neue Vickie. Ich könnte sie mir gut, als total coole Managerin vorstellen, die erstmal fragt, warum alle Kerle hier in Badehosen rumlaufen oder die das alte Armeemotto aufgreift "Leistung durch Schmerz/Motivation durch Entsetzten". Ihre Qualitäten als Wrestlerin möchte ich lieber nicht bewerten, da ich sie nicht als solche sehe ( allein schon das Mit-dem-Fuß-Anstupsen im Triple-Threat-Match mit Ziggler und Cena war eher erheiternd als bedrohlich ). Sie kann vielleicht keine Moves überzeugend rüberbringen ( sprich: wenn sie selber aktiv werden muß ), aber sie kann die Bumps gut verkaufen. Wer's nicht glaubt, sollte sich nochmal den Tombstone des Undertakers ansehen oder den hysterischen Anfall nach Cena's Kuss - Lucy von den Peanuts war nichts dagegen. Ich bin sicher, Vince McMahon weiß, was er an ihr hat und sie wird uns noch lange erhalten bleiben - vielleicht sollten wir zur Fernsehgrundausstattung neben Knabbereien und Bier auch noch Ohropax bereithalten?
anniecook
08.01.2011 11:58 Uhr
vergab Note 2
Jake Roberts
Ist er heute auch nur noch ein ( bemitleidenswerter ) Schatten seiner selbst, war er in seiner Glanzzeit einer der Hauptgründe für mich, mich überhaupt für Pro-Wrestling zu interessieren. In der Zeit der aberwitzigsten Gimmicks und durchgeknalltesten SLs war er der Coolste überhaupt. Allein für den von ihm erfundenen DDT, seine Promos und Damien gebührt ihm eigentlich ein Platz in der HoF. Allein DIE Promo, die er hielt, nachdem er das schier unaussprechliche Kapitalverbrechen begangen hatte und Miss Elisabeth eine Ohrfeige verpasst hatte ( und bei der Gene Okerlund aussah, als wäre er liebend gern ganz woanders sehr weit weg ) sollte Pflichtmaterial für unsere heutigen Heels sein. Kein Rumgebrülle, keine psychotischen Ausraster, nur seine ehrliche Freude darüber, dass Randy Savage sie mit zum Ring gebracht hatte und ob er das -bitte schön - nicht nochmal machen könnte?
Das war dann auch gleichzeitig der Punkt, wo Mean Gene ihn rausschmiss und ich am liebsten in den Fernseher getreten hätte. Es ist schwer vor dem heutigen Hintergrund eine Bewertung abzugeben. Schließlich stammt mein Bild von Jake Roberts aus den 80ern und 90ern, als Männer die Frauenwelt noch mit Schnäuzer und Vokuhila zu beeindrucken suchten und ein Finisher noch ein Finisher war ( da ist keiner nach einem DDT wieder aufgestanden! ). Aber dank meines Vorschreibers kann ich mich jetzt damit rausreden, dass Elvis auch in Vegas noch der King war - und Jake Roberts wird immer der coole Topheel sein, der den Macho Man von einer Schlange beissen ließ.
anniecook
07.01.2011 0:35 Uhr
vergab Note 2
Bray Wyatt
Ein Wrestler mit hohem Wiedererkennungswert und recht ansehnlichen Fähigkeiten, der zudem noch ein Mikro nicht als Bedrohung ansieht.
Wem ( wie meiner Wenigkeit ) Dusty Rhodes als American Dream verkauft wurde, fühlt sich mit Husky an die guten alten Zeiten erinnert, in denen Wrestler neben Muskeln auch noch jede Menge Selbstbewußtsein und ein Ego von der Größe eines Mittelklassewagens mit sich herumschleppen mussten. Aber er macht seine Sache schon recht gut, vor allen Dingen wenn man bedenkt, dass der Bengel noch nicht mal Mitte Zwanzig ist. Ob der Nexus jetzt Sackgasse oder Sprungbrett für ihn wird, bleibt abzuwarten. Aber da er schon Cody Rhodes als Pro überlebt hat, sehe ich seine Chancen nicht allzu schlecht. Was ihm wirklich noch fehlt sind ein paar Gimmick-Moves - denn mal ganz ehrlich: ein Running Senton ist ja nun nicht gerade 'ne Offenbarung und der Side Suplex kommt viel zu selten. Vielleicht eine Malamute-Avalanche ( =Flying Clothesline vom Toprope ). Wär ihm auf jeden Fall zu wünschen!
anniecook
06.01.2011 14:37 Uhr
vergab Note 2
John Cena
Es ist zwar schon öfter gesagt worden, aber das soll mich nicht davon abhalten, es zu wiederholen: die WWE ist schuld! Allen voran die Umsatzanalytiker, die die Goldene-Eier-legende Gans partout nicht schlachten wollen; das Kreativteam, welches sich schlichtweg weigert, Erprobtes und Bewährtes zugunsten der vorherrschenden Internetphantasien um zu schreiben; und nicht zu vergessen, die Kameramänner, die sich immer dann wegdrehen, wenn Cena grün wird und auf das Doppelte anschwillt.
Man mag ja John Cena ( = das Gimmick ) nicht leiden können - aus was für Gründen auch immer, aber es ist schlecht nachzuvollziehen, warum ausgerechnet ein limitiertes Moveset der ausschlaggebende Faktor sein soll. ( Meines Wissens ist Big Show auch noch nie 'ne Senton Bomb gesprungen, noch hat Rey eine Powerbomb mit einem seiner Gegner versucht ). Für den amerikanischen Markt ( und vor allen Dingen für die amerikanischen Kids ) geht die Gleichung John Cena = Superman auf jeden Fall auf. Auch wenn es jetzt sehr weit hergeholt klingt, aber ich glaube nicht, dass Cena einen Heelturn machen wird, solange sich die USA im Krieg befindet. Das mag sich für unsere deutschen Ohren arg patriotisch anhören, aber die Amerikaner haben da sehr viel weniger Schwierigkeiten mit. John Cena als Mensch hat auch nie einen Hehl daraus gemacht, sein Engagement für die Army, seine ganzen Auftritte bei "Make-A-Wish", sein ganzes Auftreten zeigen ihn als Vorzeige-Amerikaner.
Ich für meinen Teil kann gut mit ihm leben: er unterhält, hat das jungenhafteste Lächeln in der ganzen WWE und liefert gute Promos - und zwar gleichbleibend das ganze Jahr über. ( Dafür seien ihm dann auch diese unmöglichen Jeans-Bermudas vergeben :: schüttel :: )
anniecook
05.01.2011 23:12 Uhr
vergab Note 1
Stu Bennett
Wohl selten hat ein Wrestler in der WWE solch einen nachhaltigen ersten Eindruck hinterlassen wie Wade Barrett - der Mann mit den Prinz-Charles-Ohren und der Schmusestimme. Zugegeben - mit Chris Jericho als Profi hätte er sich bei NEXT schon selten dämlich anstellen müssen, um NICHT positiv aufzufallen.
Aber für Mantel, Rose und Pomade habe ich ihm sogar seinen Finisher vergeben ( tut mir echt leid, aber für solch ein Powerhouse darf's ruhig ein bischen mehr sein als seinen Gegner auf die Schultern zu nehmen und nach vorne wegzuschmeißen ).
Mit ihm hätte das Kreativteam die Möglichkeit gehabt, das Top-Babyface OHNE Heelturn in den Nexus zu integrieren, aber leider durfte Barrett in der Cena-SL nur den Unsympath mimen, der seine persönlchen Defizite an John Cena ausläßt. ( Sich vorzustellen, er hätte in seiner Rolle als "Fearless Leader" die Army-Struktur des Nexus ( = einer hat das Sagen und alle gehorchen ) ein wenig besser rübergebracht und damit den Chaingang-Soldier ganz sachte als vollwertiges Mitglied in den Nexus integriert, hat schon was für sich. )
Jetzt versucht er es also bei SD und ich hoffe für ihn ( und für mich ), dass wir jetzt nicht solch' eine Gurkenstory wie mit der SES zu sehen bekommen. Sollte er jemals den Wasteland bei Big Show zeigen, könnte ich mich sogar noch mit dem Finisher anfreunden.
anniecook
30.12.2010 14:41 Uhr
vergab Note 1
Kane
Kane ist meines Erachtens eines der besten Beispiele dafür, daß man sich selbst im Weg stehen kann.Er ist über lange Jahre hinweg der Company gegenüber loyal gewesen und hat sich zeitweilig wirklich als Edeljobber verheizen lassen. Als Dank dafür wurde er in die mit Abstand abstrusesten und hirnrissigsten Storylines gesteckt ( ... hüstel ... Katie Vick anybody?? ) und durfte junge, manchmal sogar talentierte Wrestler over bringen. Ein moralisch sicherlich hochwertiger Ansatz ( für einen Lehrer allemal ), aber für Kane als Gimmick und Glenn Jacobs als Menschen wohl doch recht unergiebig. Wie schon meine Oma sagte "Wer sich als Pudding ausgibt, wird als solcher gefressen". Sie hat das zwar nicht direkt im Zusammenhang mit Kane gesagt, aber es passt.
Ich fand Dr. Issaac Yankem und Fake Diesel zwar auch nicht soooo schlecht, aber ein richtiger Fan wurde ich erst bei Kane. Und trotz der bereits erwähnten SLs blieb ich es, weil Glenn Jacobs etwas schafft, was nicht viele Wrestler schaffen: er ist überzeugend und glaubwürdig. Wenn er in den Ring steigt, IST er das große, rote Monster, dem man besser nicht in die Quere kommt, und man hat tunlichst Angst davor, daß man womöglich auf seinem Radar landet.
Ich bin auch nicht böse darüber, daß er heute ohne Maske auftritt, denn seine Mimik unterstreicht seine leicht derangierte Ausstrahlung nur noch - alleine schon dieses Grinsen, bei dem sich jeder normale Mensch erstmal unauffällig nach dem nächsten Ausgang umschaut, würde man mit Maske gar nicht würdigen können.
Alles in allem ist er für seine Größe, sein Gewicht und sein Alter doch sehr unterhaltsam und - auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen - glaubwürdig.
( Warum er jetzt allerdings gegen Edge am Ende einer wieder einmal doch sehr merkwürdigen/murksigen SL verlieren musste, weiß wohl nur der berühmte Geier. Ich hoffe einfach mal, daß Kane im Rematch mit dem Kanadier den Fußboden aufwischt und mit dem Gürtel auf die Rückkehr des Undertakers wartet :: träum :: )
 
 
 
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