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Alt 18.11.2016, 19:39   #1
Jack Casady
ECW
 
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Die Nominierung der Kandidaten zur Bundespräsidentschaftswahl ist in der sehr heißen Phase, da wirft die Wahl zum nächsten Bundestag im nächsten Herbst bereits ihre Schatten voraus. Denn heute war in den Medien bereits zu lesen, dass die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag ihre Kandidatur für ihre vierte Amtszeit als Regierungschefin der Bundesrepublik bekannt geben wolle. Unterstützung darin findet sie u.a. in dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann von den Grünen.
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Alt 18.11.2016, 21:13   #2
rantanplan
Höllen-Rentner
 
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Vor kurzem las ich den nicht ganz ernstgemeinten Vorschlag, dass Herr Kretschmann doch ein idealer Kanzlerkandidat für die Union wäre.

Realistisch betrachtet führt für die Union bei allem Geplänkel von Seehofer und der CSU kein ernsthafter Weg an Merkels Kandidatur vorbei. VDL, AKK, TDM, na gut, irgendwann muss irgendwer die "letzte Verteidigerin des freien Westens" beerben, aber noch scheint es mir so zu sein, dass die Union in der Wählergunst mit Merkel besser da steht als ohne. Vielleicht wäre es 2019 an der Zeit, wenn die Umstände es zu lassen, eine(n) Nachfolger/in aus der Regierung heraus zu "installieren".

Spannender ist doch hier viel eher die Frage, was die SPD, was Gabriel macht. Letzterem ist mit Steinmeier als Bundespräsident doch ein genialer Coup gelungen. Zum einen hat er die Kanzlerin und die Union brüskiert, die es nach Gauck erneut nicht schafft, einen Wunschkandidaten zum Bundespräsidenten zu machen, zum anderen ist er einen potentiellen Kanzlerkandidaten losgeworden, der Merkel zwar an Beliebtheit noch ein wenig überstrahlt, aber wohl kaum eine rot-rot-grüne Koalition anführen könnte.

Nun hat die SPD das Außenministerium neu zu besetzen, die Zeit bis zur BTW ist dabei wohl zu knapp, als dass jemand echte Akzente setzen könnte, aber es ist ein Amt, dessen Inhaber ja nun meist nicht am Ende der Beliebtheitsskala standen und daneben kann/muss man einen Kanzlerkandidaten küren. Da kommt womöglich Martin Schulz ins Spiel, als Kanzlerkandidat wohl auch nicht für RRG zu haben, als Außenminister mit europapolitischer Erfahrung wohl nicht die schlechteste Wahl. Vielleicht macht Gabriel Schulz also zum Außenminister, greift selbst zur Kanzlerkandidatur und macht einen Ämtertausch mit Oppermann. Im Wahlkampf könnte er sich dann durchaus deutlicher gegenüber Merkel positionieren und relativ entspannt das Wahlergebnis abwarten.

RRG liegt in aktuellen Umfragen ja nun auch nur 5-10 Prozentpunkte hinter Union, FDP, AfD und ob die Grünen, Kretschmann hin oder her, bei einem entsprechenden Wahlergebnis wirklich mit der Union koalieren, erscheint mir keineswegs ausgemacht. Eine neuerliche große Koalition würde ja zumindest die Posten sichern. Wenngleich ich mir bei der SPD insgeheim eine personelle und programmatische Neuaufstellung aus der Opposition heraus wünschen würde.
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Alt 18.11.2016, 21:21   #3
Jack Casady
ECW
 
Registriert seit: 29.08.2011
Ort: Im wunderschönen Dithmarschen
Beiträge: 8.806
Schulz als neuer möglicher Außenminister war auch mein Gedanke. Aber da er ja zuvor schon eine mögliche Kandidatur zum Bundespräsidenten aufgrund seines Engagements in der EU abgelehnt hatte, glaube ich nicht, dass er für den Posten als Steinmeier-Nachfolger zur Verfügung steht.
Was die Kanzlerkandidatur der SPD angeht, so tippe ich ebenfalls, dass Sigmar Gabriel ins Rennen geschickt wird. Eine Alternative der Sozialdemokraten sehe ich zu ihm (noch) nicht.
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Alt 18.11.2016, 22:39   #4
rantanplan
Höllen-Rentner
 
Registriert seit: 13.08.2008
Ort: Aachen
Beiträge: 3.605
Zitat:
Zitat von Jack Casady Beitrag anzeigen
Schulz als neuer möglicher Außenminister war auch mein Gedanke. Aber da er ja zuvor schon eine mögliche Kandidatur zum Bundespräsidenten aufgrund seines Engagements in der EU abgelehnt hatte, glaube ich nicht, dass er für den Posten als Steinmeier-Nachfolger zur Verfügung steht.
Was die Kanzlerkandidatur der SPD angeht, so tippe ich ebenfalls, dass Sigmar Gabriel ins Rennen geschickt wird. Eine Alternative der Sozialdemokraten sehe ich zu ihm (noch) nicht.
Schulz hat doch eigentlich gar kein Engagement in der EU mehr, wenn die konservativen Parteien Europas es zeitnah schaffen, einen Nachfolger zu präsentieren. In die Kommission wird man ihn nicht berufen, da Oettinger es noch nicht geschafft hat, sich zu disqualifizieren, also wird Schulz doch recht bald frei sein oder?
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Alt 18.11.2016, 23:02   #5
Cactus
Mitarbeiter
 
Registriert seit: 26.01.2005
Beiträge: 14.109
Die F.A.Z. hat gestern folgendes bezüglich Schulz berichtet:

Zitat:
Die Benennung eines Nachfolgers für den scheidenden Außenminister Frank-Walter Steinmeier setzt den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel unter Druck, früher als geplant in der Frage der Kanzlerkandidatur Farbe zu bekennen. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung aus dem SPD-Teil der Bundesregierung erfuhr, habe Gabriel das Auswärtige Amt, wie allseits erwartet,*Martin Schulz, dem derzeitigen Präsidenten des Europäischen Parlaments, angeboten. Schulz wolle aber vor allem Kanzlerkandidat werden, heißt es. Er wolle mehr, wisse aber nicht, ob er nicht zu hoch pokere. Im Willy-Brandt-Haus wurde dieser Darstellung am Donnerstag widersprochen. Auch ein Sprecher von Schulz wies sie zurück. Am Donnerstagabend ließ Schulz die Frage nach einer möglichen Kanzlerkandidatur aber offen. Die SPD werde darüber zur gegebenen Zeit entscheiden, sagte er in Berlin.

Schulz gibt seit einigen Monaten den Ehrgeiz zu erkennen, die SPD-Kanzlerkandidatur zu übernehmen. Ursprünglich galt dies als Alternativszenario für den Fall, dassGabriel*abermals vor einer Kandidatur zurückschreckt. Doch wird Schulz in der Parteiführung inzwischen nachgesagt, er habe Ambitionen entwickelt, die über die eines reinen Ersatzkandidaten hinausgingen. Nun heißt es im SPD-Teil des Kabinetts, Schulz – offiziell Kandidat seiner Fraktion in Straßburg für eine weitere Amtszeit als Parlamentspräsident – wehre sich noch, einem Wechsel nach Berlin zuzustimmen, ohne eine Zusage zu erhalten, auch Kanzlerkandidat zu werden. In diesem Zusammenhang ist zu sehen, dass es in Brüssel heißt, Schulz wolle lieber sein bisheriges Amt behalten.
http://m.faz.net/aktuell/politik/mar...-14532418.html
]
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Alt 19.11.2016, 09:28   #6
Daniel Prophet
Genickbruch
 
Registriert seit: 06.02.2003
Ort: Turbo Dome
Beiträge: 44.392
Ich hätte Schulz eigentlich für schlau genug gehalten in diesem Wahlkampf still zu halten und es dann 2021 zu probieren. Nächstes Jahr kann er sich doch nur verbrennen, da die SPD eh sang- und klanglos untergehen wird.
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Alt 19.11.2016, 10:51   #7
Delta Romeo
Administrator
 
Registriert seit: 24.05.2010
Ort: Freital
Beiträge: 8.217
Zitat:
Zitat von Daniel Prophet Beitrag anzeigen
Ich hätte Schulz eigentlich für schlau genug gehalten in diesem Wahlkampf still zu halten und es dann 2021 zu probieren. Nächstes Jahr kann er sich doch nur verbrennen, da die SPD eh sang- und klanglos untergehen wird.
Andererseits hat er eigentlich auch nichts zu verlieren, da doch keiner irgendwas von der SPD erwartet. In der Öffentlichkeit ist er in meinen Augen recht unverbraucht, sodass es nicht schaden kann, schon mal groß aufzutauchen und vielleicht eine Art Achtungserfolg zu erringen, um auch an Hausmacht zu gewinnen. Wichtig wäre dann meiner Meinung nach aber, dass er keinesfalls in die Regierung unter Merkel geht, wenn die große Koalition weiter geht, wovon ja fast auszugehen ist. Da sollte er dann schon sehen, dennoch in einer Oppositionsrolle zu bleiben. Parteivorsitzender wohl am besten, damit er eben auch in einer Position ist, um eine echte Alternative zur große Koalition bei der nächsten Wahl und damit eine Machtperspektive anzubieten. Dafür jedoch muss er Gabriel schon jetzt wegräumen.

Ich glaube nicht, dass ihm das gelingen wird, wenn Gabriel als Kanzlerkandidat scheitert, er aber zugleich nicht schon vorher gezeigt hat, dass er bereit ist, das auch zu übernehmen. Sprich, er kann jetzt gegen Gabriel im Machtkampf unterliegen, hätte aber auch gezeigt, dass er gewillt ist, nach ihm die Scherben aufzukehren. Eine Niederlage, sollte er Kandidat sein, würde aber auch nicht schaden, weil er im Gegensatz zu Gabriel nicht verbraucht ist und es seine erste Vorstellung in der breiten Öffentlichkeit wäre. Insofern finde ich es schlüssig, dass er auch jetzt schon versucht, sich in die Position zu bringen.
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Alt 19.11.2016, 11:09   #8
mumu
Moderator
 
Registriert seit: 20.08.2003
Beiträge: 15.481
Zitat:
Zitat von Daniel Prophet Beitrag anzeigen
Ich hätte Schulz eigentlich für schlau genug gehalten in diesem Wahlkampf still zu halten und es dann 2021 zu probieren. Nächstes Jahr kann er sich doch nur verbrennen, da die SPD eh sang- und klanglos untergehen wird.
Er muss sich aber auch parteiintern als Kandidat durchsetzen. Jetzt hat er die Chance sich zu profilieren mit einem achtbaren Ergebnis. 2021, wird Angie nicht mehr antreten was die Chance auf einen Machtwechsel massiv erhöht. Das weiß aber auch jeder andere innerhalb der SPD. Man darf davon ausgehen dass das hauen und stechen um eine Kandidatur viel härter wird als 2017.
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Alt 19.11.2016, 11:30   #9
Eumel aus dem Eis
Gehirnerschütterung
 
Registriert seit: 26.03.2009
Beiträge: 341
2021 wird Martin Schulz bei der Wahl schon kurz vor seinem 66. Geburtstag stehen. Wenn er es versucht, dann eher jetzt.
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Alt 19.11.2016, 11:34   #10
DocKeule
ECW
 
Registriert seit: 11.09.2008
Beiträge: 6.858
Und falls sich noch jemand Gedanken über Ampel oder Jamaika machen sollte, bestätigt FDP-Chef Lindner, dass die FDP wieder nach kurzen Verwirrungen um den "mitfühlenden Liberalismus" wieder die widerliche Partei sein will, die sie seit den 80ern war.
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Alt 19.11.2016, 13:41   #11
Jack Casady
ECW
 
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Ort: Im wunderschönen Dithmarschen
Beiträge: 8.806
Zitat:
Zitat von DocKeule Beitrag anzeigen
Und falls sich noch jemand Gedanken über Ampel oder Jamaika machen sollte, bestätigt FDP-Chef Lindner, dass die FDP wieder nach kurzen Verwirrungen um den "mitfühlenden Liberalismus" wieder die widerliche Partei sein will, die sie seit den 80ern war.
Der Artikel liest sich für mich so, als wolle Lindner mit der FDP tatsächlich selbst an die Macht kommen, und das nicht als Juniorpartner einer Koalition.
Zitat:
Solange die FDP in Koalitionen regiere, werde es nicht gelingen, dass die FDP hundert Prozent ihres Programms umsetze.
Dieser Satz spricht es indirekt jedenfalls so aus. Da haben die Liberalen dann aber einiges zu tun, um das umsetzen zu können.
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Alt 19.11.2016, 13:55   #12
y2jforever
ECW
 
Registriert seit: 13.04.2013
Beiträge: 7.271
Zitat:
Zitat von Jack Casady Beitrag anzeigen
Dieser Satz spricht es indirekt jedenfalls so aus. Da haben die Liberalen dann aber einiges zu tun, um das umsetzen zu können.
Mit der AfD kann man sich bestimmt einigen oder? Die lassen sich einfach brav von den Deppen wählen und sagen dann "Haha, verarscht. Wir haben garnix gegen Ausländer." und schon hat man quasi das gleiche menschenverachtende, "liberale" Programm wo man schwächere Ausbeutet bis sie tot umfallen
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Alt 19.11.2016, 14:35   #13
Jack Casady
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Ort: Im wunderschönen Dithmarschen
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Sigmar Gabriel wird wohl tatsächlich wie gestern hier bereits vermutet als SPD-Kanzlerkandidat ins Rennen gehen, während Schulz von Gabriel bereits das Angebot bekommen haben soll, als Steinmeier-Nachfolger zumindest bis zur Wahl den Außenminister-Posten zu besetzen. Allerdings will Gabriel die Kandidatur offiziell erst Anfang 2017 bekanntgeben.
Quelle

Ebenfalls im kommenden Frühjahr soll in der SPD ein Wahlprogramm verabschiedet werden. Unter anderem ist von einer Senkung des Wahlalters auf 16 Jahren und einer Gebührenabschaffung für Bildungseinrichtungen die Rede. Auch will man den Sektor für Elektroautos weiter fördern, indem man eine "nationale Batteriezellenherstellung" aufbauen will.
Quelle

Am 6. und 7. Dezember hält die Union ihren Bundesparteitag in Essen ab, wo ein Leitantrag für die Wahl aufgestellt werden soll. Man will die Integration stärken, aber gleichzeitig "Multikulti" verhindern.
Quelle

Und in der AfD will man keinen einzelnen Kanzlerkandidaten ins Rennen schicken, sondern gleich ein ganzes Team. Damit entscheidet man sich klar gegen Frauke Petry als Kanzlerkandidatin. Begründet wird dies damit, weil so die "unterschiedlichen gesellschaftlichen Strömungen und Schichten in der AfD und damit der Charakter der Alternative für Deutschland als erfolgreich wachsende Volkspartei am besten kommuniziert werden". Wer in diesem Team dann drin sein wird, soll im April auf dem AfD-Bundesparteitag in Köln festgelegt werden.
Quelle
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Alt 20.11.2016, 15:33   #14
Punkomaniac
Genickbruch
 
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Ort: Köln
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Merkel tritt ein viertes Mal an:

Kanzlerin macht weiter: Angela Merkel - die Unentbehrliche
Zitat:
Lange wurde spekuliert, nun steht es fest: Merkel wird die Union als Kanzlerkandidatin in den anstehenden Bundestagswahlkampf führen und will CDU-Chefin bleiben. Sie weiß, dass es keine ernsthafte Alternative gibt. Außerdem gilt sie inzwischen als "Verteidigerin der freien Welt".

Geändert von Punkomaniac (20.11.2016 um 15:59 Uhr).
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Alt 20.11.2016, 15:54   #15
y2jforever
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Registriert seit: 13.04.2013
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Zitat:
Zitat von Punkomaniac Beitrag anzeigen
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass selbst ich als durch und durch Linker mit Merkel als Kanzlerin in der grossen Koalition arrangiert habe. Rot/Rot/Grün wäre mir eigentlich lieber aber die Chance hat die SPD ja vor 3 Jahren nicht nutzen wollen. Gabriel als Bundeskanzler brauche ich auch nicht. Dazu wird die Differenz zwischen CDU und SPD ja wieder sehr gross ausfallen wenn nicht noch etwas gravierendes passiert. In sofern ist die grosse Koalition eigentlich das realistisches was nicht völlig daneben ist. An Schwarz / Grün glaube ich im Bund noch nicht und Schwarz / Gelb ist das zweit schlimmste vorstellbare Szenario. Das kann nur noch von Schwarz / Blau getoppt werden. Aber daran glaube ich nicht so lange Merkel Kanzlerin ist. In sofern ist sie das weit aus kleinere Übel als sagen wir Seehofer. Wenn die CDU ihn nominiert hätte, hätte ich schonmal nach Jobs in Schweden geschaut ....
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Alt 20.11.2016, 17:08   #16
DocKeule
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Also arrangiert würde ich nicht sagen. Ich halte sie für eine schlechte Regierungschefin, daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sie jetzt in der Flüchtlingsfrage ein einziges Mal nicht offen eingeknickt ist (ganz abgesehen davon, dass die Kehrtwende tatsächlich schon vor Monaten vollzogen und nur nicht kommuniziert wurde).

Aber ich sehe auch keine wahrscheinliche Alternative, die ohne die Union als stärkste Kraft auskommen würde. Abgesehen davon würde linke Mehrheit, auch wenn man sie denn nutzen würden, auch nur dann etwas bringen, wenn man klare Vorstellungen hätte, was man damit umsetzen möchte. 1998 hat man gesehen, wie es nicht laufen sollte.
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Alt 20.11.2016, 17:47   #17
y2jforever
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Beiträge: 7.271
Zitat:
Zitat von DocKeule Beitrag anzeigen
Also arrangiert würde ich nicht sagen. Ich halte sie für eine schlechte Regierungschefin, daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sie jetzt in der Flüchtlingsfrage ein einziges Mal nicht offen eingeknickt ist (ganz abgesehen davon, dass die Kehrtwende tatsächlich schon vor Monaten vollzogen und nur nicht kommuniziert wurde).

Aber ich sehe auch keine wahrscheinliche Alternative, die ohne die Union als stärkste Kraft auskommen würde. Abgesehen davon würde linke Mehrheit, auch wenn man sie denn nutzen würden, auch nur dann etwas bringen, wenn man klare Vorstellungen hätte, was man damit umsetzen möchte. 1998 hat man gesehen, wie es nicht laufen sollte.
Akzeptiert statt arrangiert? Das Problem ist halt, dass ich in der SPD einfach niemanden sehe wo ich sage: ihn / sie könnte ich mir als Bundeskanzler gut vorstellen. Das ist einfach ein echtes Problem. Dazu strotzen die SPD und die Grünen nun auch nicht gerade vor Ansätzen die ich jetzt unbedingt umgesetzt sehen möchte. Die hat am ehesten noch die Linke. Bei denen scheitert es dann leider an einigen Stellen wieder am notwendigen Pragmatismus.
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Alt 20.11.2016, 18:10   #18
mumu
Moderator
 
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Beiträge: 15.481
Ich hätte ja gerne die Gesichter innerhalb der CDU gesehen, wenn Angie in den Sack gehauen hätte.

Merkel ist aktuell leider alternativlos. In der CDU hat sie jeden Kandidaten/Nachfolger entsorgt. Die SPD fehlt auch ein entsprechender Kopf der die entsprechenden Symphatieprozente einfahren könnte um Merkel gefährlich zu werden. Und bei anderen Parteien wäre schon ein Ausnahmekandidat von Nöten, den es nicht gibt.

Ich bleibe dabei, ich sehe nach der Wahl eine 3er Koalition an der Regierung. Und da ist es egal was man im Wahlkampf vorher so raushaut. Ist die Wahl durch, werden die Karten neu gemischt.
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Alt 20.11.2016, 20:47   #19
Woodrow
Knöchelbruch
 
Registriert seit: 12.12.2007
Beiträge: 684
Zitat:
Zitat von y2jforever Beitrag anzeigen
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass selbst ich als durch und durch Linker mit Merkel als Kanzlerin in der grossen Koalition arrangiert habe. Rot/Rot/Grün wäre mir eigentlich lieber aber die Chance hat die SPD ja vor 3 Jahren nicht nutzen wollen.
Irgendwie ist es ein bißchen schade, daß es kein Rot-Rot-Grün und gleichzeitig eine Kanzlerin Merkel geben kann. Das wäre wählbarer als ein von Gabriel angeführtes Rot-Rot-Grün.
Woodrow ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2016, 12:42   #20
Sirius
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Respekt, Angela. Ich an ihre Stelle hätte gesagt: "Ich habe fertig. Regiert euch doch selbst ihr Trottel, ihr könnt doch eh alles besser. Aber kommt nicht angekrochen, wenn alles doch nicht so glatt und einfach läuft wie in euren Parolen. Ich bin raus. BTW: Meine neue Telefonnummer beginnt mit +248."
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Hansa nächster Gegner: Sport Club Fortuna Köln
Bilanz, 3. Liga: 3-1-2, 12:9 Tore, 58,3% (Heimbilanz: 2-1-0, 9:3 Tore, 83,3%)
Bilanz, gesamt: 4-4-5, 19:18 Tore, 46,2% (Heimbilanz: 3-2-1, 13:6 Tore, 66,7%)
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Alt 21.11.2016, 17:06   #21
Jack Casady
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Bitte lesen Sie hier weiter!

Dummerweise habe ich eben erst gemerkt, dass ich den ursprünglichen Post ins falsche Forum gesetzt habe. Man möge es mir bitte verzeihen.
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Geändert von Jack Casady (22.11.2016 um 18:47 Uhr).
Jack Casady ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2016, 17:44   #22
DocKeule
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Es gab sicher schon sehr viel schlechtere Zähl-Kandidaten. Er setzt ja selbst schon recht tief an, wenn er als Ziel angibt, mindestens sieben Stimmen mehr holen zu wollen, als die Fraktion hat, die ihn vorschlägt. In Richtung der linken Flügel von SPD und Grünen ist er ein interessantes Angebot, vor allem wenn Steinmeiers Anteil an der Agenda-Politik in den nächsten Wochen stärker beleuchtet werden sollte.
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DocKeule ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 24.11.2016, 01:22   #23
Punkomaniac
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tagesschau.de mit einer Eilmeldung: Martin Schulz wechselt in die Bundespolitik. Am heutigen Donnerstag gibt es dazu von ihm eine Erklärung.

Geändert von Punkomaniac (24.11.2016 um 01:49 Uhr).
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Alt 26.11.2016, 23:14   #24
rantanplan
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Zitat:
Zitat von mumu Beitrag anzeigen
Er muss sich aber auch parteiintern als Kandidat durchsetzen. Jetzt hat er die Chance sich zu profilieren mit einem achtbaren Ergebnis. 2021, wird Angie nicht mehr antreten was die Chance auf einen Machtwechsel massiv erhöht. Das weiß aber auch jeder andere innerhalb der SPD. Man darf davon ausgehen dass das hauen und stechen um eine Kandidatur viel härter wird als 2017.
Ich bin mir nicht sicher, ob sich die Chance auf einen Machtwechsel nochmal so massiv erhöht. Die letzte lange Kanzlerschaft war Kohl, damals war das politische Gefüge relativ simpel und man konnte mit Rot-Grün Schwarz-Gelb ablösen. Heute, sprich 2017 und 2021 dürften 6 Parteien im Parlament sein. Ich sehe auch ohne Merkel nicht, dass die SPD stärkste Partei werden könnte, damit wäre die GroKo für die Kanzlerschaft verbaut. Mehrheiten daneben, vielleicht auch aus der Rolle der zweitstärksten Partei heraus sind eher vage und stehen nicht für einen echten Wechsel.

Zumal die Union immer noch den Trumpf hätte, im Falle einer Wiederwahl von Merkel nach 2 Jahren einen Nachfolger/in zu installieren, der/die dann mit einem leichten Amtsinhaberbonus ins Rennen geht. Nochmal 4 Jahre GroKo würde im Hinblick auf 2021 für die SPD glaube ich rein gar nichts ändern, die einzige "Abwart-Option" für Schulz wäre der Gang in die Opposition nach der nächsten BTW. Aber ist Schulz danach wirklich gesetzt? Gabriel wäre wohl raus aus dem Spiel, aber dann könnten Scholz, Kraft, Dreyer und andere Ambitionen anmelden. Gerade die Damen hätten in einem Umfeld ohne Merkel ja vermutlich sowieso viel bessere Chancen.

Ich glaube, Martin Schulz wird sofort von 0 auf 100 gehen müssen, wenn er ernsthaft Kanzler werden will.
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Alt 27.11.2016, 12:33   #25
DocKeule
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Ganz so einfach ist es ja dann auch nicht mit dem Installieren eines Nachfolgers in der laufenden Legislaturperiode. Wenn wir nicht von einer (eher unwahrscheinlichen) absoluten Mehrheit in der Union ausgehen, müßten die anderen Parteien der Koalition den/die Nachfolger(in) ja auch erst einmal im Bundestag wählen. Und warum sollten sie CDU und CSU diesen Gefallen tun, wenn die gleichzeitig einen vorgezogenen Wahlkampf gegen eine personell schwache Union führen könnten?
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