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Wrestlingskandale

In dieser Rubrik findet ihr eine Zusammenstellung von 31 Skandalen, die die Wrestlingwelt in mehr oder weniger großem Umfang erschüttern ließen. Geordnet sind sie absteigend nach dem Zeitpunkt ihrer Eintragung in unsere Datenbank.
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Plane Ride From Hell
Vor 10 Jahren starb Wrestling, so wie wir es kannten! Na gut, diese Aussage ist vielleicht etwas zu melodramatisch, aber: Seit dieser Zeit ist sämtlichen WWE-Angestellten der Alkoholkonsum vor oder während Flugzeugaufenthalten verboten, was quasi gleichbedeutend mit dem Ende Sex, Drugs & Rock’n’Roll-Ära des Wrestlings ist, die jahrzehntelang zu den unterhaltsamste, absurdesten und auch tragischsten Geschichte geführt hat. Aber was ist vor 10 Jahren überhaupt passiert? 4 Worte: „Plane Ride From Hell!“

Viel und oft wurde darüber spekuliert was auf dem legendären Flug am 05. Mai 2002, von England zurück in die USA tatsächlich passiert ist. Haare gingen verloren, Wrestler kämpften, schlugen, tranken und wurden gefeuert, Genitalien entblößt und Lieder gesungen. Aber der Reihe nach, denn das bald nahende, 10jährige Jubiläums dieses Ereignisses bietet uns die Gelegenheit nochmal etwas ausführlicher auf die Ereignisse dieses ominösen Flugs zurückzublicken.

Einige dürften mit den Geschehnissen schon vertraut sein, anderen hören womöglich zum ersten Mal von den zahlreichen Skandälchen, die sich während des 7stündigen Flugs abgespielt hat. Die folgenden Ereignisse beruhen vornehmlich Schilderungen von Sean Waltmanalias X-Pac, der höchstpersönlich anwesend war.

Wie gesagt: am 05.Mai 2002 verließ ein Flugzeug den Londoner Flughafen. An Board: So ziemlich alles was innerhalb der WWE Rang und Namen hat. Von Topstars wie Triple H, The Undertaker oder Brock Lesnar, hin zu den Offiziellen hinter den Kulissen, also Arn Anderson, Michael Hayes, Linda McMahon und Jim Ross. Man hielt sich in London für den Insurrextion-PPV auf, der damals noch regelmäßig in England abgehalten wurde. Schon während der Tour soll es heiß hergegangen sein, aber der Höhepunkt sollte an eben jenem besagten Tag folgen.

Warum? Weil die meisten der Passagiere dieses Flugs entweder betrunken oder auf GHB (Gamma-Hydroxybutric-Acid) waren. Oder beides. GHB ist eine, in Groß-Britannien und den USA, legale Droge, die aber nur reguliert vertrieben wird. Sie löst Euphorie aus und macht die Konsumenten sehr gesellig. Ein Nebeneffekt ist, dass viele GHB-Nutzer einschlafen, was sie als „Date Rape“-Droge sehr beliebt gemacht hat.

Zwei gute Freunde, die sich in ihrer kompletten Laufbahn immer gut verstanden und auch gewissen Substanzen nie wirklich abgeneigt waren, waren dank GHB nicht nur total high, sondern auch völlig betrunken. Die Rede ist von Curt Hennig und Scott Hall. Nicht mehr Herr ihrer Sinne, versuchten sie scheinbar anfangs sich nachträglich eine Grundlage zu schaffen, und aßen erstmal gemütlich das bereitgestellte Boardessen. Natürlich nicht ohne das passende Getränk. Und da wir alle wissen, dass man das Kind im Manne regelmäßig herauslassen soll, ist nur logisch was die beiden daraufhin taten. Diese zwei muskulösen, erwachsenen Männer fingen an, nicht nur sich gegenseitig, sondern auch andere Personen an Board, mit Rasierschaum zu besprühen. Es bekam nicht nur jeder etwas ab, der ihnen in die Quere kam, nein, sie machten auch einen Wettbewerb daraus, wem es gelingt, schlafenden Personen mehr Schaum ins Gesicht zu sprühen, bevor diese aufwachen. Allerdings war dieser Spaß nur von kurzer Dauer, denn es dauerte nicht lange, bis Scott Hall einschlief. Bzw. wohl eher: Das Bewusstsein verlor. Denn er bewegte sich fortan nicht mehr und mehrere besorgte Kollegen überprüften mehrfach seinen Puls und kontrollierten seine Atmung. Kurz nach dem Flug einigten sich Scott Hall und World Wrestling Entertainment darauf, seinen Vertrag aufzulösen.

Ohne seinen Kumpel wurde es Curt Hennig schnell langweilig, also suchte er sich eine andere Beschäftigung. Die fand er in Shooting-Star Brock Lesnar. Die beiden, die sich ansonsten eigentlich auch eher gut verstanden haben, lieferten sich einen Ringkampf mitten im Flugzeuggang. Der anfangs noch freundliche Wettkampf, entwickelte sich aber schnell in eine eher gefährliche Richtung. Denn Hennig, der sich zunehmend darüber ärgerte, Lesnar nicht auf die Matte werfen zu können, wurde schließlich seinerseits auf den Boden befördert, was weder seinem Gemütszustand, noch der anfänglichen Harmlosigkeit des Kampfes in irgendeiner Weise gut tat. Es entwickelte sich scheinbar eine waschechte Schlägerei, die sich gefährlich nahe an die Flugzeugtür verlagerte. Angeblich rammten beide, ineinander verkeilt, sogar dagegen. Es brauchte schließlich Dave Finlay, Paul Heyman, der Lesnar überhaupt erst dazu überredete, es mit Hennig aufzunehmen, und Triple H, um sie voneinander zu trennen. Wie sein ehemaliger Tag Team Partner Scott Hall, wurde auch Curt Hennig kurz darauf entlassen. Und zwar vornehmlich aufgrund seines Brawls mit Lesnar, den Hennig übrigens ins Wrestling-Business einführte. Viele empfanden diese Entscheidung als ungerecht, denn einige Wochen zuvor gab es beinahe die gleiche Situation, damals lieferten sich allerdings Vince McMahon und Kurt Angle einen Ringkampf im Flugzeug. Mit dem großen Unterschied, dass der zuvor schlafende Undertaker erwachte, den Kampf sah und dachte, dass Angle im Begriff sei McMahon zu verprügeln, und den ehemaligen olympischen Goldmedaillengewinner kurzerhand in einen Chokehold nahm, um die Sache zu beenden.

War es auf einem anderen Flug also Kurt Angle, der ausgeknockt wurde, wurde dieses Schicksal nun Michael Hayes zuteil. Der ehemalige „Fabolous Freebird“ und damalige (bzw. auch noch aktuelle) Road Agent, genehmigte sich einige Drinks zu viel. Logischerweise führt die erhöhte Aufnahme von Alkohol oft zu einem unerträglichen Harndrang. Auch Michael Hayes musste dies an besagtem Tag feststellen. Und während er sich wohl auf dem Weg zur Flugzeugtoilette wähnte, stand er tatsächlich vor Linda McMahon, einer nicht gerade unwichtigen Person auf der WWE-Gehaltsliste, und nahm seinen Penis raus. Bevor er aber die Frau von Vince McMahon mit einer goldenen Dusche bezaubern vermochte, wurde er immerhin doch noch zur Toilette gebracht, wo er sich erfolgreich erleichtern konnte. Aber scheinbar hatte Hayes noch nicht genug Unmut auf sich gezogen. Denn er stattete John Bradshaw Layfield einen Besuch ab. Was vielleicht gar keine schlechte Idee ist, wenn man auf Ärger aus ist. Denn das war Hayes. Anders ist folgendes nicht zu erklären: In seinem betrunkenen Hirn, fing er erst einen Streit mit JBL an, bis er dazu überging ihm wiederholt auf die Wunde am Kopf zu schlagen, die Layfield sich kurze Zeit vorher zugezogen hatte. Bradshaw zögerte nicht lange und knockte Hayes mit einem einzigen Schlag und für den Rest des Fluges aus.

Angefeuert von zahlreichen seiner Kollegen - ganz vorne dabei Jerry Lawler, der es Hayes immer noch übel nahm, dass dieser einer der Hauptverantwortlichen für den ausbleibenden Push seines Sohnes Brian Lawler gewesen sein soll – und seiner eigenen Abneigung gegenüber Hayes, witterte X-Pac die Chance, noch eins draufzusetzen. Schon vor dem Flug war Hayes nicht gerade die beliebteste Person hinter den Kulissen. Auch mit X-Pac geriet er häufiger aufeinander, denn der ehemalige 1-2-3-Kid war der Meinung, dass Hayes die Hardy Boyz, Edge und Christian, sowie die Dudley Boyz, regelmäßig, d.h. auch bei House Shows, zu spektakulären, aber sehr gefährlichen Stunts aufforderte. Als er den bewusstlosen Hayes sah, griff er zu einer Schere und schnitt einen erheblichen Teil des glorreichen Vokuhilas Hayes ab. Lawler und der Rest des Flugzeugs johlte! Als Hayes irgendwann wieder zu sich kam, war er davon überraschenderweise nicht so begeistert. Auch die Tatsache, dass X-Pac die abgeschnittenen Haare, sowie eine persönliche Notiz, einen Tag später bei RAW an seine Tür klebte, trug nicht zu seinem Wohlempfinden bei.

Komplett ohne (physische) Gewalt, kam Ric Flair aus. Wahrscheinlich machte Flair seinem Ruf alle Ehre und gönnte sich ein, zwei oder zwanzig Drinks, als er auf die Idee kam, eine seiner berühmten Roben anzuziehen. Gut, das alleine mag noch nicht schockieren. Die Tatsache, dass er einzig und allein diese Robe und weder etwas darunter, noch etwas darüber trug, jedoch schon. So schritt er im Flugzeug entlang, schrie „Honey, you can’t be the first, but you can be the next. Woooo!” und belästigte (bzw. beehrte) jede WWE-Diva und jede andere Frau, die den Weg des Nature Boys kreuzte, mit seiner willigen Anwesenheit.

Willig war auch Goldust. Der Sohn des „American Dream“ Dusty Rhodes, wollte seinen Kollegen in nichts nachstehen und so soff auch er wie ein Loch. Irgendwie bahnte er sich seinen Weg zu den Mikrofonen und machte eine Lautsprecherdurchsage, gerichtet an seine Ex-Frau Terri Runnels, die ihn einige Zeit lang als Marlena zum Ring begleitete. Einige, wohl maximal durchschnittlich vorgetragenen Liebeslieder später, war es Jim Ross, der auf Beschwerden von Terri reagierte, und Goldust vom Mikrofon loseisen konnte.

Und das waren die wichtigsten Ereignisse des „Plane Ride From Hell“ zusammengefasst. Man hört immer mal wieder ein wenig abweichende Versionen und Wrestler, die sagen, dass dieser Flug im Vergleich zu anderen sogar noch harmlos war, aber diese Ereignisse sind eben (leider) nie öffentlich gemacht worden. Auch wenn wir jetzt darüber lachen können, so brachte dieser Flug doch mehr oder weniger schwerwiegende Folgen mit sich. Wie gesagt: In Folge dieses Flugs wurde Curt Hennig entlassen, Scott Hall hatte sowieso keine Lust mehr und ging freiwillig und Goldust verbrachte die nächsten Monate im Dog House. Ric Flair, Sean Waltman, Michael Hayes und Brock Lesnar wurden nicht bestraft, genauso wenig wie die restlichen, anwesenden Wrestler, die nichts unternahmen, um dem Chaos etwas Einhalt zu gebieten. Aber: Ab sofort herrschte völliges Alkoholverbot auf WWE-Flügen. Einen gehörigen Image-Schaden trug man trotzdem davon.
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