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Eine Schippe Geschichte

In dieser von verschiedenen Mitarbeitern übersetzten Reihe kann man in erster Linie ungeordnete Artikeln aus den WAWLI Papers finden. Die Reihe "Wrestling As We Liked It" stammt aus der Feder von J. Michael Kenyon, seines Zeichens einer der Wrestlinghistoriker mit der größten Fülle an Wissen. Die WAWLI Papers sind eine per e-Mail verschickte Onlinepublikation, mit der versucht werden sollte, bei den Wrestlingfans Interesse an einer Ära ihres Sports zu wecken, die schon lange zurückliegt und deshalb kaum noch Beachtung findet. Hier könnt ihr die 42 bisherigen Ausgaben unserer "Schippe Geschichte" nachlesen.
Kapitel

3. Mai 1984: Die Meute labt sich an der Arroganz
Die Meute labt sich an der Arroganz

(Allentown Morning Call, May 3, 1984 – Autor: John Kunda)

Für ungefähr eine Stunde gestern Abend wusste ich nicht ob ich lachen oder weinen sollte, mich übergeben oder gleich ganz verschwinden vom Set eines Tapings einer TV-Show mit dem Titel “Super Athletes / Super Entertainers: The World of Professional Wrestling“

Immer wieder mal hatte ich die Ahnung, dass sich die Präsentatorin des Programms, die bezaubernde Shelley Brown Silfies, mit ähnlichen Intentionen herumschlug.
Die anwesende Fanmeute hatte mich gewarnt, Typen wie Lou Albano und Fred Blassie haben die Gabe, das Blut der Fans und Zuseher zum Kochen zu bringen. Die Wrestler selbst, in diesem Fall Roddy Piper sind diesbezüglich nicht weit hinter ihren Manager.

Oh, da war auch ein „good guy“ in dieser Diskussionsrunde auf WLVT-TV Channel 39. Sein Ringname ist Sgt. Slaughter, ein ex-Marine-Soldat der alles an Amerika liebt und verehrt.
Was mich am meisten wunderte und überraschte war, dass je arroganter Albano und Blassie wurden, desto mehr wurden sie von den rund 100 Fans die Tickets ergattern konnten, geliebt. Genauer gesagt wurde auch die Menge etwas arrogant und während des Frage-und-Antwort Teils der Show musste die Präsentatorin einmal einschreiten und an die Fans appellieren doch auch intelligente Fragen zu stellen.

Gesegnet seien Leute wie Albano, Piper und Blassie und ihre Rauheit. Offensichtlich bieten sie das, was die ProWrestlingfans wollen. Die Meute hängt an ihren Lippen. P.T. Barnum hätte solche Leute an seiner Seite gehabt, darauf kann man wetten. Sie wären Hauptmänner in seiner Armee gewesen.
Es ist klar, dass sie sich zu Tode lachen auf dem Weg zu ihrer Bank. Roddy Piper, mit dem Gimmick als kilttragender Schotte hat es so treffend gesagt als er gefragt wurde, warum er von Georgia nach Allentown gekommen ist: „Der Grund war Geld.“ Auf die Frage ob er denn das nicht näher ausführen könnte antwortete er mit „mehr Geld!“
Man kann jeden oder jede in der Zuschauermenge fragen (Pro Wrestling hat wahrscheinlich den höchsten Frauenanteil unter den Fans bei allen professionellen Sportarten) was sie von den rohen und oft rauen Vorgängen halten und die Antwort wird fast immer dieselbe sein: „Showmanship, die Kunstform“-sagen sie meistens. „Sie sind großartige Unterhalter, Entertainer“, so eine junge Dame in den frühen 20ern.

Ein älterer Herr, der ein gelbes The Magnificent Muraco-Shirt trägt sagt, dass ihm die Wettbewerbsfähigkeit gefällt im ProWrestling, das Konkurrenzdenken. Dass selbiges aber nur ein Produkt von Herren wie Albano und Blassie ist kümmert ihn nicht. Es gibt good guys und bad guys im Wrestling, wie die entstehen ist egal.
Albano, der von sich selber sagt, dass sein Ruf auf Höflichkeit und guten Umgangsformen fußt (ok, wahrscheinlich eher das Gegenteil) nennt die Akteure in seinem Sport „die besten Athleten in der Welt … die in jedem Sport gegen jeden anderen Athleten antreten könnten.“ Diese Wortspende wurde mit donnerndem Applaus bedacht.
Albano´s Einmarsch fiel in die Kategorie „Spektakel“. Seine Warmup-Pants und Strandsandalen waren schon mal etwas Hervorstechendes. Gummibänder hingen von seinen Ohren und ein weiteres Gummiband macht aus seinem lange Bart etwas, dass ungefähr an eine Eiscremetüte erinnert. „Das ist Stil!“ sagt er darüber.
Wenn man aber über Hot Dogs, Apfelkuchen und die amerikanische Flagge spricht, dann kommt einem sofort Sgt. Slaughter in den Sinn. Er ist der Held, wo immer er auch auftaucht und er bekam auch eine stehende Ovation beim Betreten des Studios, gekleidet in Tarnkleidung, Kampfstiefeln und Sonnenbrillen.
Sein großer Aufhänger zur Zeit ist das sogenannte Cobra Corps, so eine Art Fanclub nehme ich mal ein. Er hat einen Wrestlinghaltegriff den er den Cobra Clutch nennt, ein Griff den er laut eigener Aussage bei den Marines entwickelt hat und den er auch im Vietnamkrieg verwendet hat. Es gab sogar einen Freiwilligen aus dem Publikum der zu Demonstrationszwecken nach vorne kam. „Ich werde keine Druck anlegen“, sagte Slaughter während er den Mann in einen Haltegriff um den Hals nahm. Der Griff sah tatsächlich gefährlich aus.

Auch ein Teil der Sendung war Vince McMahon, ein muskulöser Kerl der Titan Sports leitet, eine Promotionfirma im Wrestlinggeschäft. Er kennt alle Winkelzüge des Geschäftes und als die Präsentatorin ihn fragte ob in diesem Sport etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, nicht echt ist, antwortete McMahon listig das dass alles Teil der Mystik des Wrestlings sei.

McMahon gab aber Antwort auf die Frage wie viel Geld denn die Wrestler in diesem Sport verdienen. Laut seinen Aussagen variiert das Einkommen der Sportler abhängig von der Anzahl der Matches die der Wrestler kämpfen möchte. Die Zuhörerschaft fiel beinahe in Ohnmacht als Vince McMahon sagte, dass jemand wie Hulk Hogan rund $ 700.000 im Jahr verdient. „Aber“, fügt er an, „ein Mann wie Frankie Williams geht auch nicht so oft zur Bank!“

Die Show ist Teil eines Programmpaketes mit dem Titel „Your Turn, Lehig Valley“ wird später im Monat zweimal ausgestrahlt werden.
 
 
 
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