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Puroresu

Das Genickbruch'sche Puroresu-FAQ soll eine Einführung in die Welt des japanischen Wrestlings bieten. Dabei wird insbesondere auf die größten japanischen Ligen, auf wichtige japanische Wrestler und auf einige Besonderheiten des professionellen Ringens im Land der aufgehenden Sonne hingewiesen. Korrekturen und Ergänzungen könnt ihr gerne per Kontaktformular an uns schicken.
Kapitel

All Japan Pro Wrestling (AJPW)
All Japan Pro Wrestling wurde 1972 von Giant Baba und einigen Freunden gegründet. Nachdem das Wrestling nach Rikidozans Tod an Ansehen verlor, konnte Baba mit AJPW den Stand des Sports wieder verbessern. Hinter NJPW konnte man bis 2000 erfolgreich als Nummer zwei behaupten. Als es aber nach Babas Tod im Januar 1999 Meinungsverschiedenheiten zwischen den Wrestlern und Babas Witwe Motoko Baba gab verließ 2000 unter der Führung des damaligen Superstars Mitsuharu Misawa fast das komplette Roster die Liga um Pro Wrestling NOAH zu gründen. Zunächst holte Motoko Gen'ichiro Tenryu zurück, der 1990 All Japan verlassen hatte und laut Giant Baba nie mehr bei der Liga wrestlen sollte, um das Überleben zu sichern. Später war es eine Kooperation mit dem alten Rivalen NJPW, die weitere Talente bringen sollte. Superstar Keiji Muto rechnete sich Chancen auf den Posten des Präsidenten der Liga aus und wechselte zu AJPW. Und nur wenige Monate nach seinem Wechsel wurde ihm im September 2002 auch das Amt übertragen. Unter Muto änderte sich auch die Ausrichtung der Liga. Da das Roster auch weiterhin sehr dünn besetzt war konnte man sich nicht mehr nur auf den athletischen Stil verlassen um Zuschauer anzuziehen. Muto vergößerte daher den Anteil an Rahmenhandlungen, was einige alte Fans verschreckte, im Endeffekt aber das Überleben der Liga sicherte.

AJPW war von 1973 bis 1986 Teil der NWA. Danach arbeitete AJPW bis 1990 mit der WCW zusammen. Zwischen 1980 und 1988 gab es eine starke Zusammenarbeit mit der AWA
 
All Japan Women´s Pro Wrestling (AJW)
AJW wurde am 29.Juni 1968 von den Matsunaga-Brüdern gegründet. Die Liga bot legendäre Events von den späten 70ern bis 1995. Der Angle der Crush Gals gegen das Heel-Stable Gokuaku Domei ließ tausende von Schulmädchen mit ihren Idolen mitfiebern und machte AJW zur größten japanischen Wrestling-Liga der 80er. Während der 90er boten die Top-Wrestlerinnen Matches, die geschlechterunabhängig zu den besten Matches aller Zeiten zählen. Ende der 90er schossen schließlich immer mehr Joshi-Ligen aus dem Boden, die einerseits einige Wrestlerinnen zum Abgang bewegten, andererseits die Konkurrenz erhöhten und den Markt übersättigten. 2002 verlor die Liga seien TV-Deal und 2005 musste die zu dem Zeitpunkt älteste Wrestling-Liga Japans - AJW wurde 4 Jahre früher gegründet als AJPW oder NJPW - seine Pforten schließen.
 
All Japan Women's Wrestling Association
Die All Japan Women's Wrestling Association war die erste Liga der Matsunaga-Brüder, die sich aus dem All Japan Women's Wrestling Club lösten. Auch diese Liga musste 1957 aufgeben.
 
All Japan Women's Wrestling Club
Der All Japan Women's Wrestling Club war die erste Joshi Liga der Inokari-Brüder. Anfang der 50er fanden die Events in Strip-Clubs statt. Mit Mildred Burke gab es einen Boom. 1957 war das Projekt aber pleite.
 
ARSION (Hyper Visual Fighting)
ARSION war die Liga von Aja Kong und Rossy Ogawa. Die erste Show fand am 18. Februar 1998 statt. Lange waren Aja Kong und Lioness Asuka die Top Draws. Durch die schlechte Förderung mancher Talente bekam ARSION große Probleme und im Jahre 2003 löste sie sich auf.
 
AtoZ
AtoZ war im Grunde die Nachfolgepromotion von ARSION. Nach den respektiven Ausstiegen von Aja Kong und Lioness Asuka übernahm Yumiko Hotta die Liga, brachte Geldgeber mit und benannte ARSION 2003 in A to Z um. 2006 war aber auch dieses Kapitel beendet.
 
BattlARTS
Die Shootstyle-Promotion BattlARTS wurde 1996 von Yuki Ishikawa gegründet. Entstanden ist die Liga praktisch aus dem kompletten Roster von Fujiwara-Gumi. Ab 2001 wurden keine regelmäßigen Shows mehr abgehalten, stattdessen gab es nur noch gelegentlich einzelne Veranstaltungen. Wrestler wie Mohammed Yone und Minoru Tanaka kamen daraufhin fest in den großen Mainstream-Ligen unter.
 
Big Japan Pro Wrestling (BJW)
Big Japan Pro Wrestling wurde im März des Jahres 1995 während der Boomperiode des Hardcore-Wrestling von Great Kojika gegründet. Um 2000 war die Zusammenarbeit mit der CZW sehr stark, was Big Japan beinahe in den Ruin stürzte. Die Liga erholte sich allerdings und wurde nach dem Ende der FMW zur ersten Adresse im Hardcore-Wrestling.
 
Dragon Gate
Als 2004 Último Dragón die Liga verließ und alle Namensrechte mit sich nahm formten Präsident Takashi Okamura und die Wrestler von Toryumon Japan Dragon Gate. Der Tourbetrieb setzte sich nahtlos fort und auch der Lucharesu-Stil wurde beibehalten. Allerdings öffnete sich Dragon Gate ein wenig im Gegensatz zur Isolationspolitik von Toryumon und so wurden regelmäßig Gast-Wrestler anderer Ligen sowie Ausländer eingesetzt.
 
Dramatic Dream Team (DDT)
DDT ist eine kleine Highflying-Liga die großen Wert auf absurde Angles legt. Eigentlich wurde dort jede denkbare Wrestling-Storyline schon einmal behandelt.
 
Frontier Martial Arts Wrestling (FMW)
Super Battle Pro-Wrestling FMW wurde anfang der 90er von Atsushi Onita gegründet. Onita war einer der Wegbereiter der Jr.-Division von AJPW, die jedoch immer eine stark untergeordnete Rolle zu den Heavyweights spielte. Schon 1985 musste er sich aber verletzungsbedingt vom Wrestling zurückziehen. Ende der 80er wurde er jedoch vom Shoot-Stil der UWF Japan inspiriert, wieder in den Ring zu steigen. Da er keine Möglichkeit hatte, bei der UWF anzutreten baute er die FMW um sich herum auf. Zunächst war die Liga, die als eine One-Night-Only-Verantaltung begann, wie der Name sagt, eher auf Martial-Arts-Kämpfe ausgerichtet. Als Onita merkte, dass die Zuschauer vor allem an den brutalen Kämpfen interessiert waren verschärfte er den Stil und machte Hardcore-Wrestling salonfähig. Schon 1990 bestritt er sein erstes Death Match. Dieser Stil entwickelte sich schließlich zum Massenphänomen und mit der jährlichen Hauptveranstaltung im Kawasaki Stadium konnte er bis zu 60.000 Menschen zu seinen Shows locken.

1995 trat Onita nach mehreren Verschiebungen seines Retirements zurück und traf in seinem letzten Match auf Hayabusa, der als Ace etabliert werden sollte. Onita verabschiedete sich also mit einem Sieg und die FMW verlor nicht nur ihren Haupt-Draw, es wurde auch deutlich gemacht, dass das neue Ace nicht mit dem alten mithalten kann. Von 1995 bis 1998 wurde aber der Hardcore-Stil in etwas kleinerem Rahmen weitergeführt. Einen Richtungswechsel gab es erst 1998, als Kodo Fuyuki mehr und mehr Einfluß gewann und den Stil der Liga eher in ein Entertainment-lastiges Produkt wandelte. 2001 traf die Liga schließlich ein schwerer Schlag, als Hayabusa in einem Match bei einem Asai Moonsault vom Seil abrutschte und mit dem Kopf im Ring aufschlug. Dadurch brach er sich den Nacken und konnte nicht mehr in den Ring steigen. Durch den Verlust ihres Aushängeschilds und die steigenden Schulden musste die FMW schließlich 2002 ihre Pforten schließen.

Die FMW war eine der einflussreichten Ligen, die nicht nur Wrestler wie Sabu, Mike Awesome und einige andere formte, sondern auch die ECW maßgeblich inspirierte. Eine weitere Besonderheit der FMW war der Einsatz von Damen-Wrestlern. In Japan waren die Ligen für Herren und Damen strikt getrennt. Erst in der FMW konnte eine Joshi-Division, an deren Spitze Megumi Kudo stand, erfolgreich neben einer Herren-Division bestehen.
 
GAEA Japan
GAEA war eine Frauenliga, die im Juli 1994 gegründet wurde, und die Nummer 2 hinter AJW darstellte. Die erste Show fand am 15. April 1995 in der Korakuen Hall statt. Präsidentin war Chigusa Nagayo. 2000 gab es eine groß inszenierte Reunion der Crush Gals Nagayo und Lioness Asuka, wodurch man AJW überholen konnte. Nach dem Retirement von Asuka stellte die Liga jedoch, trotz gut laufender Geschäfte, 2005 den Betrieb ein.
 
IWA Japan
IWA Japan wurde 1994 von Víctor Quiñones gegründet. Berühmt ist die Liga vor allem für das King of the Death Match Tournament 1995, welches Mick Foley im Finale gegen Terry Funk für sich entscheiden konnte, womit Foley zur Hardcore-Legende wurde. Als Quiñones, Mr. Gannosuke und Tarzan Goto noch 1995/96 die Liga verließen ging es steil bergab. Die Liga konnte sich aber trotzdem dank Kooperationen mit anderen Ligen und einer Umstellung des Stils auf Indy-Comedy über Wasser halten - wenn auch auf einem enorm kleinen Level.
 
Japan Pro Wrestling Alliance (JWA)
Die JWA war die erste japanische Wrestling-Liga und wurde 1953 von Rikidozan gegründet. Die Kämpfe von Rikidozan gegen ausländische Wrestler erreichten unglaubliche Einschaltquoten und machten Rikidozan zu einem Nationalhelden. Antonio Inoki und Giant Baba wurden zu den neuen Stars aufgebaut. Nach Rikidozans Ermordung 1963 fiel das Wrestling in Japan in eine Krise. Als Anfang der 70er Inoki und Baba die Liga verließen. um ihre eigenen Promotions - NJPW bzw. AJPW - zu gründen, und damit dem Sport wieder Leben einhauchten, waren die Tage der JWA gezählt und 1973 schloß die Liga.
 
Japan Women's Pro Wrestling (JWP)
Weil in AJW jede Wrestlerin mit 26 zurücktreten musste und gerade ein Joshi-Wrestling-Boom herrschte wurde 1986 JWP gegründet. Dort wurde das erste Mal die Altersbeschränkung weggelassen. 1992 brach die Promotion aber auseinander.
 
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