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Eine Schippe Geschichte

In dieser von verschiedenen Mitarbeitern übersetzten Reihe kann man in erster Linie ungeordnete Artikeln aus den WAWLI Papers finden. Die Reihe "Wrestling As We Liked It" stammt aus der Feder von J. Michael Kenyon, seines Zeichens einer der Wrestlinghistoriker mit der größten Fülle an Wissen. Die WAWLI Papers sind eine per e-Mail verschickte Onlinepublikation, mit der versucht werden sollte, bei den Wrestlingfans Interesse an einer Ära ihres Sports zu wecken, die schon lange zurückliegt und deshalb kaum noch Beachtung findet. Hier könnt ihr die 42 bisherigen Ausgaben unserer "Schippe Geschichte" nachlesen.
Kapitel

Datum unbekannt: Ein Potpourri von Artikeln (Potent Potables?)
<b>Ein Potpourri aus Ringweisheiten, Geschichten und Legenden</b>


Ed Lewis, erklärte am 16. Juli 1953 in einem Interview mit Bill Bono in Spokane, Washington, nach 6.200 Runden im Ring habe er „keinen Makel davongetragen. Ich habe den Blutdruck eines Dreißigjährigen. Oh, es ist ein guter Sport.“ Im selben Interview meint er, er sei Wrestler seit „44, nein, 45 Jahren“. Er habe sein Heim in Tulsa gefunden, und infolgedessen habe er 22 Mal den Atlantik und 279 Mal die Vereinigten Staaten mit dem Flieger überquert. Alleine im Jahr 1952, erzählt er, habe er 200.000 Meilen in Begleitung des World Champion Lou Thesz zurückgelegt.

Am 13. April 1933 wurde Daisy Florence Savoldi erfolgreich in Los Angeles geschieden. Sie sagt, dass sie die einzigen Informationen über Joe Savoldi's momentane Aufenthaltsorte den Zeitungen entnommen hatte, die auflisteten, in welcher Stadt er sich gerade befand. Sie heirateten am 20. August 1931 und trennten sich im Oktober 1932. Ihre Abfindungssumme war 25$ pro Woche über zwei Jahre. Es war im Spätherbst 1931, nachdem Joes Heirat mit Daisy bekannt wurde, dass er beim Notre Dame Footballteam aufhörte und seinen Weg ins Wrestlingbusiness fand.

Zwei große Namen, die in der Wrestlinggeschichte nicht oft erwähnt werden, sind Throckmorton Cohn und Hercules Wergeles. Sie waren für die Publicity in den 30er Jahren für Jacques Armand Schuel (Jack Curley) zuständig, den berühmten Promoter.

Curley war ein großer, dicker Mann mit einem Mondgesicht, grauen Haaren und einem „Würstelbuden-Akzent“. Seine körperliche Verfassung war genauso wenig rosig. James Dempsey besuchte ihn eines Tages im Spital, wo er sich nach einer Operation im Juli 1934 befand. Jack Curley verstarb am 12. Juli 1937, geliebter Ehegatte von Bessie und Vater von Jack und Jean. Der Gottesdienst fand am 14 Juli um 10.00 Uhr vormittags in der Fairchild Chapel, 141-26 Northern Blvd, Flushing, statt. Das Begräbnis war am Nassau Knowles Friedhof, Port Washington, Long Island. Curley hatte in seiner vier Jahrzehnte dauernden Karriere Boxer, Opernstars, Schwimmer, Schauspieler und Zirkusse gemanagt.

Ein Zeitgenosse, der ähnliche Berühmtheit erlangte, war Jack Pfeffer (Hassen) , der „große Impresario unter den Fratzenschneidern“, auch bekannt als der „müde Wanderer von Warschau“. Pfeffer war ein einstiger Pianospieler, der Speerträger für Pavlova 1918 war. Er trug seine Hosen bis unter die Achseln und hatte generell eine verwelkte weiße Nelke im Knopfloch. Seine Schuhe hatten Absätze, ein Versuch, seine geringe Körpergröße von 1,50 m (mit Hut) zu verschleiern. Pfeffer hatte auch einen Spazierstock mit einem silbernen Knauf, den er „mittschiffs umklammerte, wie ein Stabhochspringer vor dem Absprung“. Derselbe Chronist spricht auch davon, dass er „wie George Arliss klang, den man durch einen Betonmischer getrieben hatte“. Sein Büro war im 9. Stock des alten Times Building, Ecke 42. und Broadway – „die Doppelkreuzung der Welt“. Pfeffer sagte über seine Wrestler: „Einige von ihnen können wrestlen, aber das halte ich ihnen nicht vor.“

Mehr Pfeffer: „Ich habe in meiner 20-jährigen Karriere niemals ehrliches Wrestling gesehen. Vielleicht gab’s das, aber ich war nicht dabei.“

Am 17. November 1941 verlangte das „Public Control Committee“ von London County, England ein Wrestling-Verbot: „Unserer Ansicht nach kann „all-in Wrestling“ (Wrestling, Anm.) nicht als richtiges „Wrestling“ (Ringen, Anm.) betrachtet werden. Wir finden nicht, dass es etwas mit Sport zu tun hat, und wir sehen es als eine menschenunwürdige und ungesunde Form der Unterhaltung.“

Ripley’s „Believe It Or Not” (eine TV-Show, Anm.) brachte am 6. September 1941: “Ed Strangler Lewis war in 104 Matches innerhalb eines Jahres.“

Billy Watson ging 1936 nach England, gemeinsam mit Al Korman, Pat Flanagan und Tiger Tasker. Relwyskow, der Promoter, machte ihn zu „Whipper Billy Watson“. Er besiegte 1939 Mike Demitri in Frankreich in einem Kampf um die European Lightheavy Crown, heiratete Mary Patrician Utting aus England (Kinder: Georgina, Philipp und John) und kehrte in den frühen 40er Jahren nach Kanada zurück, um dort über fast drei weitere Jahrzehnte Schlagzeilen zu machen.

Am 2. April 1945 in Boston erklärte (George Herman) Babe Ruth, 51, dass er sein Glück als Wrestling-Referee versuchen wollte. Er stritt es ab, pleite zu sein. „Ich bin jetzt seit 11 Jahren vom Baseball weg, und nachdem mein alter Sport mich scheinbar nirgends mehr will, hatte ich nicht viele Möglichkeiten, mit den Leuten in Kontakt zu bleiben.“ Ruth sagte, dass er in zehn Shows Ringrichter war, während er beim Baseball war. Er wurde in Portland, Maine, am 3. April und in Boston am 4. April gebookt. Außerdem fügte er hinzu, er habe „in letzter Zeit Schwierigkeiten mit dem Hals“ und habe das Rauchen reduziert.

1943 waren 146 Wrestler auf 396 Cards erschienen und wurden gesehen von 276.000 Zuschauern in Rockford, Alton, East St. Louis, Sterling, Aurora und Chicago, Illinois.

Jack Reynolds, ehemaliger World Middleweight Champ, wurde am 12. April 1934 im Alter von 38 Jahren von einem Gericht in Cincinnati angeklagt, am 11. März 1934 James Meyers und Philip Citron getötet zu haben. Er wurde am 28. Mai freigesprochen, aber seine Tage im Ring waren gezählt. Ein Jahrzehnt später veranstaltete er Shows im Nordwesten der USA.

Sandor Szabo war ein Schüler von Dr. Bayor Varga, viermaliges Mitglied des ungarischen olympischen Teams, Mitglied des Griechisch-Römischen Ringens und eines Wasser-Polo Teams. Später, als er dann in der Gegend wrestlete, war er Mitglied derselben Wasser-Polo Mannschaft, in der auch Filmstars wie Buster Crabbe und Johnny Weissmüller waren. Szabo wirkte mit in „Once in a Blue Moon“ von Paramount und „Mission to Moscow“ und “Passage to Marseilles” von Warner Bros.

„From Punjab, in India, came Tiger Daula (Anmerkung: Geschrieben war nur "Daula")
He had shoes but not any caula
But his shoes they were tight
And he threw them one night
At a wrestler who started to haula.”

Am 23. Juni 1927 berichtete die “Associated Press” von San Franciscos “Dreamland Rink”, daß Angelo Tarmacchi Alexander Yermerkoff in 9 Minuten, 22 Sekunden besiegt hatte, “ohne einen einzigen bekannten Wrestlinggriff zu verwenden”.
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