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Die schlechtesten Gimmicks der Neunziger

In einer 11teiligen Serie analysierten wir im Frühjahr 2006 die schlechtesten Gimmicks der neunziger Jahre. Hier findet ihr unsere Berichte.
Kapitel

1993: Einer riesiger, fetter Haufen Mist
Es ist kein Geheimnis, dass Vince McMahon auf die Big Boys steht. Alles was groß und bedrohlich ist, das mag Vince. Alles was klein, beweglich und talentiert ist, das lässt ihn kalt. Im Jahr 1993 schien er seine Leidenschaft für die Big Boys neu zu entdecken und kreierte ein wahres Feuerwerk an Fleischbergen mit abscheulichen Gimmicks. Der große Vorteil zu den Vorjahren bestand in der Tatsache, dass man sich vom Einheitsbrei vorerst verabschieden konnte. Gimmicks bekamen wenigstens zum Teil schon wirkliche Tiefe und bestanden nicht nur aus Outfits. Doch besser machte es den Großteil dadurch nicht.

Einmal mehr muss besonders bei dieser Ausgabe darauf hingewiesen werden, dass das Wort „schlecht“ im Titel der Kolumne eben so zu verstehen ist, wie ich es hier geschrieben habe - in Anführungszeichen. Kult und Durchfall liegen so nah beieinander, dass es oft schwer zu unterscheiden ist... und schwupps, da ist das Stichwort - „schwer“:

Und damit Herzlich willkommen zu Ausgabe 4 der schlechtesten Gimmicks der 90er Jahre - und wie beim letzten Mal schon angedroht wird diese Ausgabe richtig fett. Hier sind meine Top5:

5. Men on a Mission

Whoomp! There it is! - Das waren Men on a Mission. So viel verkehrt machte man mit Mo und Mabel eigentlich gar nicht. In recht guten Einspielern wurden die beiden dem Publikum präsentiert, der Name war okay und das Gimmick an sich war eigentlich auch nicht das Verkehrteste. Mo und Mabel waren zwei Hip Hopper auf einer Mission. Zumindest leite ich das mit der Mission aus dem Namen ab, was das denn für eine Mission war blieb allerdings unbeantwortet. An der Seite der beiden Riesen stand, wie es sich damals für ein Tag Team gehörte, ein Manager - Oscar. Er war der Teil des Teams, der den wirklichen Hip Hop Part übernahm, denn Mo und Mabel waren weit davon entfernt ihrem Gimmick in dieser Sache gerecht zu werden. Und obwohl sich das alles doch eigentlich sehr gut anhörte, überlebte das Team nicht aufgrund eben dieses Gimmicks, sondern aufgrund zweier simpler Tatsachen:

1. Der Theme-Song, der bei jedem Einmarsch live von Oscar eingerappt wurde, schaffte es sogar bis in die deutschen Charts und gar auf eine Bravo-Hits-Compilation!
2. Mabel.

Die Anteile von Mo an Matches bestanden darin, das Match an sich zu bestreiten, Mabel beendete das ganze dann letztendlich unter lautem Jubel mit seinem Big Splash vom mittleren Seil. Ganz abstrus wurde dann der Heel-Turn, als man Oscar aus heiterem Himmel verprügelte und ihn von da an nie mehr wieder sah. Mo funktionierte man zum neuen Manager um und Mabel war dann ein Einzelwrestler, der beim Tiefpunkt des Turniers sogar King of the Ring werden konnte. Seinen anschließenden PPV-World-Title Shot und sämtliche Fetti-Storylines danach habe ich zu Recht verdrängt und ergötze mich lieber an „Sexual Chocolate 2005“ Viscera. Und doch sind Men on a Mission in meinen Augen Kult.

4. Giant González

Kult - nunja. Das kann man bei diesem Zeitgenossen sehen wie man will. Big Show ist riesig, er hat Charisma und kann ansehnliche Matches zeigen, misst man diese mal an seinem Körperbau. Giant Gonzales war noch viel viel riesiger (2,45m *hust*), hatte kein Charisma und zeigte, Gott sei’s gedankt, nur wenige seiner grausamen Matches. Zu diesem In-Ring-Outfit will ich mal besser gar keine Worte verlieren, denn etwas Schlimmeres habe ich in meinen nunmehr fast 20 Jahren Wrestling selten gesehen. Beim 1993er Royal Rumble debütierte Gonzales ganz überraschend und war, das muss ich zugeben, ein wirklicher Hingucker und eine wahrlich große Überraschung. Als er dann The Undertaker eliminierte, war der Rest der Geschichte wohl jedem halbwegs intelligenten Wrestlingfan klar. Ein neuer Gegner für den Taker war gefunden - Zwei Aufeinandertreffen bei WrestleMania und dem SummerSlam und anschließend zur Freude meiner: die Papiere für Giant Gonzales noch während des laufenden Jahres.

3. Heavenly Bodies

Gehen wir in den Dimensionen einen kleinen Schritt zurück. Bei Smoky Mountain Wrestling gab es ein recht erfolgreiches Team namens Heavenly Bodies, bestehend aus Stan Lee und Tom Prichard, gemanagt von Jim Cornette. Schließlich waren sie Heels bei Smoky Mountain Wrestling, wer also sonst sollte sie managen. Gefehdet haben die zwei lange Zeit gegen den Rock 'n Roll Express - DAS Face-Team von SMW. Irgendwann wurde Vince McMahon auf das Team aufmerksam und übernahm es samt Gimmick, aber ohne Stan Lee, in seine World Wrestling Federation. Den Platz von Lee nahm „Gigolo“ Jimmy Del Ray ein und sonst beließ man alles beim alten. Die zwei platzten fast vor Arroganz und Cornette beschimpfte die Gegner, wie man es von ihm gewohnt war. Wrestlerisch gehörten Pritchard und Del Ray ganz eindeutig zur Oberklasse der Tag Teams, außerdem hatten sie diesen besagten sehr erfolgreichen Smoky-Mountain-Background - was also machte man aus den Heavenly Bodies? Na klar, das neue Jobbing-Team für die World Wrestling Federation. Es gab kaum ein Tag Team, für das sie sich nicht hinlegen mussten. Und als man dann arm an Storys für die Zwei war, reaktivierte man gar den Rock’n’Roll Express für ein vollkommen storylineloses Match beim Summerslam 93- um die Smoky Mountain Tag Titel!? Hallo... Klopf, klopf... Jemand zu Hause??

Nach Ende des Teams verschwand Del Ray einfach von der Bildfläche, was auch besser so war. Denn Pritchard verarbeitete man gimmickmäßig weiter - und dagegen ist Greg Valentine als Elvis-Verschnitt noch richtig gut weggekommen. Wartet auf die 96er-Ausgabe und ihr werdet sehen, was ich meine.

2. Johnny Polo

Hui, jetzt wird es lustig. Ich hoffe ganz ganz doll, dass es wenigstens ein paar Leute unter Euch gibt, die nicht wissen, wer dieser Mann hier oben ist. Und für diejenigen sei eines versprochen: In wenigen Sekunden erlebt ihr einen wahren Schockmoment. Johnny Polo war Manager bei der WWF und zu seinen Schützlingen zählten Adam Bomb und die Quebecers. Seine Outfits variierten zwar, aber im Großen und Ganzen trug er immer einen Hut, ein Hemd und eine Krawatte, dazu fein gelockte Haare und einen Polo-Schläger, der nicht selten zum Einsatz kam. Und jetzt der Schockmoment. Johnny Polo war niemand geringerer als... Raven. Ja, Raven, DER Raven... NWA World Heavyweight Champion, ECW World Heavyweight Champion Raven. Führt man sich jetzt also mal vor Augen, was für ein ungeheures Talent in diesem jungen Mann steckte und stellt das gegenüber mit dem, was man aus ihm 1993 gemacht hat, dann mag man sich fragen, ob die Booker wirklich so schlechten Humor hatten oder einfach dauerbreit waren. Knapp zwei Jahre später machte Paul Heyman dann endlich Raven aus Scott Levy und seine Karriere konnte endlich richtig beginnen. Ich wette, wenn man ihm heute ein Foto von Johnny Polo zeigt, dann knockt er einen gnadenlos aus.

1. Bastion Booger

Für Bastion Booger gibt es keine Entschuldigung.

Drogenkonsum, Alkoholkonsum, Medikamentenmissbrauch - nichtmal Dummheit entschuldigt diesen Charakter. Mike Shaw, so Boogers bürgerlicher Name, war eine arme Sau, was die Verteilung von Gimmicks anging. So war er als Friar Ferguson ein Mönch, als Trucker Norm ein Trucker und als Norman the Lunatic ein Teddybär- Fetischist. Aber als Bastion Booger war er eine reine Zumutung. Er trug dieses unmögliche Outfit, verputzte im Backstage-Bereich und beim Entrance Brathähnchen und war immer dreckig. Seine Matches sahen alle gleich aus: Er machte nichts. Er machte absolut gar nichts. Irgendwann schupste er seinen Gegner um und setzte sich zum Sieg auf ihn. Mir fehlen einfach die Worte bei diesem Gimmick, ach was, bei dieser Zumutung. Es war ekelig, blödsinnig, beleidigend und schlichtweg überflüssig. Für Bastion Booger gibt es keine Entschuldigung.

Der Schneider der WWF musste im Jahr 1993 viele sehr umfangreiche Outfits kreieren und er machte einen miserablen Job. Men on a Mission, Bastion Booger, Giant Gonzales - sie alle waren groß und umfangreich und mit mehr oder weniger schrecklichen Gimmicks versehen. Unterstrichen durch lächerliche Outfits, miserable In-Ring-Fähigkeiten und absoluten Null-Storylines. Wohl bemerkend, dass diese Richtung eine völlig falsche war, setzte man im Folgejahr wieder auf eine andere Art von Gimmicks. Auf Unterhaltung, nette Typen, schmale Männer, die gar ansehnliche Matches bestreiten konnten. Aber auch für sie hielt man Gimmicks bereit, die sich gewaschen hatten. Ich hoffe, meine Top 5 aus dem Jahr 1993 hat euch gefallen und ihr tut Euch auch in der nächsten Woche die 1994er Ausgabe an - dann u.a. mit dem großartigsten Tag Team der neunziger Jahre und einem jungen Hardcore Holly.
 
 
 
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