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Eine Schippe Geschichte

In dieser von verschiedenen Mitarbeitern übersetzten Reihe kann man in erster Linie ungeordnete Artikeln aus den WAWLI Papers finden. Die Reihe "Wrestling As We Liked It" stammt aus der Feder von J. Michael Kenyon, seines Zeichens einer der Wrestlinghistoriker mit der größten Fülle an Wissen. Die WAWLI Papers sind eine per e-Mail verschickte Onlinepublikation, mit der versucht werden sollte, bei den Wrestlingfans Interesse an einer Ära ihres Sports zu wecken, die schon lange zurückliegt und deshalb kaum noch Beachtung findet. Hier könnt ihr die 42 bisherigen Ausgaben unserer "Schippe Geschichte" nachlesen.
Kapitel

10. Juni 1949: Was machen die großen Stars heute?
Was machen die großen Stars heute?
Autor: Wallie Ingram
erschienen in: Southern Cross, Neuseeland
Erscheinungsdatum: 10. Juni 1949

In der Ausgabe von "World of Sport" vom vergangenen Sonntag, einer Radioshow auf Radio 2ZB in Wellington, sprach Wallie Ingram, Redakteur der Southern Cross, über einige der ehemaligen Stars, welche bereits vor vielen Jahren in Neuseeland im Ring zu sehen waren. Wenn ihr euch gefragt habt, was aus Whiskers Blake, "Count" Joe Varga oder einigen anderen geworden ist, dann könnt ihr es hier erfahren:

In dieser Ausgabe wollen wir auf einige der von ihm genannten Wrestler eingehen. Vielleicht können wir eines Tages auch die ganze Liste veröffentlichen.
Letzte Woche traf ich meinen alten Freund Lofty Blomfield [Mitglied der Wrestling Hall of Fame von Neuseeland, Anm.d.Übers.], der besser aussah als je zuvor, und wir sprachen über einige alte Geschichten. Da er erst kürzlich in Amerika gewesen ist, fragte ich ihn, ob er einige der alten Weggefährten getroffen hätte. Lofty hatte einige interessante Geschichten für mich und zusammen mit anderen Quellen versuche ich nun ein Gesamtbild zu präsentieren.

Joe Varga ..."Count" Joe Varga, wie sie ihn nannten, ist heute Militärausbilder in einem College in der Nähe von Los Angeles. Joe Varga war ein farbenfroher und lustiger Weggefährte. Er war ein gefürchteter Heel, aber erkonnte auch sehr gut wrestlen. Heute hat er den Rang eines Captains und jagt junge Amerikaner durch einen Hindernisparcours. Da er bereits in der Australischen Armee im 1. Weltkrieg kämpfte, hat er bestimmt viele gute Tips für die jungen Amerikaner.

Stanley Pinto...eine unsterbliche Wrestlingerinnerung...ist heute Ringrichter in den Vereinigten Staaten. "In goes Pinto." Dieser Ruf wird immer unvergessen bleiben. Stanley ist als Ringrichter genau so unnachahmlich wie er es früher als Wrestler war. Noch heute macht er Sachen im Ring, welche die Menge toben lassen.

Andy Moen war die zentrale Figur in einigen der bedeutendsten Schlachten mit Lofty Blomfield in Neuseeland. Heute hat er eine Bar in Minneapolis. Bis heute tauchte er noch auf vielen Wrestlingcards in und um Minneapolis auf. Aber der Verlust eines Auges, als er seinem Sohn eine neue Waffe erklären wollte, beendete für ihn das Spiel, welches er so sehr liebte.

Tony Stecher, der vor mehr als 20 Jahren in Wellington kämpfte, ist nun ein großer Wrestlingpromoter in Minneapolis. Tony, der Bruder des legendären Joe Stecher, der Meister der Beinschere, ist heute ein ehrlicher Arbeiter in den Staaten, der sehr viele gute Wrestler um sich schart. Bill Kuusisto und Joe Pazandak sind nur zwei dieser Personen, und auch Ken Kenneth wrestlet für ihn. Ich habe erst kürzlich von Tony gehört - er hat mir Fotos und Programme seiner Veranstaltungen zukommen lassen - und er will demnächst in Neuseeland veranstalten.

Jack Donovan, der 1939 in Neusseland kämpfte, war sowohl Wrestler als auch Stuntman. Nachdem er aus Neuseeland in die USA zurückgekehrt war starb er bei einem Autounfall.

Al Karasick, der einige Zeit erblindet war, dank einer typischen Wrestlerkrankheit namens "trachoma", ist heute fürs Wrestling in Honolulu zuständig. Karasick - ich sah ihn damals in einem denkwürdigen Match gegen Dean Detton in Wellington - litt auch damals schon unter dieser Krankheit, aber er war eine meisterhafter Showman und wusste was die Fans sehen wollten und was nicht.

In Honolulu hat er eine große Gefolgschaft fürs Wrestling aufgebaut und schafft es immer wieder, die Stars vom Kontinent zu verpflichten. Jack Claybourne zum Beispiel soll sich in Honolulu sehr wohl fühlen.

Paul Boesch, der sich inzwischen von einem schweren Autounfall erholt hat, genießt heute ein gutes Leben als Radiomoderator. Dabei diskutierte er Wrestlingmatches aus dem Fernsehen. Diejenigen die ihn schon einmal gehört haben werden wissen, dass er wohl einer der besten ist. Im Wrestling beherrschte er wohl den besten Dropkick und konnte die Fans damit immer wieder begeistern.

Joe Savoldi, vielleicht der Erfinder des Dropkicks, hatte einen lustigen Lockenkopf – ein echter Italiener eben. Obwohl, Jumping Joe hatte sehr viele Auftritte mit den American Beach-Head Boys in Italien und Sizilien. Die heißen Auftritte und das Tragen eines Helms führten wohl dazu, dass Joe keine Locken mehr hat. Genauer gesagt, hat sich sein Haar sehr gelichtet und einige behaupten sogar, er hätte inzwischen eine Glatze. Vielleicht ist es so sogar besser.

Roland Kirchmeyer promotete lange Zeit in Florida, doch in den letzten Monaten hat er sich auf seine Farm zurückgezogen. Wie viele andere auch, zum Beispiel Peter Managoff, musste sich Rolly kürzlich eine Nieren entfernen lassen und deswegen sieht man ihn nur noch gelegentlich am Ring. Er hat sich praktisch in den Ruhestand zurückgezogen.

Paul Jones – derjenige, der uns den Figure-Four und die Body Scissors zeigte, ist ebenfalls Promoter in Chattanooga, Tennessee. A propos Peter Managoffs Figure-Four Body Scissors, welche Len Levy in Wellington eine ganze Menge Probleme gemacht haben – nach dem Match besuchte ich Len im Umkleideraum und gratulierte ihm zu diesem wunderbaren Match. „Dieser Typ war der Zweite, der aus meinen Scissors rausgekommen ist”, versicherte er mir. „Es gibt nur eine Möglickeit raus… aufzustehen… und dazu benötigt es eine Menge.“ Ich fragte Peter, wer denn der Erste war, der aus dem Hold herausgekommen war. „Rolly Kirchmeyer“, antwortete er.

Leo Jensen, der so um 1938 gegen Joe Tonti die Wellington-Saison eröffnete, ist in Australien. Er arbeitet in Newcastle und wrestlet ein bisschen zwischen in der Zwischensaison. Leo ist nicht schwer genug, um eine große Zuschauerschaft anzuziehen in Zeiten der Popularität von 110 Kilo-Kalibern.

Ich war verantwortlich dafür, daß Leo in diesem Eröffnungsmatch gegen Tonti nicht besonders gut aussah. Es passierte folgendermaßen: Leo wusste, dass ich die Angewohnheit hatte, jeden Samstag lange Spaziergänge zu machen, und er fragte mich, ob ich ihn mitnehmen würde an dem Samstag vor dem Eröffnungsmatch am darauffolgenden Montag.

Nun, der langen Rede kurzer Sinn – ich nahm ihn mit auf den Spaziergang. Wir starteten am Hotel Windsor, gingen zur Endstation der Karori Straßenbahn, weiter entlang der South Karori Road bis zum Ende, über den Karori Fluß und dann entlang der Hügel zur Terawhiti Station. Dann machten wir Pause, um einen Bissen zu essen. „Wie weit sind wir nun von Wellington entfernt?“ fragte Leo. „Nun, in etwa am halben Weg.“

Das hatte Leo einen richtigen Schlag verpaßt. Er war ein ziemlich kerniger Kerl, aber langsam begann er die Erschöpfung zu spüren. So, weiter ging’s, den Hügel hinunter dorthin, wo der Karori Fluß bei Kirkaldies Schafschererei herauskommt, den Strand entlang, hinter Sinclair Head in die Ohiro Bay und Happy Valley runter wieder die Straße zurück zu Windsor Hotel.

Am nächsten Tag sagte mir Leo, er hätte einen 10 Meilen Spaziergang erwartet, aber stattdessen wären es 20 gewesen! Er war furchtbar langsam gegen Tonti am Montagabend und konnte sich nie wirklich durchsetzen in Wellington, obwohl er es in anderen Städten schaffte. Ob dieser Spaziergang vielleicht doch keine so gute Idee gewesen war?

Joe Tonti war der Kerl, der eines Tages bei der Oriental Bay Parade vor 3000 Zuschauern auf den Händen gehend mit einer Kette zwischen den Zähnen zwei vollgeladene Autos zog. Kein Scherz!

Dick Raines erzählte mir, daß Joe Tonti während des Kriegs einen amerikanischen Panzer gezogen hatte, nur um zu zeigen, daß dieser Sketch in Ripleys „Believe It Or Not“ [eine TV-Serie Ende der 40er, Anm. d. Übers.] funktionierte. Es war wirklich schade, dass Joe nicht so erfolgreich wrestlen konnte wie er auf seinen Händen gehend Autos zog.

Whiskers Blake – was für ein Mann! Er ließ sich diesen Schnurrbart im Zuge einer wissenschaftlichen Expedition im hohen Norden Kanadas wachsen – als Schutz gegen die kalten Winde. Er kam nach Neuseeland um den Rekord aufzustellen in praktisch jeder Stadt des Landes gewrestlet zu haben – allerdings kam er nur in eine einzige Stadt ein zweites Mal.

Whiskers war ein netter Kerl und ein äußerst interessanter Zeitgenosse – wie die meisten Wrestler – aber er war kein großer Wrestler. Er kam nach Australien und fuhr mit einem Pferdegespann über den Sydney Cricket Ground, um – maskiert als Römer – Werbung für den Film Ben Hur zu machen und nebenbei auch für sein Match gegen den Russian "Lion" Tom Lurich im Sydney Stadium. Whiskers und Lurich lockten eine der größten Menschenmengen zum Wrestling ins Sydney Stadium, aber kurz darauf zog Whiskers nach Südafrika, wo er zur der Zeit, als ich das letzte Mal etwas von ihm gehört habe, eine Sporthalle geleitet und sich auf den Bereich medizinische Massage konzentriert hat.
 
 
 
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