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Eine Schippe Geschichte

In dieser von verschiedenen Mitarbeitern übersetzten Reihe kann man in erster Linie ungeordnete Artikeln aus den WAWLI Papers finden. Die Reihe "Wrestling As We Liked It" stammt aus der Feder von J. Michael Kenyon, seines Zeichens einer der Wrestlinghistoriker mit der größten Fülle an Wissen. Die WAWLI Papers sind eine per e-Mail verschickte Onlinepublikation, mit der versucht werden sollte, bei den Wrestlingfans Interesse an einer Ära ihres Sports zu wecken, die schon lange zurückliegt und deshalb kaum noch Beachtung findet. Hier könnt ihr die 42 bisherigen Ausgaben unserer "Schippe Geschichte" nachlesen.
Kapitel

28. Juli 1997: Die Casey-Brüder: Die härteste Familie der Welt
DIE CASEY-BRÜDER: DIE HÄRTESTE FAMILIE DER WELT
Erschienen: Galveston County Daily News
Erscheinungsdatum: 28. Juli 1997
Autor: Carol Christian

Jim Casey ist eine irische Legende. Geboren 1912 in Sneem an der Südwestküste Irlands, ist Casey einer von sieben Brüdern, die einst von sich behaupteten, die "härteste Familie der Welt" zu sein. Keine andere Familie konnte ihnen jemals diesen Anspruch streitig machen in ihren Vorzeigedisziplinen Rudern, Seilziehen, Wrestling oder Boxen. Im Jahre 1989 wurden die sieben Brüder in Irlands Sport-Hall of Fame aufgenommen, als einzige Familie, der jemals diese Ehre zuteil wurde. Jim Casey sagte, dass die Brüder und deren drei Schwestern ihre Stärke und die natürliche Sportlichkeit von ihren Eltern, Michael "Big Mick" Casey und Bridget Sullivan Casey geerbt hätten.

Heute lebt Casey mit seiner Frau Myrtle bei einem See in Dickinson. Ihr Sohn James J. Casey und seine Frau Keri Ann führen den Familienbetrieb – Casey’s Country Kennels. Die letzten Monate waren ein wenig turbulent für die beiden älteren Caseys. Begonnen hatte das ganze mit einer Überschwemmung im Haus, ausgelöst durch eine geplatzte Waschmaschinenzuleitung. Eine Woche später erlitt Jim Casey einen Schlaganfall, der ihn eine Woche ins Spital und dann fünf Wochen in eine Reha-Klinik verfrachtete. Im Zuge dessen wurde er auch wegen Krebs am linken Auge behandelt. Jetzt, nach einer bemerkenswerten Genesung, kann Casey wieder gehen und sprechen, und er sagt, dass er darauf hoffe, bald wieder in seinem selbstentworfenen und –gebauten Rennboot rudern zu können. Das Boot war schon von vielen lokalen Ruderschülern und NASA-Astronauten zum Training verwendet worden.

Casey war in den späten Dreißigern in die USA gekommen, gemeinsam mit zwei seiner Brüder, Steve Casey und Tom Casey. Sie machten sich alle drei einen Namen im Rudern, Wrestling und Boxen. Steve, der 1987 an Krebs starb, war bekannt als "Crusher" Casey. Er gewann 1938 den NWA World Heavyweight Title in Boston Garden. Ein Lied über diesen Sieg, "Steve Casey of Sneem", ist in Irland wohlbekannt. Steve Casey war einer von nur fünf Leuten, deren Portraits in der Ehrenhalle von Sneem aufgehängt wurden. Bei seinem Begräbnis merkte ein Freund an, dass der einzige Mann, den Steve je gefürchtet hatte – auf dem Wasser oder im Ring – sein jüngerer Bruder Jim gewesen sei.

Durch das Wrestling hatte Jim Casey seine spätere Frau kennengelernt, die aus Galveston abstammte. An einem Montagabend 1945 besuchte sie ein Wrestlingmatch im Balinese Room, gemeinsam mit ihrem Boss und seiner Frau. "Wir gingen jeden Montag hin, saßen in der ersten Reihe und sagten den Wrestlern, was sie zu tun hatten", erinnerte sie sich, nunmehr 76 Jahre alt. An jenem Abend wurde Casey aus dem Ring geworfen und landete auf dem Schoß seiner späteren Ehefrau und ihren Freunden. "Er verlor den Kampf, weil wir ihn zu lange festhielten und fragten, ob er OK sei", erzählte Myrtle Casey. In der nächsten Woche verkaufte Myrtle Karten im Isle Theater an der Market Street zwischen der 21. und 22. Straße. Als sie aufblickte, sah sie Casey die Straße herunterkommen. Er fragte: "Kenne ich dich nicht?" Sie antwortete: "Ja, du bist vorige Woche auf meinem Schoß gesessen."

Sie heirateten im Jänner 1946 in San Francisco, von wo aus Casey das Land bereiste um zu wrestlen. 1947 trat er zurück und eröffnete in Boston eine Sportbar, Crusher Casey’s, gemeinsam mit seinem Bruder Steve.

Jim und Myrtle lebten von 1947 bis 1962 in der Bostoner Vorstadt Dorchester, wo auch ihre drei Kinder geboren wurden. Ihre Tochter, Patricia Curtin, ist mit dem gebürtigen Iren Charlie Curtin verheiratet und lebt in Pattison zwischen Sealy und Katy. Der Sohn der Caseys, Steve, ist verstorben. 1962 verkauften sie Haus und Geschäft und machten sich auf den Weg nach Kalifornien. Auf dem Weg machten sie Halt in Galveston County, um Familie und Freunden Lebewohl zu sagen. Sie mieteten ein Haus in La Marque für ein Monat und kauften sich dann in Alta Loma ein wenig Land, um dann dort die nächsten zehn Jahre zu verbringen, bis sie sich schließlich 1973 in Dickinson niederließen. "Ich bin froh, dass wir nicht nach Kalifornien gekommen sind", erzählte Myrtle.

Vier der Casey-Brüder sind noch am Leben. Paddy (87) lebt in London und Irland, Mick (84) in Sneem und Dan (80) wohnt in Dublin. Die einzige noch lebende Schwester ist Josephine (77), die in Irland lebt.

Bis zu seinem Schlaganfall war Jim Casey körperlich aktiv. Noch immer ausgestattet mit eiserner Statur im Alter von 85, zeigte er gerne die mahagoni-furnierten Boote in ihrem Verschlag her. Eines davon war das Rennboot, mit dem er, Steve und Tom eine Meisterschaft im Jahre 1940 am Charles River in Boston gewonnen hatten. "Wir hatten die richtige Größe und den richtigen Stil, um das Boot fliegen zu lassen", erzählte Casey, ausgestattet mit der guten Körperhaltung seiner Familie mütterlicherseits.

1983 organisierte Casey ein Familientreffen in Sneem. Alle sieben Brüder waren damals noch am Leben, aber zwei von ihnen konnten die Reise nicht mehr auf sich nehmen. Die fünf, die gekommen waren, kletterten in das Boot, mit dem sie die Meisterschaften 1930, 1931 und 1932 gewonnen hatten. Und obwohl sie seit 50 Jahren nicht gemeinsam gerudert hatten, bewegten sie sich noch immer mit derselben natürlichen Einheit und Grazie, wie man auf einem Videoband von Myrtle Casey sehen konnte, und wie es auch vom in Dickinson als freiberuflicher Autor tätigen Jim Hudson in seinem Buch "The Legend of the Caseys (The Toughest Family on Earth!)" beschrieben wurde.

"Ihre Riemen schnitten durchs Wasser in perfekter Einheit", schrieb Hudson 1990. "Die Rücken gerade, die Arme durchgestreckt, trieben sie das Boot durch das glitzernde Wasser – so sanft, wie ein Regentropfen an Seide hinabgleitet. Vielen der Leute, die von der Küste aus zusahen, fiel es schwer zu jubeln, denn sie hatten einen Kloß im Hals. Sie wussten, dass sie dem letzten Auftritt der größten Ruderer und großartigsten Athleten, die Irland jemals gesehen hatte, beiwohnten."
 
 
 
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