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Eine Schippe Geschichte

In dieser von verschiedenen Mitarbeitern übersetzten Reihe kann man in erster Linie ungeordnete Artikeln aus den WAWLI Papers finden. Die Reihe "Wrestling As We Liked It" stammt aus der Feder von J. Michael Kenyon, seines Zeichens einer der Wrestlinghistoriker mit der größten Fülle an Wissen. Die WAWLI Papers sind eine per e-Mail verschickte Onlinepublikation, mit der versucht werden sollte, bei den Wrestlingfans Interesse an einer Ära ihres Sports zu wecken, die schon lange zurückliegt und deshalb kaum noch Beachtung findet. Hier könnt ihr die 42 bisherigen Ausgaben unserer "Schippe Geschichte" nachlesen.
Kapitel

1960: Papierfetzen
PAPIERFETZEN
Erschienen in: N.W.A. Official Wrestling Magazine


Wir können uns nichts geeigneteres vorstellen, dass einen Einblick gibt, wie viel Wrestlingfans vom Wrestling verstehen, als den "Do You Know Your Holds"-Wettbewerb des offiziellen N.W.A. Wrestlingmagazines, welcher im Mai 1952 begonnen wurde.

Als der Wettbewerb begann und die Regeln festgelegt wurden, entschieden wir, dass die Leute uns eine kurze Notiz schicken und einen Griff beschreiben sollten, jedoch war die Richtigkeit der Griffbeschreibung nicht nötig, um den Wettbewerb zu gewinnen. Überraschenderweise erreichte uns eine Flut von Ideen zu einzelnen Griffen und noch mehr überraschte uns die Tatsache, dass die Griffe genauestens analysiert und perfekt beschrieben wurden.

Noch vor wenigen Jahren, war ein solches Expertenwissen nur bei wenigen Fans hier und da Mal vorhanden. Ein weiteres Indiz für den gewaltigen Aufwärtstrend, den das Wrestling im letzten Jahrzehnt erlebte. Heute weis der Durchschnittfan so viel von den Wirren des Business, wie der Boxfan den Unterschied zwischen Jabs, Uppercuts und so weiter kennt. Das hat auch seinen Einfluss auf die Wrestler gehabt. Zum Beispiel hat der normale Wrestler vor einigen Jahren noch eingeübte und gemischte Griffe angewandt, bis er das Match schließlich gewann. Wenn der Kampf zu Ende war, hat sich der Kommentator nicht um den Namen des Griffs gekümmert, welcher letztlich den Sieg brachte. Heute ist das nicht mehr so. Der Kommentator vergisst nie einen Griff zu erklären und die Fans sind sehr daran interessiert ihn zu kennen. Nun, da die Wrestler wissen, dass die Zuschauer ihre Moves kennen, sind sie bemüht, spezielle Lieblingsmoves zu kreieren, mit welchen sie ihre Gegner besiegen. Wenn sie einen sehenswerten Griff entwickeln, wird ihr Name unabdingbar mit ihm in Verbindung gebracht. Was nicht zuletzt auch Einfluss auf ihr Gehalt hat.

Aber kommen wir zurück zu den Fans und ihrem Wissen über das Wrestling. Wir werden exemplarisch einige der Tausende Zusendungen die uns jeden Monat erreichen auswählen. Vielleicht stimmen sie ihnen nicht immer zu, sollte es so sein, dann schreiben sie uns doch ihre Gedanken zu besagtem Griff.

Hier beschreibt ein Fan den Crotch und Armlock, er sagt, dieser Move wäre ebenfalls als "Airplane Spin" bekannt und beschreibt ihn wie folgt: "Jimmy Londos benutzte seinen Griff um die meisten seiner Gegner zu pinnen. Es ist ein perfektes Zusammenspiel zwischen Balance, Hebelkraft und Stärke nötig. Man packt das rechte Handgelenk des Gegners und zieht ihn zu sich heran, duckt sich unter seinem Arm hindurch und hebt ihn auf seine Schultern. Nun beginnt man sich um die eigene Achse zu drehen, solange bis man sicher ist, dass der Gegner sein Gleichgewicht verloren hat. Dann bückt man sich und lässt seinen Gegner auf den Ringboden fallen. Dann muss man ihn schnell pinnen."

Dieser Fan schreibt uns aus Washington D.C. und hat folgendes über den Half Nelson kombiniert mit einer Legscissors zu erzählen:
"Dieser Griff wurde von Joe Stecher, welcher in den alten Tagen des Wrestlings der World Champion war, berühmt gemacht. Joe war außerdem Baseballspieler. Er gewann seinen Titel von Charley Cutler in Omaha, Nebraska. Dieser Griff, welchen Stecher berühmt machte, kann einfach in einen Cobratwist, welchen Cyclone Anaya anwendete oder einen Rockingsplit oder einen Headvise von Frank Sexton weitergeführt werden. Es können viele sehr bekannte Moves, welche sehr effektiv sein können, wenn sie richtig eingesetzt werden, daraus folgen. Aber das moderne Wrestling wird von Tag zu Tag schneller, weswegen dieser Griff und seine Abarten langsam aussterben."

Im nächsten Brief beschreibt ein Teilnehmer aus Grand Rapids in Michigan den Trip Out Toe Hold.
"Für diesen Griff braucht man eine gute Geschwindigkeit und ein gutes Timing. Dieser Griff wird normalerweise dann benutzt, wenn die Action im Ring ihre höchste Intensität erreicht hat. Ich persönlich sehe ihn am liebsten als Konter auf einen Body Block. Der ausführende Wrestler lässt sich auf die Matte fallen, während sein Gegner angerannt kommt. Er hackt den Fuß des Gegners mit seinem einen Bein ein und bringt ihn zu Fall. Gleichzeitig drückt er den zweiten Fuß in die Kniekehle des Gegners, um dessen Fall auf den Ringboden damit zu beschleunigen. Wenn man die nötige Geschwindigkeit und Präzision besitzt, wie zum Beispiel Billy Goelz oder Lou Thesz, ist man in der Lage, einen sehr effektiven Toe Hold anzusetzen."

Aus Newark in New Jersey schrieb uns ein Wrestlingfan seine Auffassung, was man über den Half Crab wissen sollte. So beschrieb er ihn...
"Der Half Crab wird angesetzt, wenn man seinen Gegner auf die Seite gedreht daliegend hat. Du packst sein Gesicht mit der linken Hand und ziehst es zurück, um Druck auf seinen Nacken auszuüben. Du packst seinen Fuß mit der rechten Hand am Knöchel. Danach stellst du deinen rechten Fuß auf seine Wirbelsäule und übst Druck auf den unteren Teil seines Rückens aus. Der Half Crab wird für gewöhnlich als Aufgabegriff eingesetzt. Nur wenige Wrestler können damit prahlen, jemals aus einem Half Crab entkommen zu sein."

Wer nun glaubt, dass die Frauen keine Ahnung von den Aktionen im Ring hätten, der irrt sich. Hier ist der Beitrag einer jungen Dame aus Albion, N.Y. und sie erklärt uns den Half Nelson.
"Der eine Wrestler muss versuchen hinter seinen Gegner zu kommen. Dann muss er dessen linken Arm auf den Rücken, unterhalb des Nackens bringen . Dann steckt er seinen rechten Arm durch das entstandene Loch zwischen dem verdrehten Arm und Kopf und drückt den arm in den Nacken des Gegners. Um dem ganzen noch mehr Nachdruck zu verleihen, kann er seine Hand auch gegen den Hinterkopf des Gegners drücken. Dann lässt sich der erste auf die Knie fallen und übt somit Druck auf den Nacken seines Gegners aus und zwingt ihn somit auf die Matte."

Aus Shoshone, Idaho schreibt uns eine weitere Dame. Sie beschreibt den Chin Hold kombiniert mit einem Backbreaker.
"Er hat seine Hand am Kinn seines Gegners und zeiht es nach hinten, währenddessen drückt er dem Gegner seinen Fuß in den Rücken und macht eine Art Backbreaker. Weil der Gegner weder seine Arme noch seine Füße sinnvoll einsetzen kann, ist es ein Submissionhold. Sollte die Hand jedoch an den Hals abrutschen, so muss der Ringrichter den Griff lösen."

Aus San Fransisco schreibt uns ein weiterer weiblicher Fan. Sie erklärt uns das Surf Board und den Irish Whip.
"Derjenige, welcher das Surf Board ansetzt verhält sich genau wie ein Surfer. Er steht auf den Oberschenkeln des Gegner und nutzt ihn als Board. Dabei zieht er dessen Arme nach oben, um sich mehr halt zu verleihen. Es wird meist angesetzt, wenn sich der Gegner auf den Knie oder am Boden befindet. Dann drückt man ihm zunächst ein Knie in den Rücken und zieht seine Arme nach hinten. Das Ergebnis ist eine extreme Überdehnung der Brustmuskulatur und des unteren Rückgrates. Der Gegner muss eine enorme Kraftanstrengung erbringen, um sich aus diesem Griff zu befreien. Seine einzige Möglichkeit liegt darin, die Beine seines Gegners von den Schenkeln zu bekommen.

Für den Irish Whip muss sich der Wreslter einen der Arme seines Gegners schnappen und ihn weit nach außen halten. Dann packt er mit beiden Händen das Handgelenk des besagten Armes und dreht den Arm einmal über den Kopf des Gegners. Der Gegner geht zu Boden und der Aggressor kann einen Pinversuch anbringen. Seine einzige Chance ist es, den Griff nach dem Handgelenk zu verhindern. Danno O'Mahoney perfektionierte diesen Griff."

Wir werden bei Gelegenheit noch mehr Beschreibungen von Griffen vorlegen.
 
 
 
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